UIT 24

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UIT 23
   UIT 25

Kriegsmarine Unterseeboot UIT 24 (ex italienisch Commandante Cappellini)

Typ: Marcello-Klasse
Bauwerft: Cantiere Riuniti del Adriatica (C.R.D.A.), Monfalcone (Italien)
Kiellegung: 25.04.1938
Stapellauf: 14.05.1939
Indienststellung: 23.09.1939
Kommandant: Cristiano Masi
Feldpostnummer: M - 31 365

Kommandanten

23.09.1939 - 26.09.1940 Capitano di Corvetta - Cristiano Masi
26.09.1940 - 00.07.1941 Capitano di Corvetta - Salvatore Todaro
00.07.1941 - 28.01.1942 Tenente di Vascello - Aldo Lenzi
28.01.1942 - 10.04.1942 Tenente di Vascello - Sergio Bresina
10.04.1942 - 00.05.1943 Tenente di Vascello - Marco Revedin
00.05.1943 - 08.09.1943 Capitano di Corvetta - Walter Auconi
06.12.1943 - 08.05.1945 Oberleutnant zur See - Heinrich Pahls

Flottillen

23.09.1939 - 05.10.1940 XIIª Squadriglia Sommergibili des I° Gruppo Sommergibili, La Spezia (Frontboot)
05.10.1940 - 10.09.1943 Comando Gruppo Sommergibili Atlantico, Bordeaux – BETASOM (Frontboot)
06.12.1943 - 30.09.1944 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot)
01.10.1944 - 08.05.1945 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

06.06.1940 - 15.06.1940 Ausgelaufen von Cagliari - Eingelaufen in Ceuta

24.06.1940 - 27.06.1940 Ausgelaufen von Ceuta - Eingelaufen in La Spezia


Am 06.09.1940 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Cristiano Masi von Cagliari zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot sollte durch die Straße von Gibraltar nach Bordeaux verlegen. Nach schweren Waboschäden musste es in das spanische Ceuta einlaufen. Nach Notreparaturen ging es zurück nach La Spezia. Nach einer Gesamtdauer von 21 Tagen lief die Commandante Cappellini am 27.09.1940 in La Spezia ein.



2. Unternehmung

28.09.1940 - 05.11.1940 Ausgelaufen von Cagliari - Eingelaufen in Bordeaux


Am 28.09.1940 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano die Corvetta Salvatore Todaro von Cagliari zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte, nach dem Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 05.10.1940, im Mittelatlantik, bei den Azorischen Inseln und der Insel Madeira. Nach einer Gesamtdauer von 39 Tagen lief die Commandante Cappellini am 05.11.1940 in Bordeaux ein. Commandante Cappellini konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 5.186 BRT versenken. → Erfolge



3. Unternehmung

22.12.1940 - 22.01.1941 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Las Palmas

23.01.1941 - 30.01.1941 Ausgelaufen von Las Palmas - Eingelaufen in Bordeaux


Am 22.12.1940 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano die Corvetta Salvatore Todaro von Bordeaux zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, bei den Azorischen- und Kanarischen Inseln. Am 22.01.1941 wurde das Boot in Las Palmas, vom deutschen Versorger Charlotte Schliemann, versorgt. Es konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 14.051 BRT versenken. Nach einer Gesamtdauer von 40 Tagen lief die Commandante Cappellini am 30.01.1941 wieder in Bordeaux ein. → Erfolge



4. Unternehmung

16.04.1941 - 17.05.1941 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 16.04.1941 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano die Corvetta Salvatore Todaro von Bordeaux zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich Irland. Schiffe konnte es auf dieser Unternehmung nicht versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 32 Tagen lief die Commandante Cappellini am 17.05.1941 wieder in Bordeaux ein.



5. Unternehmung

14.08.1941 - 29.09.1941 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 14.08.1941 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano die Corvetta Salvatore Todaro von Bordeaux zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, westlich der Azorischen Inseln. Schiffe konnte es auf dieser Unternehmung nicht versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 47 Tagen lief die Commandante Cappellini am 29.09.1941 wieder in Bordeaux ein.



