U 2524

Aus uboot Wiki
Version vom 10. Juni 2026, 12:19 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 2523|U 2525}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 2524 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | XXI |- | Bauauftrag: | 06.11.1943 |- | Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |- | Baunummer: | 2524 |- | Serie: |…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 2523
   U 2525

Kriegsmarine Unterseeboot U 2524

Typ: XXI
Bauauftrag: 06.11.1943
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Baunummer: 2524
Serie: U 2501 - U 2564
Kiellegung: 06.09.1944
Stapellauf: 30.10.1944
Indienststellung: 16.01.1945
Kommandant: Ernst von Witzendorff
Feldpostnummer: M - 49 299

Kommandanten

16.01.1945 - 03.05.1945 Kapitänleutnant - Ernst von Witzendorff
00.04.1945 - 00.04.1945 Oberleutnant zur See - Günter Dobenecker (in Vertretung)

Flottillen

16.01.1945 - 03.05.1945 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

00.02.1945 - 00.02.1945 Ausgelaufen von Danzig - Eingelaufen in Gotenhafen

00.02.1945 - 00.02.1945 Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Warnemünde


Im Februar 1945 lief U 2524 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ernst von Witzendorff von Danzig aus. Das Boot verlegte, über Gotenhafen, nach Warnemünde. An Bord befanden sich 25 - 30 Flüchtlinge aus dem Osten.


Verbleib

Datum: 03.05.1945
Letzter Kommandant: Ernst von Witzendorff
Ort: Ostsee
Position: 54° 26,26' Nord - 11° 32,29' Ost
Planquadrat: AO 7824
Verlust durch: Raketen und Bordwaffenbeschuß
Tote: 1
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 2524

Verbleib im Detail


Am 03.05.1945 wurde U 2524 in der Ostsee östlich von Fehmarn durch Bristol Beaufighter der britischen RAF Squadron 236 und der RAF Squadron 254 durch Raketen- und Bordwaffenbeschuss beschädigt und danach von der Besatzung selbst versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Zitat: 30 Beaufighter der britischen 236. und 254. Squadron und eskortiert von North American P-51 Mustang der britischen 65. und 118. Squadron sowie Hawker Typhoon der Strike Wings der britischen 16.Group der 2.T.A.F. mit den Squadron's 175, 184 und 245, entdeckten das deutsche Zielschiff BOLKOBURG, an dessen Steuerbordseite die Boote U 2524, U 2549 und U 3032 festgemacht hatten, und U 3030, das noch in einiger Entfernung abwartend lag. Schon beim ersten Angriff auf die BOLKOBURG wurde diese unter anderem von einer Raketenbombe, einem Blindgänger getroffen, die die Aufbauten des Schiffes durchschlug und das Vorschiff von U 2524 traf. Der Druckkörper erhielt an der Steuerbordseite Bugraum leichte Beschädigungen. Der Teil der Besatzung, der sich bereits auf der BOLKOBURG befand, wurde sofort an Bord von U 2524 zurückbefohlen.

Wegen der laufend anfliegenden Feindmaschinen ließ der Kommandant ablegen und in der Nähe des Schiffes tauchen. Durch einen kleinen Riss im Druckkörper drang Wasser in das Boot, das aber bei der geringen Wassertiefe von 24 Metern keine größere Gefahr darstellte. Auf Grund liegend wurde die Selbstversenkung vorbereitet, und mit UT (Unterwassertelefon) wurde mit dem Torpedoboot LÖWE Kontakt aufgenommen. Nach Beginn der Abenddämmerung wurde aufgetaucht und beide Boote gingen schnell längsseits. Nach Übernahme der Besatzung auf das Torpedoboot, blieben nur noch der Leitende Ingenieur Oberleutnant (Ing.) Werner Braun und der Zentralemaat Josef Ritter an Bord zurück, um die Selbstversenkung einzuleiten. Vom Torpedoboot LÖWE aus beobachtete die Besatzung, wie ihr Boot langsam und gleichmäßig wegsackte.

Das Boot war schon fast unter Wasser, als der Zentralemaat aufgeregt auf der Brücke erschien. Er wurde von einem bereitgehaltenen Schlauchboot aufgenommen, dann versankt U 2524 sehr rasch in den Fluten, mit dem Leitenden Ingenieur Werner Braun an Bord. Wie die Besatzung später vom Zentralemaat erfuhr, blieb Werner Braun freiwillig an Bord des sinkenden Bootes. Das Torpedoboot LÖWE brachte die Besatzung nach Flensburg-Mürwik, wo sie das Ende des Krieges erlebten. Das Wrack von U 2524 wurde 1953 gehoben und zum Schrottanlandeplatz nach Travemünde gebracht. Bei den Bergungsarbeiten wurden die sterblichen Überreste des damals 28 Jahre alten Werner Braun gefunden und in Lübeck beigesetzt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 348, 349.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 51, 258.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 175, 225.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 348, 349, 350, 357.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 157.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - Eigenverlag - S. 134.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 142.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 2523
   U 2525