U 143

Aus uboot Wiki
Version vom 22. April 2026, 07:53 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 142
   U 144

Kriegsmarine Unterseeboot U 143

Typ: II D
Bauauftrag: 25.09.1939
Bauwerft: Deutsche Werke AG Kiel
Serie: U 137 - U 152
Baunummer: 272
Kiellegung: 03.01.1940
Stapellauf: 10.08.1940
Indienststellung: 18.09.1940
Kommandant: Ernst Mengersen
Feldpostnummer: M - 24 039

Kommandanten

18.09.1940 - 02.11.1940 Kapitänleutnant - Ernst Mengersen
03.11.1940 - 19.03.1941 Oberleutnant zur See - Helmut Möhlmann
20.03.1941 - 30.03.1941 Oberleutnant zur See - Jürgen von Rosenstiel
31.03.1941 - 19.11.1941 Oberleutnant zur See - Harald Gelhaus
19.11.1941 - 07.04.1942 Kapitänleutnant - Helmut Manseck
08.04.1942 - 14.12.1942 Oberleutnant zur See - Gerhard Groth
15.12.1942 - 08.02.1943 Oberleutnant zur See - Erwin Schwager
09.02.1943 - 29.05.1944 Oberleutnant zur See - Hans Vogel
30.05.1944 - 05.05.1945 Oberleutnant zur See - Walter Kasparek

Flottillen

18.09.1940 - 02.11.1940 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
03.11.1940 - 31.12.1940 24. U-Flottille, Memel (Ausbildungsboot)
01.01.1941 - 00.04.1941 22. U-Flottille, Gotenhafen (Schulboot)
00.04.1941 - 12.09.1941 3. U-Flottille, Kiel (Frontboot)
13.09.1941 - 05.05.1945 22. U-Flottille, Gotenhafen / Wilhelmshaven (Schulboot)

Einsätze


1. Unternehmung

19.04.1941 - 19.04.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

20.04.1941 - 13.05.1941: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Bergen

13.05.1941 - 17.05.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Brunsbüttel

17.04.1941 - 18.05.1941: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus verließ U 143 am 19.04.1941 den Stützpunkt Kiel zur 1. Unternehmung. Der Marsch führte zunächst durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, wobei das Boot aufgrund von dichtem Nebel einen Zwischenstopp in Brunsbüttel einlegen musste. Das anschließende Operationsgebiet umfasste den Nordatlantik sowie die Gewässer um die Färöer-, Shetland-, Orkney-Inseln und die Hebriden. Der Rückmarsch erfolgte erneut via Brunsbüttel und den Kaiser-Wilhelm-Kanal. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 30 Tagen lief U 143 am 18.05.1941 wieder in Kiel ein. Auf dieser Fahrt konnten keine feindlichen Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 143 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

09.06.1941 - 11.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Bergen

16.06.1941 - 29.06.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen


Am 09.06.1941 lief U 143 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus von Kiel zu seiner 2. Unternehmung aus. Der Marsch führte zunächst durch die Ostsee nach Bergen, wo leckende Stevenrohre repariert werden mussten. Nach dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik, im Nordkanal sowie in den Seegebieten um die Färöer-, Shetland-, Orkney-Inseln und die Hebriden. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 21 Tagen kehrte U 143 am 29.06.1941 nach Bergen zurück. Auf dieser Fahrt konnten keine feindlichen Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 143 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

06.07.1941 - 14.07.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus verließ U 143 am 06.07.1941 den Stützpunkt Bergen zur 3. Unternehmung. Das Einsatzgebiet umfasste erneut den Nordatlantik sowie die Gewässer um die Färöer-, Shetland- und Orkney-Inseln sowie die Hebriden. Nach einer Fahrt von insgesamt 9 Tagen kehrte das Boot am 14.07.1941 nach Bergen zurück. Auch auf dieser Unternehmung konnten keine Erfolge gegen feindliche Schiffe erzielt werden.

Original Kriegstagebuch U 143 - 3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

17.07.1941 - 17.07.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kopervik

18.07.1941 - 18.07.1941: Ausgelaufen von Kopervik - Eingelaufen in Kristiansand

19.07.1941 - 19.07.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Frederikshaven

20.07.1941 - 21.07.1941: Ausgelaufen von Frederikshaven - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus verließ U 143 am 17.07.1941 den Stützpunkt Bergen. Die Verlegungsfahrt zur Werft nach Kiel führte über Kopervik zum Geleitwechsel sowie über Kristiansand und Frederikshaven, wo jeweils Aufenthalte zur Übernachtung bzw. Nachtruhe eingelegt wurden. Nach einer Überführung von insgesamt 5 Tagen lief U 143 am 21.07.1941 an seinem Bestimmungsort in Kiel ein.