6. Unternehmung

12.11.1941 - 21.12.1941 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 12.11.1941 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Tenente di Vascello Aldo Lenzi von Bordeaux zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, westlich der Azorischen Inseln. Schiffe konnte es auf dieser Unternehmung nicht versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 40 Tagen lief die Commandante Cappellini am 21.12.1941 wieder in Bordeaux ein.



7. Unternehmung

27.04.1942 - Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux

Am 27.04.1942 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Tenente di Vascello Marco Revedin von Bordeaux zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittel- und Südatlantik. Nach einer Gesamtdauer von 54 Tagen lief die Commandante Cappellini am 19.06.1942 wieder in Bordeaux ein. Commandante Cappellini konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 13.961 BRT versenken. → Erfolge.



8. Unternehmung

21.08.1942 - 17.10.1942 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 21.08.1942 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Tenente di Vascello Marco Revedin von Bordeaux zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, bei den Kapverdischen Inseln. Es beteiligte sich außerdem an der Rettung von Überlebenden des Passagierdampfers Laconia. Es rettete 50 Personen. Schiffe konnten nicht versenkt oder beschädigt werden. Nach einer Gesamtdauer von 58 Tagen lief die Commandante Cappellini am 17.10.1942 wieder in Bordeaux ein.



9. Unternehmung

26.12.1942 - 04.03.1943 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 21.08.1942 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Tenente di Vascello Marco Revedin von Bordeaux zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittel- und Südatlantik, vor Natal, Rio de Janeiro und der Nordwestküste Brasiliens. Schiffe konnten auf dieser Unternehmung nicht versenkt oder beschädigen werden. Nach einer Gesamtdauer von 196 Tagen lief die Commandante Cappellini am 04.03.1943 wieder in Bordeaux ein. Bis Mai 1943 erfolgte der Umbau zu einem Transportboot für Südostasien.



10. Unternehmung

11.05.1943 - 09.07.1943 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Sabang

10.07.1943 - 10.07.1943 Ausgelaufen von Sabang - Eingelaufen in Shonan


Am 11.05.1943 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Walter Auconi von Bordeaux zu seiner 10. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, Südatlantik und dem Indischen Ozean. An Bord hatte es 95 t Ladung inklusive Spezial-Stahl, Aluminium, 2-cm Munition und Maschinenersatzteile. Am 09.07.1943 wurde in Sabang Ergänzung durchgeführt. Nach einer Gesamtdauer von 61 Tagen lief die Commandante Cappellini am 10.07.1943 in Shonan ein.



Verlegungsfahrt

21.08.1943 - 06.09.1943 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Sabang


Am 21.08.1943 lief die Commandante Cappellini unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Walter Auconi von Shonan aus. Das Boot verlegte nach Sabang. Dort wurde die Ladung gelöscht und neue aufgenommen. Nach der Kapitulation Italiens wurde das Boot am 08.09.1943 in Sabang an die Japanische Marine übergeben. Am 23.10.1943 erfolgte, in Shonan, die Übergabe an die Deutsche Kriegsmarine. Die stellte das Boot als UIT 24 in Dienst.



11. Unternehmung

02.02.1944 - 03.02.1944 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Penang

08.02.1944 - 03.04.1944 Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Penang

06.04.1944 - 08.04.1944 Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Shonan


Am 02.02.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Shonan zu seiner 11. Unternehmung aus. Nach Proviant- und Brennstoffaufnahme in Penang, operierte das Boot im Indischen Ozean. Am 18.03.1944 wurde von U 532 mit 90 m³ Brennstoff versorg. Der Rückmarsch führte über Penang (Proviantabgabe, Brennstoffaufnahme), nach Shonan. Nach einer Gesamtdauer von 67 Tagen und zurückgelegten 9.410 sm, lief UIT 24 am 08.04.1944 in Shonan ein. UIT 24 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch UIT 24 - 1. Unternehmung



Verlegungsfahrt

25.05.1944 - 08.06.1944 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Tama


Am 25.05.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Shonan aus. Das Boot verlegte in die Mitsuis Werft, nach Tama (Japan). An Bord waren außerdem noch 34 t Zinn und Wolfram. Nach einer Gesamtdauer von 15 Tagen lief UIT 24 am 08.06.1944 in Tama ein.



