U 1163
Kriegsmarine Unterseeboot U 1163
| Typ: | VII C/41 |
| Bauauftrag: | 14.10.1941 |
| Bauwerft: | Danziger Werft AG Danzig |
| Baunummer: | 135 |
| Serie: | U 1163 - U 1190 |
| Kiellegung: | 05.12.1942 |
| Stapellauf: | 12.06.1943 |
| Indienststellung: | 06.10.1943 |
| Kommandant: | Ernst-Ludwig Balduhn |
| Feldpostnummer: | M - 52 936 |
Kommandanten
| 06.10.1943 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn |
Flottillen
| 06.10.1943 - 31.07.1944 | 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
| 01.08.1944 - 30.09.1944 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
| 01.10.1944 - 08.05.1945 | 13. U-Flottille, Drontheim (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
10.06.1944 - 12.06.1944 : Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
13.06.1944 - 13.06.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Flekkefjord
Am 10.06.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Kiel aus. Das Boot verlegte, über Kristiansand (Brennstoff ergänzt), in den Flekkefjord. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1163 am 13.06.1944 in den Flekkefjord ein. Dort trat das Boot, als Bereitschaftsboot, zur Gruppe Mitte.
1. Unternehmung
13.07.1944 - 18.07.1944: Ausgelaufen von Flekkefjord - Eingelaufen in Stavanger
19.07.1944 - 19.07.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Arnøy
Am 13.07.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn aus dem Flekkefjord zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte in einer Defensivaufstellung vor der norwegischen Küste. Der Rückmarsch führte über Stavanger (Ergänzungen), nach Arnøy. Nach insgesamt 7 Tagen und zurückgelegten dabei 122,2 sm über und 157,4 sm unter Wasser, lief U 1163 am 19.07.1944 in Arnøy ein. U 1163 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 1163 - 1. Unternehmung
Verlegungsfahrt
01.08.1944 - 01.08.1944: Ausgelaufen von Arnøy - Eingelaufen in Stavanger
02.08.1944 - 02.08.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Egersund
Am 01.08.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Arnøy aus. Das Boot verlegte, über Stavanger (Warten auf Geleit), nach Egersund. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 1163 am 02.08.1944 in Egersund ein. Dort lag das Boot in Bereitschaft.
Verlegungsfahrt
17.08.1944 - 17.08.1944: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Bergen
22.08.1944 - 23.08.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger
26.08.1944 - 27.08.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Kristiansand
Am 17.08.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Egersund aus. Das Boot verlegte, über Bergen (Ergänzungen) und Stavanger (Geleitwechsel), nach Kristiansand. Nach insgesamt 11 Tagen lief U 1163 am 27.08.1944 in Kristiansand ein. Dort lag das Boot in fünfstündiger Bereitschaft.
Verlegungsfahrt
21.09.1944 - 22.09.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Haugesund
22.09.1944 - 22.09.1944: Ausgelaufen von Haugesund - Eingelaufen in Bergen
22.09.1944 - 23.09.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Ålesund
23.09.1944 - 24.09.1944: Ausgelaufen von Ålesund - Eingelaufen in Drontheim
Am 21.09.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Kristiansand aus. Das Boot verlegte, über Haugesund (Befehlsempfang), Bergen (Boot abgemeldet) und Ålesund (Geleitwechsel), nach Drontheim. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1163 am 24.09.1944 in Drontheim ein. Dort wurde das Boot für den Nordmeereinsatz ausgerüstet.
Verlegungsfahrt
03.10.1944 - 06.10.1944: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Narvik
06.10.1944 - 06.10.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord
Am 03.10.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Drontheim aus. Das Boot verlegte, über Narvik (Meldung), in den Skjomenfjord. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1163 am 06.10.1944 in den Skjomenfjord ein. Später in die Bogenbucht verlegt.
2. Unternehmung
15.10.1944 - 15.10.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Lødingen
16.10.1944 - 16.10.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Harstad
16.10.1944 - 31.10.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Hammerfest
Am 15.10.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn aus der Bogenbucht zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach Übernahme eines Lotsen in Lødingen und der Abgabe des Lotsen in Harstad, operierte das Boot im Nordmeer. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Panther. Nach insgesamt 17 Tagen und zurückgelegten 2.144,2 sm über und 427,3 sm unter Wasser, lief U 1163 am 31.10.1944 in Hammerfest ein. U 1163 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 1163 - 2. Unternehmung
Verlegungsfahrt
02.11.1944 - 03.11.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Tromsø
03.11.1944 - 03.11.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Lødingen
03.11.1944 - 03.11.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Ramsund
03.11.1944 - 04.11.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik
Am 02.11.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Hammerfest aus. Das Boot verlegte, über Tromsø (Aufnahme Lotse), Lødingen (Abgabe Lotse) und Ramsund (Abgabe T-V Torpedos), nach Narvik. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1163 am 04.11.1944 in Narvik ein.
