2. Minensuchflottille

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2. Minensuchflottille


Die 2. Minensuchflottille war ein Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie wurde am 1. Oktober 1936 aufgestellt und war während des Zweiten Weltkrieges in der Nordsee, vor Norwegen, im Ärmelkanal sowie an der französischen Atlantikküste eingesetzt. Zu ihren Hauptaufgaben gehörten die Minenabwehr, die Sicherung von Seewegen sowie der Geleitdienst.

Historischer Kontext und Organisation


Die Flottille bestand überwiegend aus Minensuchbooten und unterstand im Verlauf des Krieges verschiedenen Sicherungsführern. Nach Einsätzen im Polenfeldzug und während des Unternehmens Weserübung wurde sie ab 1940 schwerpunktmäßig im Ärmelkanal und an der französischen Atlantikküste eingesetzt. Dort übernahm sie Minenräumaufgaben, Geleitdienste und die Sicherung wichtiger Schifffahrtswege.

Im August 1944 wurde die Flottille in Frankreich aufgelöst. Am 1. Februar 1945 erfolgte in der Ostsee eine Neuaufstellung aus Teilen anderer Minensuchverbände. Nach Kriegsende wurde sie in den Deutschen Minenräumdienst übernommen.

Standorte


Während ihrer Geschichte war die Flottille unter anderem in Wilhelmshaven, später an der französischen Kanalküste und Atlantikküste (u. a. Lorient und Saint-Nazaire) sowie ab 1945 im Ostseeraum stationiert.

Relevanz für die U-Boot-Waffe


Für die U-Boot-Waffe hatte die 2. Minensuchflottille eine wichtige Sicherungsfunktion. Sie räumte Minensperren in den Zufahrtswegen der U-Boot-Stützpunkte, sicherte aus- und einlaufende U-Boote im Küstenvorfeld und übernahm Geleitaufgaben in besonders gefährdeten Seegebieten, insbesondere im Ärmelkanal und in der Biskaya.

Quellen im Bundesarchiv


BArch RM 61: Unterlagen der Sicherungsstreitkräfte und der Führer der Minensuchboote.

BArch RM 69: Kriegstagebücher der 2. Minensuchflottille.

BArch RM 7: Akten der Seekriegsleitung.

Literatur


Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 2. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz, 1983.

Hildebrand, Hans H.: Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. 7 Bände. Biblio Verlag, Osnabrück, 2000.

Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Podzun-Verlag, Bad Nauheim, 1956–1971.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com