Fregattenkapitän

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Fregattenkapitän


Der Rang eines Fregattenkapitäns war in der Kriegsmarine des Dritten Reiches der mittlere Dienstgrad der Stabsoffiziere und entsprach dem Rang eines Oberstleutnants im Heer und in der Luftwaffe. Er stand zwischen dem Korvettenkapitän und dem Kapitän zur See und wurde Offizieren verliehen, die sich nach mehreren Bord- und Stabsverwendungen als Führer größerer Verbände oder Dienststellen bewährt hatten. Fregattenkapitäne verfügten in der Regel bereits über umfangreiche Seeerfahrung und gehörten zu den erfahrenen Führungsoffizieren der Kriegsmarine.

Innerhalb der U-Boot-Waffe übernahmen Fregattenkapitäne verantwortungsvolle Aufgaben in der operativen Führung, Ausbildung und Organisation. Sie waren als Kommandeure von U-Boot-Lehrdivisionen, Leiter größerer Ausbildungs- und Ersatzverbände oder als Abteilungschefs im Stab des Befehlshabers der Unterseeboote (BdU) beziehungsweise im Oberkommando der Kriegsmarine eingesetzt. Darüber hinaus wirkten sie an der Einsatzplanung, der Weiterentwicklung taktischer Verfahren sowie an der Einführung neuer U-Boot-Typen mit und bildeten das Bindeglied zwischen den Frontverbänden und der höheren Marineführung.

Rang- & Laufbahnabzeichen


In der Kriegsmarine wurde der Fregattenkapitän durch die Rangabzeichen eines höheren Stabsoffiziers kenntlich gemacht. Die Schulterstücke bestanden aus einem reich geflochtenen silberfarbenen Doppelgeflecht auf marineblauer Unterlage. Angehörige der Ingenieurlaufbahn trugen zusätzlich einen vergoldeten Rangstern („Pickel“), während die verschiedenen Offizierslaufbahnen durch die entsprechenden Laufbahnabzeichen unterschieden wurden. Die Ärmelabzeichen bestanden ursprünglich aus vier goldenen Rangstreifen von jeweils 1,6 cm Breite mit dem goldenen fünfzackigen Stern der Seeoffizierslaufbahn darüber. Mit Verfügung vom 27. Juli 1940 (MV 40, Nr. 544) wurde für neu zum Fregattenkapitän beförderte Offiziere eine neue Rangabzeichenregelung mit drei Ärmelstreifen eingeführt. Durch Verfügung vom 25. Februar 1944 (MV 44, Nr. 93) wurde schließlich allgemein die bis Kriegsende gültige Ausführung mit drei Streifen und einem schmalen Zwischenstreifen zwischen den beiden oberen Rangstreifen eingeführt.

Zur Uniform gehörte die dunkelblaue Schirmmütze mit vergoldetem Hoheitsabzeichen und Kokarde. Der Schirm war mit einer etwa 1,8 cm breiten goldenen Eichenlaubstickerei versehen und entsprach damit der Uniformierung der Stabsoffiziere. Die Kombination aus Schulterstücken, Ärmelabzeichen und Schirmstickerei kennzeichnete den Fregattenkapitän eindeutig als Angehörigen der höheren Offizierslaufbahn der Kriegsmarine.



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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com