1. U-Ausbildungsabteilung
1. U-Ausbildungsabteilung
Die 1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.) war eine Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine zur Grundausbildung des Personals der U-Boot-Waffe. Sie vermittelte die ersten fachlichen Kenntnisse des U-Boot-Dienstes und bildete die Verbindung zwischen der allgemeinen militärischen Ausbildung und der weiterführenden Spezialausbildung an den Unterseeboot-Lehrdivisionen.
Historischer Kontext und Organisation
Die 1. Unterseebootsausbildungsabteilung wurde im Februar 1940 in Plön (Holstein) aufgestellt. Ab April 1941 führte sie die offizielle Bezeichnung 1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.). Sie gehörte zum Ausbildungssystem der U-Boot-Waffe und unterstand im Verlauf des Krieges dem Höheren Kommandeur der Unterseebootausbildung (H.K.U.).
Ihre Aufgabe bestand darin, das Personal auf die besonderen Anforderungen des Dienstes an Bord von Unterseebooten vorzubereiten und die Grundlagen für die anschließende Spezialausbildung zu vermitteln.
Ausbildungsinhalte
Zum Ausbildungsprogramm gehörten unter anderem:
- Grundlagen des U-Boot-Dienstes
- Aufbau und Einrichtungen eines Unterseebootes
- Sicherheitsbestimmungen
- Tauch- und Alarmdienst
- Grundkenntnisse der Bordtechnik
- seemännische Grundausbildung
- militärischer Dienst
- Vorbereitung auf die weiterführenden Fachlehrgänge
Die Ausbildung verband theoretischen Unterricht mit praktischen Übungen und bildete die erste Stufe der eigentlichen U-Boot-Ausbildung.
Kommandeure
Februar 1940 – Mai 1940:
Fregattenkapitän Hans Rose
Juni 1940 – November 1941: Fregattenkapitän Albrecht Schmidt
November 1941 – April 1943: Kapitän zur See Lothar Zechlin
Juli 1943 – Februar 1945: Fregattenkapitän Friedrich Karl Schünemann
Februar 1945 – Mai 1945: Fregattenkapitän Hans Pauckstadt
Bedeutung für die U-Boot-Waffe
Die 1. U.A.A. bildete die erste Stufe der eigentlichen U-Boot-Ausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss erfolgte die Versetzung zu weiterführenden Ausbildungseinrichtungen der Unterseeboot-Waffe, insbesondere zu den Unterseeboot-Lehrdivisionen.
Sie stellte damit einen wichtigen Bestandteil des mehrstufigen Ausbildungssystems der Kriegsmarine dar und legte die Grundlagen für die spätere Verwendung auf Schul- und Frontbooten.
Art der Einrichtung
- 1. Unterseebootsausbildungsabteilung – Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine
- Unterseeboot-Lehrdivision – weiterführende Ausbildungseinrichtung der U-Boot-Waffe
- Höherer Kommandeur der Unterseebootausbildung – Ausbildungsführung der U-Boot-Waffe
Quellen im Bundesarchiv
BArch RM 123:
Unterlagen der Unterseebootsausbildungsabteilungen und des Ausbildungswesens der U-Boot-Waffe.
BArch PERS 6: Personalunterlagen der Angehörigen der U-Boot-Waffe mit Nachweisen über Ausbildungsstationen und Kommandierungen.
Literatur
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.:
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.
Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2002.
Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bernard & Graefe Verlag, 1994.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com