Verlegungsfahrt

23.08.1944 - 24.08.1944 Ausgelaufen von Tama - Eingelaufen in Kobe


Am 23.08.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Tama (Japan) aus. Das Boot verlegte nach Kobe (Japan). Nach einer Gesamtdauer von 2 Tagen lief UIT 24 am 24.08.1944 in Kobe ein. Dort wurden U-Boot-Versorgungsgüter an Bord genommen.



Verlegungsfahrt

05.09.1944 - 19.09.1944 Ausgelaufen von Kobe - Eingelaufen in Shonan


Am 05.09.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Kobe (Japan) aus. Das Boot verlegte nach Shonan. Nach einer Gesamtdauer von 15 Tagen lief UIT 24 am 19.09.1944 in Shonan ein. Dort wurden U-Boot-Versorgungsgüter von Bord gegeben und Güter vor Penang geladen.



Verlegungsfahrt

28.09.1944 - 30.09.1944 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Penang


Am 28.09.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Shonan aus. Das Boot verlegte nach Penang. Nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen lief UIT 24 am 30.09.1944 in Penang ein. Dort wurden U-Boot-Versorgungsgüter von Bord gegeben und Nachschubgüter für Shonan geladen.



Verlegungsfahrt

17.10.1944 - 19.10.1944 Ausgelaufen von Penang - Eingelaufen in Shonan


Am 17.10.1944 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Penang aus. Das Boot verlegte nach Shonan. Nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen lief UIT 24 am 19.10.1944 in Shonan ein. Dort wurden U-Boot-Versorgungsgüter von Bord gegeben. Das Boot ging zu Überholungsarbeiten an den Diesel in die Werft.



12. Unternehmung

08.01.1945 - 10.01.1945 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Shonan


Am 08.01.1945 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Shonan zu seiner 12. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Java See. Die Unternehmung mußte, wegen Motorschaden, vorzeitig abgebrochen werden. Nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen und zurückgelegten 501 sm, lief UIT 24 am 10.01.1945 wieder in Shonan ein. UIT 24 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch UIT 24 - 2. Unternehmung.



13. Unternehmung

01.02.1945 - 18.02.1945 Ausgelaufen von Shonan - Eingelaufen in Kobe


Am 01.02.1945 lief UIT 24 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Pahls von Shonan zu seiner 13. Unternehmung aus. Das Boot operierte, auf der Überführung nach Japan, in der Java See und im Pazifik. Nach einer Gesamtdauer von 18 Tagen und zurückgelegten 3.138 sm, lief UIT 24 am 18.02.1945 in Kobe ein. Dort sollten ein Batteriewechsel und die Überholung von Boot und Maschine erfolgen. UIT 24 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch UIT 24 - 3. Unternehmung.


Verbleib

Datum: 10.05.1945
Letzter Kommandant: Heinrich Pahls
Ort: Kobe
Position: 34° 40,52' Nord - 135° 11,28' Ost
Planquadrat: OC 7722
Verlust durch: Übergabe an Japan
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste UIT 24

Verbleib im Detail


Am 10.05.1945, nach der Kapitulation Deutschlands, ging UIT 24 an die Japanische Marine und wurde dort als I-503 in Dienst genommen. Es fiel nach der Kapitulation Japans, als Beute den USA zu. Am 15.04.1946 versenkten die USA das Boot bei Kii Suido, auf Position ca. 33° 40' Nord - 137° --' Ost / Planquadrat OQ 1910.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 175.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 137, 140.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 396, 397.

Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 184.

Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 180 - 186.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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