U 9
Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 9
| Bezeichnung: | U 9 |
| Typ: | II B |
| Bauauftrag: | 20.07.1934 |
| Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |
| Serie: | U 7 - U 12 |
| Baunummer: | 543 |
| Kiellegung: | 08.04.1935 |
| Stapellauf: | 30.07.1935 |
| Indienststellung: | 21.08.1935 |
| Kommandant: | Hans-Günther Looff |
| Feldpostnummer: | M-13068 |
Kommandanten
| 21.08.1935 - 29.09.1935 | Kapitänleutnant - Hans-Günther Looff |
| 30.09.1935 - 01.10.1937 | Kapitänleutnant - Werner von Schmidt |
| 01.10.1937 - 18.09.1939 | Kapitänleutnant - Ludwig Mathes |
| 19.09.1939 - 29.12.1940 | Oberleutnant zur See - Max Schulte |
| 30.12.1939 - 10.06.1940 | Oberleutnant zur See - Wolfgang Lüth |
| 11.06.1940 - 20.10.1940 | Kapitänleutnant - Wolfgang Kaufmann |
| 21.10.1940 - 08.06.1941 | Kapitänleutnant - Joachim Deecke |
| 02.07.1941 - 30.04.1942 | Oberleutnant zur See - Hans-Joachim Schmidt-Weichert |
| 01.05.1942 - 27.10.1942 | Außer Dienst (Auseinanderbau und Überführung zum Schwarze Meer) |
| 28.10.1942 - 15.09.1943 | Kapitänleutnant - Hans-Joachim Schmidt-Weichert |
| 16.09.1943 - 30.03.1944 | Oberleutnant zur See - Heinrich Klapdor |
| 31.03.1944 - 05.04.1944 | Leutnant zur See - Wolf-Dietrich Dehrmann (in Vertretung) |
| 05.04.1944 - 06.04.1944 | Oberleutnant zur See - Martin Landt-Hayen (in Vertretung) |
| 07.04.1944 - 00.06.1944 | Kapitänleutnant - Klaus Petersen |
| 00.06.1944 - 20.08.1944 | Oberleutnant zur See - Heinrich Klapdor |
Flottillen
| 00.09.1935 - 00.08.1939 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Schul- und Einsatzboot in Friedenszeit) |
| 00.09.1939 - 00.09.1939 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Frontboot) |
| 00.10.1939 - 31.12.1939 | U-Flottille Weddigen, Kiel (Schulboot) |
| 01.01.1940 - 30.06.1940 | 1. U-Flottille, Kiel (Frontboot) |
| 01.07.1940 - 31.10.1940 | 24. U-Flottille, Memel (Ausbildungsboot) |
| 01.11.1940 - 18.04.1942 | 21. U-Flottille, Neustadt / Pillau (Schulboot) |
| 00.05.1942 - 30.09.1942 | Außer Dienst (Auseinanderbau und Überführung zum Schwarzen Meer) |
| 28.10.1942 - 20.08.1944 | 30. U-Flottille, Konstanza (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
25.08.1939 - 15.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ludwig Mathes lief U 9 am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie an der schottischen Küste und betrieb Aufklärung vor der britischen Küste. Nach 22 Tagen auf See lief U 9 am 15.09.1939 in Kiel ein. Unmittelbar nach dieser Unternehmung begab sich das Boot vom 16.09.1939 bis zum 09.10.1939 zu notwendigen Instandsetzungsarbeiten in die Krupp Germaniawerft nach Kiel. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 9 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
16.01.1940 - 16.01.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
16.01.1940 - 20.01.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland
22.01.1940 - 22.01.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 16.01.1940 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und der Aufnahme des Eisschutzes in Brunsbüttel operierte das Boot in der Nordsee sowie vor der englischen Küste im Seegebiet vor Kinnairds Head. Der Rückmarsch erfolgte über Helgoland, wo ein Geleit aufgenommen wurde, nach Wilhelmshaven. Nach 7 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 499 sm über und 68,5 sm unter Wasser lief U 9 am 22.01.1940 ohne weitere Zwischenfälle in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 2.367 BRT versenken. → Erfolge U 9
Original Kriegstagebuch U 9 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
05.02.1940 - 05.02.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
06.02.1940 - 14.02.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland
17.02.1940 - 17.02.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 05.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot legte 9 Minen vor dem Moray Firth und operierte im Anschluss in der nördlichen Nordsee. Nach 11 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.099 sm über und 96 sm unter Wasser lief U 9 am 17.02.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 7.208 BRT versenken. Einer dieser Erfolge war besonders folgenschwer, da es sich um einen großen Tanker handelte, der auf eine der gelegten Minen lief und sank. → Erfolge U 9
Original Kriegstagebuch U 9 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
14.03.1940 - 20.03.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 14.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie vor der Küste Südnorwegens und war gezielt zur Bekämpfung britischer U-Boote eingesetzt. Nach 7 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 710 sm über und 63 sm unter Wasser lief U 9 am 20.03.1940 ohne Versenkungserfolge wieder in Wilhelmshaven ein. Diese Unternehmung diente vor allem der defensiven Sicherung der Seegebiete im Vorfeld der bevorstehenden Invasion Norwegens.
