2. U-Lehrdivision
2. U-Bootslehrdivision
Die 2. U-Bootslehrdivision (2. U.L.D.) war eine Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, die der fachlichen und praktischen Ausbildung von Personal der U-Boot-Waffe diente. Zu ihren Aufgaben gehörten insbesondere die Ausbildung von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften für den Dienst auf U-Booten sowie die Durchführung verschiedener Fachlehrgänge.
Historischer Kontext und Organisation
Die 2. U-Bootslehrdivision wurde während des Ausbaus der deutschen U-Boot-Ausbildung im Zweiten Weltkrieg aufgestellt. Ihr Hauptstandort befand sich in Gotenhafen, einem der wichtigsten Ausbildungszentren der U-Boot-Waffe. Im Verlauf des Krieges wurde die Ausbildung den steigenden personellen und technischen Anforderungen der U-Boot-Flotte angepasst.
Die Division arbeitete eng mit den U-Boot-Schulflottillen sowie weiteren Ausbildungseinrichtungen der Kriegsmarine zusammen. Neben der theoretischen Ausbildung spielte die praktische Ausbildung an Bord von Schulbooten eine wesentliche Rolle.
Standorte
- Gotenhafen – Hauptstandort der Division und Sitz des Stabes (November 1940 bis Januar 1945).
- Wohnschiff Wilhelm Gustloff – Ab dem 20. November 1940 der Division und der 22. U-Flottille als Unterkunftsschiff zugeteilt.
- Wilhelmshaven – Nach der Räumung Gotenhafens verlegte die 22. U-Flottille dorthin; die 2. U-Bootslehrdivision wurde Anfang Februar 1945 aufgelöst. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Aufgaben
Zu den Aufgaben der 2. U-Bootslehrdivision gehörten insbesondere:
- Durchführung von Fachlehrgängen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften.
- Praktische und theoretische Ausbildung für den Dienst auf U-Booten.
- Vorbereitung des Personals auf die spätere Verwendung in Front- und Ausbildungsverbänden.
- Zusammenarbeit mit den U-Boot-Schulflottillen bei der praktischen Ausbildung.
- Vermittlung der für den U-Boot-Dienst erforderlichen fachlichen Kenntnisse.
Der Umfang der Ausbildung wurde den jeweiligen Anforderungen der U-Boot-Waffe angepasst und umfasste sowohl seemännische als auch technische Ausbildungsabschnitte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Die 2. U-Bootslehrdivision gehörte zu den zentralen Ausbildungseinrichtungen der U-Boot-Waffe. Sie stellte sicher, dass das für die Frontverbände vorgesehene Personal die erforderlichen fachlichen und praktischen Kenntnisse für den Einsatz auf U-Booten erhielt und trug damit wesentlich zur Ausbildung des personellen Nachwuchses der U-Boot-Waffe bei.
Kommandeure
- 01.11.1940 – 30.11.1941: Fregattenkapitän Werner Hartmann
- 01.12.1941 – 00.11.1943: Fregattenkapitän der Reserve Ernst Hashagen
- 00.12.1943 – 00.02.1944: Korvettenkapitän Wilhelm Ambrosius (mit der Vertretung beauftragt)
- 00.02.1944 – 00.02.1945: Kapitän zur See Karl Neitzel
Art der Einrichtung
- 2. U-Bootslehrdivision – Ausbildungseinheit der Kriegsmarine
- U-Boot-Ausbildung – Ausbildungswesen der Kriegsmarine
- U-Boot-Schulflottille – Ausbildungseinheit der Kriegsmarine
- Höheres Kommando der Unterseebootsausbildung – Führungsdienststelle der Kriegsmarine
Quellen im Bundesarchiv
BArch RM-Bestände: Akten der Kriegsmarine und der U-Boot-Ausbildung mit Unterlagen zur Organisation, Ausbildung und Verwaltung der U-Bootslehrdivisionen.
BArch PERS 6: Personalunterlagen der Marineoffiziere mit Nachweisen über Lehrgänge, Verwendungen und Kommandierungen innerhalb der U-Boot-Ausbildung.
Literatur
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.:
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Biblio-Verlag, Osnabrück 2002.
Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.
Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Boote und ihre Werften. Bernard & Graefe Verlag, 1990.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com