Aase
Stammdaten
| Nationalität: | Dänemark |
Aase
|
| Typ: | Dampffrachtschiff | |
| Baujahr: | 1924 | |
| Bauwerft: | Kjøbenhavns Flydedok og Skibsværft Kopenhagen | |
| Reederei: | A. Schmiegelow & Axel Kampen Kopenhagen | |
| Heimathafen: | Kopenhagen | |
| Kapitän: | Hans Kristian Nielsen |
Technische Daten & Bewaffnung
| Tonnage (BRT): | 1.206 BRT |
| Tragfähigkeit (DWT): | 1.920 t |
| Länge: | 72.00 m |
| Breite: | 11.00 m |
| Tiefgang: | 4.60 m |
| Maschinenanlage: | - |
| Leistung: | - |
| Schrauben: | - |
| Geschwindigkeit: | 8,5 kn (16 km/h) |
| Bewaffnung: | Nein |
Route & Fracht
| Route: | Valencia → Bristol |
| Auslaufdatum: | - |
| Fracht: | Südfrüchte |
| Geleitzug: | Einzelfahrer |
Der Angriff
| U-Boot: | U 37 |
| Kommandant: | Werner Hartmann |
| Datum: | 15.02.1940 |
| Ort: | Nordatlantik, nordwestlich von Ouessant |
| Position: | 49° 17' Nord - 08° 15' West |
| Planquadrat: | BF 1992 |
| Waffe: | 1 × Torpedo |
Angriff im Detail
Das deutsche U-Boot U 37 kreuzte am 15.02.1940 bei Dunkelheit an der Oberfläche des Nordatlantiks. Um 05:16 Uhr sichtete die Brückenwache einen ungeleiteten Dampfer. Da für alle Schiffe in der Kriegszone eine strikte Verdunkelung galt, steuerte Kommandant Werner Hartmann das U-Boot sofort in eine günstige Schussposition für einen Überwasserangriff. Um 05:45 Uhr feuerte U 37 einen Torpedo ab. Da es sich um ein unbewaffnetes Frachtschiff handelte, erfolgte der Angriff ohne Vorwarnung.
Der Torpedo traf die Aase achtern am Heck. Die Wucht des Treffers im hinteren Bereich des Rumpfes war verheerend. An der Einschlagstelle stieg eine große rötliche Glutwolke auf. Der Stahlrumpf hielt den enormen Kräften nicht stand und das Schiff zerbrach sofort in zwei Teile. Durch die schweren Zerstörungen im Heckbereich und den raschen Wassereinbruch sank die Aase innerhalb weniger Minuten.
Aufgrund des sofortigen Auseinanderbrechens des Schiffes und der Dunkelheit blieb der Besatzung keine Zeit, die Rettungsboote geordnet auszubringen. Fünfzehn Männer, darunter Kapitän Nielsen, kamen entweder unmittelbar durch die Detonation ums Leben oder ertranken im eiskalten Wasser des Nordatlantiks. Nur einem einzigen Besatzungsmitglied gelang es, sich aus dem sinkenden Wrack zu befreien und sich an einem treibenden Wrackteil beziehungsweise einem Rettungsfloß festzuhalten.
U 37 setzte anschließend seine Feindfahrt fort und überließ die Trümmer ihrem Schicksal. Der einzige Überlebende trieb fast zwei Tage schutzlos auf dem winterlichen Nordatlantik, bevor er am 17.02.1940 vom britischen Zerstörer HMS Verity (D.63) entdeckt und gerettet wurde.
Der Kapitän und 14 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
Quellen & Literatur
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg - 1939 - 1945 - Deutsche U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 13.
Erich Gröner: "Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944" 1976 - J.F. Lehmanns Verlag 1976 - S. 12.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 223.
Jürgen Rohwer: "Axis Submarine Successes of World War Two 1939 - 1945" - Greenhill Books Verlag 1998 - S. 14.
Kriegstagebuch U 37: 3. Unternehmung Seite 16.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Alle Angaben ohne Gewähr
Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com