Original Kriegstagebuch U 9 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
04.04.1940 - 14.04.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Bergen
14.04.1940 - 24.04.1940: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 04.04.1940 im Rahmen des Unternehmens Weserübung von Wilhelmshaven aus. Das Boot war der Gruppe 3 zugeteilt und operierte in der Nordsee sowie im Nordmeer vor Bergen. Am 14.04.1940 erfolgte in Bergen eine Ergänzung von Brennstoff, Wasser und Proviant. Nach 21 Tagen auf See sowie einer Fahrstrecke von 2.122 sm über und 302 sm unter Wasser lief U 9 am 24.04.1940 ohne Versenkungserfolge in Kiel ein. Trotz der langen Einsatzdauer und der schwierigen Lage im Operationsgebiet kam es auf dieser Unternehmung zu keinen Feindversenkungen.
Original Kriegstagebuch U 9 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
05.05.1940 - 05.05.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
06.05.1940 - 06.05.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland
06.05.1940 - 15.05.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland
15.05.1940 - 15.05.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 05.05.1940 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer Übernachtung in Brunsbüttel operierte das Boot in der Nordsee sowie vor der niederländischen Küste. Nach 11 Tagen auf See sowie einer Fahrstrecke von 870 sm über und 105 sm unter Wasser lief U 9 am 15.05.1940 in Wilhelmshaven ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 2 Schiffe mit 3.811 BRT sowie 1 U-Boot mit 552 ts versenken. Ein besonderer Erfolg dieser Fahrt war die Versenkung eines feindlichen U-Bootes, was für die kleinen Boote vom Typ II eine seltene und fliegerisch anspruchsvolle Leistung darstellte. → Erfolge U 9
Original Kriegstagebuch U 9 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
16.05.1940 - 29.05.1940: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
29.05.1940 - 30.05.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kiel
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Lüth lief U 9 am 16.05.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte im Ärmelkanal und erzielte dabei die Versenkung von 1 Schiff mit 3.256 BRT. Der Rückmarsch führte über Helgoland sowie Wilhelmshaven und durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel. Nach 15 Tagen auf See sowie einer Fahrstrecke von 960 sm über und 141 sm unter Wasser lief U 9 am 30.05.1940 in Kiel ein. → Erfolge U 9
Nach dieser Unternehmung verlegte das Boot zunächst nach Memel und Pillau, bevor es für eine Überholung in die Werft nach Kiel ging. Dort wurde U 9 im Mai 1942 außer Dienst gestellt und für einen außergewöhnlichen Land- und Wasser-Transport zerlegt. Über die Elbe, die Autobahn und die Donau wurde das Boot in das Schwarze Meer verbracht, in Galatz wieder zusammengebaut und schließlich der 30. U-Flottille in Konstanza zugeteilt.
Original Kriegstagebuch U 9 - 7. Unternehmung
Verlegungsfahrt
29.10.1942 - 29.10.1942: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Sulina
30.10.1942 - 30.10.1942: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 29.10.1942 von Galatz aus. Nach dem Wiederzusammenbau in der rumänischen Werft und der anschließenden Wiederindienststellung verlegte das Boot über Sulina nach Konstanza. Nach einem Tag lief U 9 am 30.10.1942 an seinem neuen Stützpunkt ein. Dieser außergewöhnliche Transfer über den Land- und Wasserweg (Elbe-Donau-Kanal) ermöglichte es der Kriegsmarine, die kleinen Typ-II-Boote trotz der gesperrten Dardanellen im Schwarzen Meer einzusetzen.
8. Unternehmung
11.11.1942 - 01.12.1942: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 11.11.1942 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer zur Überwachung der sowjetischen Versorgungsrouten. Nach 21 Tagen sowie einer Fahrstrecke von zirka 3.000 sm über und 271,9 sm unter Wasser lief U 9 am 01.12.1942 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Diese erste Feindfahrt im neuen Operationsgebiet war durch die schwierigen navigatorischen Bedingungen und die starke sowjetische Luftüberwachung geprägt.
Original Kriegstagebuch U 9 - 8. Unternehmung (als Kopie sehr schlechte Qualität)
9. Unternehmung
19.12.1942 - 07.01.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 19.12.1942 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer zur Überwachung der sowjetischen Küstenwege. Nach 20 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 2.219 sm über und 153,1 sm unter Wasser lief U 9 am 07.01.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Diese Unternehmung über den Jahreswechsel war durch die winterliche Wetterlage im Schwarzen Meer und die zunehmende feindliche Abwehr in den Operationsgebieten geprägt.
