U 160
Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 160
| Bezeichnung: | U 160 |
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 23.12.1939 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 153 - U 160 |
| Baunummer: | 1010 |
| Kiellegung: | 21.11.1940 |
| Stapellauf: | 12.07.1941 |
| Indienststellung: | 16.10.1941 |
| Kommandant: | Georg Lassen |
| Feldpostnummer: | M - 40 802 |
Kommandanten
| 16.10.1941 - 14.06.1943 | Kapitänleutnant - Georg Lassen |
| 15.06.1943 - 14.07.1943 | Oberleutnant zur See - Gerd von Pommer-Esche |
Flottillen
| 16.10.1941 - 28.02.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.03.1942 - 14.07.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
24.02.1942 - 24.02.1942 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
Am 24.02.1942 lief U 160 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Georg Lassen von Wilhelmshaven zu seiner ersten Unternehmung aus. Das Boot verlegte für eine Funkbeschickung sowie verschiedene Trimmversuche nach Helgoland. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 1 Tag lief U 160 noch am selben Tag in Helgoland ein.
1. Unternehmung
01.03.1942 - 28.04.1942 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Lorient
Am 01.03.1942 lief U 160 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Georg Lassen von Helgoland aus. Die Operationen des Bootes führten in den Nordatlantik sowie vor die Ostküste der Vereinigten Staaten, wobei insbesondere die Seegebiete um Kap Hatteras, Kap Lookout und Norfolk angelaufen wurden. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 59 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 8.720,8 sm lief U 160 am 28.04.1942 in Lorient ein. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 5 Schiffen mit 36.731 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 6.837 BRT. → Erfolge U 160.
Original Kriegstagebuch U 160 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
20.06.1942 - 24.08.1942 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 20.06.1942 lief U 160 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Georg Lassen von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet südöstlich von Trinidad. Während des Einsatzes wurde am 05.08.1942 U 162 mit 20 m³ Brennstoff, 300 Litern Motorenöl und Proviant versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 66 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 9.904 sm kehrte U 160 am 24.08.1942 nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Fahrt beläuft sich auf die Versenkung von 6 Schiffen mit 29.281 BRT sowie die Beschädigung eines Schiffes mit 6.161 BRT. → Erfolge U 160.
Original Kriegstagebuch U 160 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
23.09.1942 - 09.12.1942 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 23.09.1942 lief U 160 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Lassen von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie in den Gewässern um Trinidad. Während dieses Einsatzes erfolgten zwei Versorgungen: Am 05.10.1942 wurden durch U 461 Verdichter-Ersatzteile sowie Frischbrot und Frischfleisch übergeben. Eine weitere Ergänzung der Vorräte fand am 03.12.1942 durch U 118 statt, wobei U 160 20 m³ Brennstoff übernahm. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 78 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 11.627,7 sm machte U 160 am 09.12.1942 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 8 Schiffen mit 44.865 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 6.197 BRT. → Erfolge U 160.
Original Kriegstagebuch U 160 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
06.01.1943 - 10.05.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Bordeaux
Am 06.01.1943 lief U 160 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Lassen von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet erstreckte sich über den Südatlantik und die Gewässer vor Südafrika bis in den Indischen Ozean. Im Verlauf dieser weiten Fahrt wurde das Boot mehrfach versorgt: Am 04.02.1943 übergab U 459 98 m³ Brennstoff, 3.000 Liter Schmieröl, Ersatzteile sowie 8.150 kg Proviant. Einen Tag später, am 05.02.1943, erfolgte eine weitere Ergänzung durch U 459 mit 11 m³ Brennstoff und einem Torpedo. Zuletzt übernahm U 160 am 28.04.1943 von U 117 16 m³ Treiböl und Proviant für eine Woche. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 125 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 18.066,9 sm lief U 160 am 10.05.1943 in Bordeaux ein. Die Bilanz dieser Unternehmung beläuft sich auf die Versenkung von 7 Schiffen mit 45.205 BRT sowie die Beschädigung von 2 weiteren Schiffen mit 15.224 BRT. → Erfolge U 160.
Original Kriegstagebuch U 160 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
28.06.1943 - 14.07.1943 Ausgelaufen von Bordeaux - Verlust des Bootes
Am 28.06.1943 lief U 160 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Gerd von Pommer-Esche von Bordeaux zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie im Seegebiet südlich der Azoren. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 17 Tagen wurde U 160 am 14.07.1943 durch zwei US-amerikanische Flugzeuge versenkt. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 160 - 5. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 14.07.1943 |
| Letzter Kommandant: | Gerd von Pommer-Esche |
| Ort: | Mittelatlantik |
| Position: | 33° 54' Nord - 27° 13' West |
| Planquadrat: | DG 2399 |
| Verlust durch: | Wasserbomben und Mark 24 Fido-Torpedo |
| Tote: | 51 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 160 |
Verbleib im Detail
U 160 wurde am 14.07.1943 im Mittelatlantik, südlich der Azoren, durch eine Grumman F4F Wildcat F-1 unter Lieutenant Harry-Brinkley Bass sowie eine Grumman TBF Avenger T-5 unter Lieutenant Junior Grade John-Holme Ballantine der Squadron VC-29 des US-Geleitflugzeugträgers USS Santee (CVE-29) unter dem Kommando von Captain Harold-Foster Fick versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 14.07.43 im Mittelatlantik südlich der Azoren durch eine >>Wildcat<< und eine Avenger-Maschine des US-Geleitträgers SANTEE (Squadron VC-29) durch Bordwaffenbeschuß und eine akustischen Torpedo (Fido) versenkt. In einer heftigen Unterwasserdetonation fand U 160 sein Ende. U 160 sollte am 14.07.43 mit U 487 zusammen als Hilfstanker Monsun-U-Boote, die auf dem Weg in den Indischen Ozean waren, versorgen. Zitat Ende.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 116.
Clay Blair schreibt dazu:
Wegen der Bedeutung der Aufgabe, mit denen Metz Tanker U 487 betraut worden war, befahl die Führung dem IXC-Boot U 160 unter dem neuen Kommandanten Gerd von Pommer-Esche, 25 Jahre alt, das am 28. Juni von Bordeaux auslief, U 487 zu unterstützen. Folglich war er schon unterwegs zu dem Treffen mit U 487, als der Tanker versenkt wurde.
U 160 befand sich noch ein gutes Stück südlich der Position von U 487. als am Morgen des 14. Juli eine Wildcat und eine Avenger der Santee das Boot entdeckten. H. Brinkley Bass in der Wildcat ging tiefer und griff mit den Maschinengewehren an. John H. Ballantine in der Avenger folgte hinter ihm mit Wasserbomben und einem Fido. Im Gegensatz zu den neuen ständigen Befehl tauchte Pommer-Esche und bot ein ideales Ziel für den Fido. Ballantine löste den Fido aus; vermutlich hat er U 160 getroffen, weil von dem Boot nie wieder etwas gehört wurde. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 476 - 477.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 476, 477.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 140, 181.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 57, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 116.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 124, 125.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 119, 266, 270.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 272 - 288.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.