U 200

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U 199
   U 201

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 200

Bezeichnung: U 200
Typ: IX D2
Bauauftrag: 04.11.1940
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 196 - U 200
Baunummer: 1046
Kiellegung: 03.11.1941
Stapellauf: 10.08.1942
Indienststellung: 22.12.1942
Kommandant: Heinrich Schonder
Feldpostnummer: M - 49 039

Kommandanten

22.12.1942 - 24.06.1943 Kapitänleutnant - Heinrich Schonder

Flottillen

22.12.1942 - 31.05.1943 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.06.1943 - 24.06.1943 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot)


1. Unternehmung

12.06.1943 - 14.06.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Marviken

14.06.1943 - 14.06.1943: Ausgelaufen von Marviken - Eingelaufen in Marviken

15.06.1943 - 24.06.1943: Ausgelaufen von Marviken - Verlust des Bootes


Am 12.06.1943 lief U 200 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Schonder von Kiel zu seiner ersten und gleichzeitig letzten Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung und dem Empfang neuer Befehle in Marviken operierte das Boot im Nordatlantik und im Seegebiet südwestlich von Island. Das Boot gehörte zur U-Boot-Gruppe Monsun und hatte eine Spezialeinheit der Brandenburger-Küstenjäger an Bord, die für Sabotage- und Kommandounternehmen in Südafrika vorgesehen war; im Anschluss sollte das Boot nach Ostasien weiterlaufen. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 13 Tagen wurde U 200 am 24.06.1943 durch ein britisches Flugzeug versenkt. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 200 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 24.06.1943
Letzter Kommandant: Heinrich Schonder
Ort: Nordatlantik
Position: 58° 15' Nord - 25° 25' West
Planquadrat: AL 1589
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 68
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 200

Verbleib im Detail



U 200 wurde am 24.06.1943 im Nordatlantik, südwestlich von Island, durch Wasserbomben einer Consolidated B-24 Liberator H unter dem Kommando von Acting Flight Lieutenant Alexander-William Fraser der britischen RAF Squadron 120 versenkt.

Als die Liberator zum Angriff ansetzte wurde sie von heftigem Flakfeuer empfangen. Durch dieses heftige Flakfeuer des U-Bootes wurde die Maschine in der linke Tragfläche, im Flügeltank, der Hydraulik und dem Rumpf getroffen. Nur zwei der vier Wasserbomben wurden ausgelöst. Sie detonierten jedoch dicht beim U-Boot. Beim zweiten Angriff versagte vermutlich durch die Flaktreffer die Auslösemechanismus der Wasserbomben. Doch U 200 war bereits so schwer beschädigt, dass es sank. Wrackteile und ein Ölteppich, in dem etwa 15 Überlebende schwammen, wurden beobachtet. Jedoch wurde keiner der Überlebenden gerettet. An Bord von U 200 befand sich ein Kommando von sieben Mann der Brandenburger-Küstenjäger, die in Südafrika Sabotageakte durchführen sollten.

Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im Dezember 1987 geändert. Der Angriff durch die Liberator H der britischen 120. Squadron, am 24.06.1943 auf der Position 58° 15' Nord - 25° 25' West, dem früher die Versenkung von U 194 zugeschrieben wurde, war tatsächlich für die Versenkung von U 200 verantwortlich. Die Identität von U 200 wurde anhand von Fotos nachgewiesen, die während des Angriffs von der Liberator H aus gemacht wurden. Die Verluste von U 194 und U 200 wurden daher vertauscht. (Dr. Axel Niestlé - S. 231).


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair "Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 427.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 214.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 97, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 111.

Günther W. Gellermann "Der andere Auftrag" - Bernard & Graefe Verlag 1997 - S. 28 - 29.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 137, 231, 270.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 191.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 107.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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