Original Kriegstagebuch U 9 - 9. Unternehmung
10. Unternehmung
03.02.1943 - 05.02.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
06.02.1943 - 26.02.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Feodosia
27.02.1943 - 03.03.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 03.02.1943 von Konstanza aus. Nach einer Brennstoffergänzung sowie notwendigen Schweißarbeiten in Feodosia operierte das Boot im Schwarzen Meer und vor der kaukasischen Küste. Der Rückmarsch führte erneut über Feodosia, wo eine Ergänzung von Brennstoff, Öl, Trinkwasser und Proviant erfolgte. Nach 29 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.042,9 sm über und 316,1 sm unter Wasser lief U 9 am 03.03.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Die Unternehmung im kaukasischen Küstengebiet war durch die verstärkte sowjetische Küstenüberwachung und schwierige Instandsetzungsbedingungen in den Feldstützpunkten gekennzeichnet.
Original Kriegstagebuch U 9 - 10. Unternehmung
11. Unternehmung
17.04.1943 - 10.05.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 26.08.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer und vor der kaukasischen Küste. Nach 24 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.968,2 sm über und 250,5 sm unter Wasser lief U 9 am 15.09.1943 wieder in Konstanza ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Das Boot meldete während der Fahrt mehrere Angriffe durch sowjetische Flugzeuge, die jedoch keine schweren Schäden verursachten.
Original Kriegstagebuch U 9 - 11. Unternehmung
12. Unternehmung
20.05.1943 - 09.06.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
10.06.1943 - 12.06.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 20.05.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer vor Suchumi. Der Rückmarsch führte über Feodosia, wo eine Ergänzung von Brennstoff und Proviant erfolgte, zurück nach Konstanza. Nach 24 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.043,1 sm über und 179,6 sm unter Wasser lief U 9 am 12.06.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein.
Original Kriegstagebuch U 9 - 12. Unternehmung
13. Unternehmung
16.06.1943 - 16.06.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sulina
17.06.1943 - 17.06.1943: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Galatz
17.08.1943 - 17.08.1943: Ausgelaufen von Galatz - Eingelaufen in Sulina
18.08.1943 - 19.08.1943: Ausgelaufen von Sulina - Eingelaufen in Konstanza
26.08.1943 - 06.09.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Jalta
06.09.1943 - 06.09.1943: Ausgelaufen von Jalta - Eingelaufen in Sewastopol
09.09.1943 - 10.09.1943: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Schmidt-Weichert lief U 9 am 16.06.1943 von Konstanza aus. Das Boot verlegte über Sulina nach Galatz, um dort eine große Werftliegezeit zu absolvieren. Nach Abschluss der Arbeiten kehrte das Boot am 17.08.1943 über Sulina nach Konstanza zurück, wo es am 19.08.1943 einlief.
Am 26.08.1943 lief U 9 zur nächsten Unternehmung aus Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste. Der Rückmarsch führte über Jalta und Sewastopol, wo eine Brennstoffergänzung erfolgte, zurück nach Konstanza. Nach 15 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.661 sm über und 157,6 sm unter Wasser lief U 9 am 10.09.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein.
Original Kriegstagebuch U 9 - 13. Unternehmung
14. Unternehmung
02.10.1943 - 23.10.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
24.10.1943 - 06.11.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Klapdor lief U 9 am 02.10.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste. Am 23.10.1943 erfolgte in Feodosia eine Ergänzung von Brennstoff, Wasser und Proviant, woraufhin die Unternehmung unmittelbar fortgesetzt wurde. Nach 36 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.508,1 sm über und 501,3 sm unter Wasser lief U 9 am 06.11.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Während dieser Fahrt kam es zu mehreren Angriffen durch sowjetische Fliegerkräfte, die das Boot jedoch ohne schwere Schäden überstand.
Original Kriegstagebuch U 9 - 14. Unternehmung
15. Unternehmung
28.11.1943 - 16.12.1943: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
16.12.1943 - 25.12.1943: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Klapdor lief U 9 am 28.11.1943 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste. Am 16.12.1943 erfolgte in Feodosia die Aufnahme von Brennstoff und Motorenöl. Nach 28 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 3.073,7 sm über und 258,6 sm unter Wasser lief U 9 am 25.12.1943 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein. Im Anschluss an diese Unternehmung begab sich das Boot für den Wechsel der Batterie sowie den Einbau eines neuen 2-cm-Geschützes in die Werft.
