U 8

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 7
   U 9

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 8

Bezeichnung: U 8
Typ: II B
Bauauftrag: 20.07.1934
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 7 - U 12
Baunummer: 542
Kiellegung: 25.03.1935
Stapellauf: 16.07.1935
Indienststellung: 05.08.1935
Kommandant: Harald Grosse
Feldpostnummer: M-06994

Kommandanten

05.08.1935 - 03.11.1936 Kapitänleutnant - Harald Grosse
04.11.1936 - 23.06.1938 Nicht ermittelt
24.06.1938 - 05.09.1938 Oberleutnant zur See - Georg Peters
02.09.1938 - 29.10.1938 Kapitänleutnant - Otto Schuhart (in Vertretung)
06.09.1939 - 13.10.1939 Kapitänleutnant - Wolf-Harro Stiebler
14.10.1939 - 30.11.1939 Kapitänleutnant - Heinrich Lehmann-Willenbrock
01.12.1939 - 04.05.1940 Oberleutnant zur See - Georg-Heinz Michel
05.05.1940 - 04.06.1940 Kapitänleutnant - Eitel-Friedrich Kentrat
17.05.1940 - 09.06.1940 Leutnant zur See - Heinz Stein (in Vertretung)
10.06.1940 - 06.07.1940 Oberleutnant zur See - Walter Kell (in Vertretung)
07.07.1940 - 28.07.1940 Oberleutnant zur See - Hans-Jürgen Zetzsche (in Vertretung)
29.07.1940 - 12.09.1940 Kapitänleutnant - Eitel-Friedrich Kentrat
13.09.1940 - 17.12.1940 Oberleutnant zur See - Walter Kell
18.12.1940 - 25.04.1941 Kapitänleutnant - Heinrich Heinsohn
26.04.1941 - 22.05.1941 Kapitänleutnant - Ulrich Borcherdt
23.05.1941 - 31.07.1941 Oberleutnant zur See - Rolf Steinhaus
01.08.1941 - 16.05.1942 Oberleutnant zur See - Horst Deckert
17.05.1942 - 15.03.1943 Oberleutnant zur See - Rudolf Hoffmann
16.03.1943 - 12.05.1944 Oberleutnant zur See - Alfred Werner
13.05.1944 - 24.11.1944 Oberleutnant zur See - Jürgen Iversen
25.11.1944 - 31.03.1945 Oberleutnant zur See - Jürgen Kriegshammer

Flottillen

00.09.1935 - 03.01.1940 U-Bootschulflottille, Neustadt in Holstein (Schulboot)
04.01.1940 - 12.04.1940 U-Bootabwehrschule, Kiel (Schulboot)
13.04.1940 - 30.06.1940 1. U-Flottille, Kiel (Frontboot)
01.07.1940 - 17.12.1940 24. U-Flottille, Memel (Schulboot)
18.12.1940 - 31.03.1945 22. U-Flottille, Gotenhafen / Wilhelmshaven (Schulboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

10.05.1940 - 10.05.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Pillau

13.05.1940 - 13.05.1940: Ausgelaufen von Pillau - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat lief U 8 am 10.05.1940 aus Kiel aus. Das Boot verlegte von Kiel zur U-Bootschulflottille nach Pillau, um dort an geplanten Übungen teilzunehmen. Nach der Absolvierung des Ausbildungsprogramms erfolgte der Rückmarsch nach Kiel. Nach 4 Tagen lief U 8 am 13.05.1940 wieder in seinem Ausgangshafen ein. Diese Verlegung diente der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Besatzung im Rahmen der Flottillenausbildung in der Ostsee.



1. Unternehmung

19.05.1940 - 19.05.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

20.05.1940 - 06.06.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland

06.06.1940 - 07.06.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat lief U 8 am 19.05.1940 aus Kiel aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und der Aufnahme eines Geleits in Brunsbüttel operierte das Boot in der Nordsee sowie im Nordatlantik. Während dieser Unternehmung verletzte sich der Kommandant bei der Explosion des Freilots. Nach 20 Tagen auf See sowie einer Fahrstrecke von zirka 1.700 sm über und 242 sm unter Wasser lief U 8 am 07.06.1940 ohne Versenkungserfolge wieder in Kiel ein. Dieser Einsatz markierte eine der wenigen Vorstöße der kleinen Typ-II-Boote in den Randbereich des Nordatlantiks.

Original Kriegstagebuch U 8 - 1. Unternehmung



Verlegungsfahrt

26.07.1940 - 28.07.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Memel


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Zetzsche lief U 8 am 26.07.1940 aus Kiel aus. Das Boot verlegte zur 24. U-Flottille nach Memel, um dort fortan als Schulboot für die Ausbildung künftiger Kommandanten eingesetzt zu werden. Nach 2 Tagen lief U 8 am 28.07.1940 in Memel ein. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte die weitere Verlegung nach Pillau, wo das Boot seinen Dienst als Ausbildungsfahrzeug innerhalb der Schulflottillen fortsetzte.



Verlegungsfahrt

26.01.1945 - 31.01.1945: Ausgelaufen von Pillau - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Kriegshammer lief U 8 am 26.01.1945 aus Pillau aus. Im Zuge der Räumung des Stützpunktes verlegte das Boot im Verband mit dem U-Boot-Begleitschiff Weichsel und 28 weiteren U-Booten über die Ostsee nach Kiel. Nach 5 Tagen lief U 8 am 31.01.1945 in Kiel ein. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte die weitere Verlegung nach Wilhelmshaven, wo das Boot schließlich das Ende seiner aktiven Dienstzeit erreichte.


Verbleib

Datum: 05.05.1945
Letzter Kommandant: Jürgen Kriegshammer
Ort: Wilhelmshaven
Position: 53° 31' Nord - 08° 10' Ost
Planquadrat: AN 9815
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 8

Verbleib im Detail



Am 05.05.1945 wurde U 8 in der Raederschleuse in Wilhelmshaven im Rahmen der Aktion Regenbogen zusammen mit 22 weiteren U-Booten von der eigenen Besatzung versenkt. Das Boot befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit dem 31.03.1945 außer Dienst. Im Oktober 1945 wurde das Wrack von britischen Truppen mit geballten Ladungen gesprengt und anschließend verschrottet. Damit endete die Geschichte von U 8 als einem der langlebigsten Schulboote der Kriegsmarine.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 33, 49, 84, 95, 105, 111, 120, 122, 133, 142, 161, 177, 219, 232, 233, 235, 262, 263.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 15, 27, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 358, 368.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 31.

Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 20-21.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 7
   U 9