4. Unternehmung

17.08.1941 - 18.08.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

19.08.1941 - 05.09.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen

07.09.1941 - 07.09.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Egersund

08.09.1941 - 08.09.1941: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Kristiansand

10.09.1941 - 12.09.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kiel


Am 17.08.1941 lief U 143 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus von Kiel zu seiner 4. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einem kurzen Aufenthalt in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, westlich des Nordkanals sowie in den Gewässern um die Färöer-, Shetland- und Orkney-Inseln sowie die Hebriden. Der Rückmarsch gestaltete sich über Bergen zur Geleitaufnahme, Egersund zur Nachtruhe und Kristiansand zum Geleitwechsel zurück nach Kiel. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 27 Tagen lief U 143 am 12.09.1941 wieder in seinem Heimathafen ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 1.418 BRT. Im Anschluss an diese Unternehmung wurde das Boot bis zum Kriegsende als Schulboot eingesetzt. → Erfolge U 143.

Original Kriegstagebuch U 143 - 4. Unternehmung



Verlegungsfahrt

28.01.1945 - 05.02.1945: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Walter Kasparek verließ U 143 am 18.01.1945 den Stützpunkt Gotenhafen. Im Rahmen der Evakuierung des Hafens verlegte das Boot in einem Verband mit dem Begleitschiff Weichsel und 29 weiteren U-Booten in Richtung Westen. Nach einer Überführungsfahrt von insgesamt 19 Tagen lief U 143 am 05.02.1945 in Wilhelmshaven ein.



Verlegungsfahrt

27.04.1945 - 28.04.1945: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Walter Kasparek verließ U 143 am 27.04.1945 den Stützpunkt Wilhelmshaven. Das Boot absolvierte eine Verlegung nach Helgoland, wo es am 28.04.1945 eintraf. Nach einer Überführung von insgesamt 2 Tagen verblieb U 143 bis zum Ende der Feindseligkeiten an diesem Standort, um dort eine Schnorchelausbildung durchzuführen.



Überführungsfahrt

30.06.1945 - 04.07.1945: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Loch Ryan

Nach dem Ende der Feindseligkeiten verließ U 143 am 30.06.1945 den Stützpunkt Wilhelmshaven. Das Boot wurde im Rahmen der Überführung der deutschen U-Boot-Flotte nach Loch Ryan (Schottland) verlegt, wo es nach einer 5-tägigen Fahrt am 04.07.1945 eintraf. Dort erfolgte die offizielle Übergabe an die britischen Streitkräfte, woraufhin die verbliebene Besatzung in Kriegsgefangenschaft geriet. In Loch Ryan verblieb U 143 in Erwartung seiner endgültigen Zerstörung im Zuge der Operation Deadlight.



Operation Deadlight

20.12.1945 - 22.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt


Am 20.12.1945 verließ U 143 den Hafen von Loch Ryan zur abschließenden Überführung. Nach einer 3-tägigen Fahrt wurde das Boot am 22.12.1945 im Rahmen der Operation Deadlight im Nordatlantik versenkt.


Verbleib

Datum: 22.12.1945
Letzter Kommandant: Walter Kasparek
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 58' Nord - 09° 35' West
Planquadrat: AM 5246
Verlust durch: Operation Deadlight
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 143

Verbleib im Detail


Nach der Überführung nach Großbritannien wurde U 143 am 22.12.1945 um 03:15 Uhr im Nordatlantik, nordwestlich von Irland, auf dem Weg zur Operation Deadlight versenkt. Nachdem die Schleppverbindung zur britischen Fregatte HMS Cubitt (K.512) unter Lieutenant George-Denys Gregory gebrochen war, erfolgte die Versenkung des Bootes durch Artilleriefeuer des britischen Zerstörers HMS Onslow (G.17) unter dem Kommando von Captain Hugh-Waters-Shelley Browning.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 77, 84, 119, 154, 159, 162, 197, 223, 247.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 33, 190.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste - Mittler Verlag 2008 - S. 387.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge - Mittler Verlag 2008 - S. 117.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. .35

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 169 - 173.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 24.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 142
   U 144