Original Kriegstagebuch U 9 - 15. Unternehmung
16. Unternehmung
21.02.1944 - 25.02.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Sewastopol
26.02.1944 - 28.02.1944: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Klapdor lief U 9 am 21.02.1944 von Konstanza aus. Bereits kurz nach dem Auslaufen zwangen auftretende Maschinenstörungen das Boot zum Abbruch der Unternehmung und zum Rückmarsch. In Sewastopol erfolgte die Abgabe der Torpedos, bevor das Boot den Stützpunkt in Konstanza anlief. Nach 8 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 595,7 sm über und 38,9 sm unter Wasser lief U 9 am 28.02.1944 ohne Versenkungserfolge wieder ein.
Original Kriegstagebuch U 9 - 16. Unternehmung
17. Unternehmung
23.03.1944 - 30.03.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Feodosia
31.03.1944 - 01.04.1944: Ausgelaufen von Feodosia - Eingelaufen in Jalta
01.04.1944 - 02.04.1944: Ausgelaufen von Jalta - Eingelaufen in Sewastopol
05.04.1944 - 06.04.1944: Ausgelaufen von Sewastopol - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Klapdor lief U 9 am 23.03.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer und übernahm am 30.03.1944 in Feodosia Brennstoff, Schmieröl und Proviant. Während des Aufenthalts wurde das Boot bei einem sowjetischen Luftangriff beschädigt und der Kommandant verwundet. Nach dem Auslaufen und einem Zwischenstopp in Jalta lief U 9 am 02.04.1944 zu Reparaturen an der Antriebsanlage in Sewastopol ein. Nach insgesamt 14 Tagen sowie einer Fahrstrecke von 1.390,3 sm über und 73,4 sm unter Wasser lief das Boot am 06.04.1944 ohne Versenkungserfolge wieder in Konstanza ein.
Original Kriegstagebuch U 9 - 17. Unternehmung
18. Unternehmung
26.04.1944 - 28.05.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Klaus Petersen lief U 9 am 26.04.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste zur Überwachung der sowjetischen Nachschubwege. Nach 33 Tagen lief U 9 am 28.05.1944 wieder in seinem Stützpunkt ein. Auf dieser Unternehmung gelang die Beschädigung von 1 Torpedoboot mit 490 ts. Während des Einsatzes kam es mehrfach zu Feindberührungen mit sowjetischen Sicherungskräften. → Erfolge U 9
Original Kriegstagebuch U 9 - 18. Unternehmung
19. Unternehmung
15.07.1944 - 11.08.1944: Ausgelaufen von Konstanza - Eingelaufen in Konstanza
Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinrich Klapdor lief U 9 am 15.07.1944 von Konstanza aus. Das Boot operierte im Schwarzen Meer sowie vor der kaukasischen Küste. Nach 28 Tagen lief U 9 am 11.08.1944 ohne Versenkungserfolge wieder in seinem Stützpunkt ein. Während dieser Unternehmung wurde das Boot am 20.07.1944 von einem sowjetischen Flugzeug angegriffen und durch Bordwaffenbeschuss sowie Wasserbomben beschädigt, konnte den Einsatz jedoch zunächst fortsetzen.
Original Kriegstagebuch U 9 - 19. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 20.08.1944 |
| Letzter Kommandant: | Heinrich Klapdor |
| Ort: | Konstanza |
| Position: | 44° 10' Nord - 28° 41' Ost |
| Planquadrat: | CL 1458 |
| Verlust durch: | Bombentreffer |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | 26 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 9 |
Verbleib im Detail
Am 20.08.1944 wurde U 9 um 10:30 Uhr während eines massiven sowjetischen Luftangriffs auf den Stützpunkt Konstanza durch Bombentreffer zerstört. An dem Angriff waren insgesamt 62 Bomber sowie 80 Jagd- und Schlachtflugzeuge beteiligt.
Nach dem Ende der Kampfhandlungen wurde das Boot am 22.10.1944 durch den sowjetischen Havariedienst der Schwarzmeerflotte gehoben und Ende März 1945 zur Reparatur in ein Dock sowie später zur Werft nach Nikolaev überführt. Am 19.04.1945 erfolgte die offizielle Aufnahme in die sowjetische Schwarzmeerflotte unter der Bezeichnung TS-16. Im Oktober 1945 wurde das Boot einer sowjetischen U-Boot-Lehrdivision in Sewastopol zugeteilt. Aufgrund ständiger technischer Störungen wurde U 9 am 25.11.1945 als kampfuntauglich ausgegliedert und zur Verschrottung vorgesehen. Die endgültige Freigabe zum Abwracken erfolgte am 12.12.1946.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 49, 120, 124, 138, 148, 150, 155, 178, 210, 220.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 15, 23, 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 284, 285.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 14, 15.
Gerd Enders: "Auch kleine Igel haben Stacheln" - Koehler in Maximilian Verlag GmbH &. Co. KG 1984.
Gerd Enders: "Deutsche U-Boote zum Schwarzen Meer" - Koehler in Maximilian Verlag GmbH &. Co. KG 1984.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 120.
Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 22-34.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.