3. Unternehmung
08.11.1944 - 08.11.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in die Bogenbucht
09.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Lødingen
09.11.1944 - 10.11.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Harstad
10.11.1944 - 12.11.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Tromsø
14.11.1944 - 22.11.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Narvik
Am 08.11.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Narvik zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme von Brennstoff, Proviant und der Wetterstation WFL-36, der Anbordnahme eines Lotsen in Lødingen, sowie der Abgabe des Lotsen in Harstad, operierte das Boot im Nordmeer und errichtete im Sandfjord die Wetterstation WFL-36. Danach wurde, am 12.11.1944 in Tromsø, der Wettertrupp "Taaget" aufgenommen und auf der Bäreninsel abgesetzt. Schiffe konnten auf dieser Unternehmung nicht versenkt oder beschädigt werden. Nach insgesamt 15 Tagen und zurückgelegten 1.009,3 sm über und 102,3 sm unter Wasser, lief U 1163 am 22.11.1944 wieder in Narvik ein. U 1163 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 1163 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
25.11.1944 - 15.12.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad
Am 25.11.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Narvik zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Stier. Nach insgesamt 21 Tagen und zurückgelegten 2.033,4 sm über und 245,6 sm unter Wasser, lief U 1163 am 15.12.1944 in Harstad ein. U 1163 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 433 BRT versenken. → Erfolge U 1163
Original Kriegstagebuch U 1163 - 4. Unternehmung
Verlegungsfahrt
16.12.1944 - 16.12.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in die Bogenbucht
Am 16.12.1944 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Harstad aus. Das Boot verlegte, zu Überholungsarbeiten, in die Bogenbucht. Nach insgesamt 1 Tag lief U 1163 am 16.12.1944 in der Bogenbucht ein.
Verlegungsfahrt
16.01.1945 - 19.01.1945: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Drontheim
Am 16.01.1945 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Hammerfest aus. Das Boot verlegte in die Werft nach Drontheim. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1163 am 19.01.1945 in Drontheim ein.
Verlegungsfahrt
28.01.1945 - 29.01.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Drontheim
29.01.1945 - 04.02.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Kristiansand
Am 28.01.1945 lief U 1163 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ernst-Ludwig Balduhn von Drontheim aus. Am 29.01.1945 musste das Boot, nachdem es das Räumboot "R-57" versehentlich gerammt und versenkt hatte, zurück nach Drontheim. Dort wurden die Überlebenden des Räumbootes an Land gegeben und der Marsch nach Kristiansand angetreten. Nach insgesamt 8 Tagen lief U 1163 am 04.02.1945 in Kristiansand ein. Dort wurden die Schäden behoben. Anschließend wurde U 1131 bis Kriegsende als Geleitschutzboot im Pendelverkehr zwischen Kristiansand und Stavanger eingesetzt.
Überführungsfahrt
29.05.1945 - 01.06.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Scapa Flow
03.06.1945 - 05.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Loch Ryan
U 1163 lief am 29.05.1945 von Kristiansand aus. Das Boot überführte, über Scapa Flow, nach Loch Ryan. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Operation Deadlight
09.12.1945 - 11.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt
U 1163, lief am 09.12.1945 von Loch Ryan aus. Das Boot wurde am 11.12.1945 bei der Operation Deadlight versenkt.
Verbleib
| Datum: | 11.12.1945 |
| Letzter Kommandant: | Ernst-Ludwig Balduhn |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 55° 50' Nord - 10° 05' West |
| Planquadrat: | AM 5169 |
| Verlust durch: | Operation Deadlight |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 1163 |
Verbleib im Detail
Am 09.12.1945 wurde U 1163, vom britischen Marineschlepper HMS Emulous (W.138), auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 11.12.1945 um 12:16 Uhr, im Nordatlantik nordwestlich von Irland, durch Consolidated B-24 Liberator der RAF Squadron 224, Short Sunderland der RAF Squadron 201 und Vickers Warwick der RAF Squadron 179 durch Wasserbomben, versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 20.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 129, 247.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 382.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 318.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 106.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - S. 13 - 18.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 173.