U 145

Aus uboot Wiki
Version vom 22. April 2026, 07:55 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 144
   U 146

Kriegsmarine Unterseeboot U 145

Typ: II D
Bauauftrag: 25.09.1939
Bauwerft: Deutsche Werke AG Kiel
Serie: U 137 - U 152
Baunummer: 274
Kiellegung: 29.03.1940
Stapellauf: 21.09.1940
Indienststellung: 16.10.1940
Kommandant: Heinrich Driver
Feldpostnummer: M - 26 997

Kommandanten

16.10.1940 - 18.12.1940 Kapitänleutnant - Heinrich Driver
19.12.1940 - 21.10.1941 Kapitänleutnant - Rudolf Franzius
22.10.1941 - 25.11.1941 Oberleutnant zur See - Heinz Schomburg
26.11.1941 - 14.12.1942 Oberleutnant zur See - Reimar Ziesmer
15.12.1942 - 12.03.1944 Oberleutnant zur See - Otto Hübschen
13.03.1944 - 26.11.1944 Oberleutnant zur See - Horst Hübsch
27.11.1944 - 05.05.1945 Oberleutnant zur See - Friedrich-Karl Görner

Flottillen

16.10.1940 - 18.12.1940 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
19.12.1940 - 05.05.1945 22. U-Flottille, Gotenhafen / Wilhelmshaven (Schulboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

04.06.1941 - 05.06.1941: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel

06.06.1941 - 08.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Franzius verließ U 145 am 04.06.1941 den Stützpunkt Gotenhafen. Das Boot absolvierte eine Verlegung nach Kiel zum Zweck der Entmagnetisierung und kehrte im Anschluss unmittelbar nach Gotenhafen zurück. Nach einer Gesamtdauer von 5 Tagen lief U 145 am 08.06.1941 wieder an seinem Ausgangshafen ein.



1. Unternehmung

18.06.1941 - 07.07.1941: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Stormelö


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Franzius lief U 145 am 18.06.1941 von Gotenhafen zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Rahmen des Unternehmen Barbarossa in der Ostsee, vornehmlich in den Seegebieten vor Windau sowie den Inseln Ösel und Dagö. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 20 Tagen, in denen 854,6 sm über sowie 556,4 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 145 am 07.07.1941 in Stormelö ein. Auf dieser Fahrt konnten keine feindlichen Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 145 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

14.07.1941 - 29.07.1941: Ausgelaufen von Stormelö - Eingelaufen in Stormelö


Am 14.07.1941 verließ U 145 unter Kapitänleutnant Rudolf Franzius den Stützpunkt Stormelö zur 2. Unternehmung. Die Operationen im Rahmen des Unternehmen Barbarossa führten das Boot in die Ostsee, wobei es in den Gewässern nördlich der Inseln Ösel, Dagö und Hangö agierte. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 16 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 745,7 sm über sowie 417,6 sm unter Wasser kehrte U 145 am 29.07.1941 nach Stormelö zurück. Auch auf dieser Fahrt konnten keine feindlichen Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 145 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

09.08.1941 - 28.08.1941: Ausgelaufen von Stormelö - Eingelaufen in Gotenhafen


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rudolf Franzius verließ U 145 am 09.08.1941 den Stützpunkt Stormelö zur 3. Unternehmung. Die Operationen im Rahmen des Unternehmen Barbarossa führten das Boot erneut in die Ostsee, wobei es vor Windau sowie den Inseln Ösel, Dagö und Hangö agierte. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 20 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 1.051,3 sm über sowie 548,7 sm unter Wasser lief U 145 am 28.08.1941 in Gotenhafen ein. Im Anschluss an diese Fahrt wurde das Boot wieder für den Dienst als Schulboot herangezogen. Auf dieser Unternehmung konnten keine Erfolge erzielt werden.

Original Kriegstagebuch U 145 - 3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

28.01.1945 - 05.02.1945: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Friedrich-Karl Görner verließ U 145 am 28.01.1945 den Stützpunkt Gotenhafen. Im Zuge der Evakuierung des Hafens verlegte das Boot in einem Verband mit dem Begleitschiff Weichsel sowie 29 weiteren U-Booten nach Wilhelmshaven. Nach einer Überführungsfahrt von insgesamt 9 Tagen lief U 145 am 05.02.1945 an seinem Bestimmungsort ein.



Verlegungsfahrt

27.04.1945 - 28.04.1945: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Friedrich-Karl Görner verließ U 145 am 27.04.1945 den Stützpunkt Wilhelmshaven. Das Boot verlegte nach Helgoland, wo es am 28.04.1945 eintraf. Nach dieser 2-tägigen Überführung wurde das Boot an seinem neuen Standort für eine Schnorchelausbildung genutzt.



Überführungsfahrt

30.06.1945 - 04.07.1945: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Loch Ryan


Nach dem Ende der Feindseligkeiten verließ U 145 am 30.06.1945 den Stützpunkt Wilhelmshaven. Das Boot wurde im Rahmen der Überführung der deutschen U-Boot-Flotte nach Loch Ryan (Schottland) verlegt, wo es nach einer 5-tägigen Fahrt am 04.07.1945 eintraf. Dort erfolgte die offizielle Übergabe an die britischen Streitkräfte, woraufhin die verbliebene Besatzung in Kriegsgefangenschaft geriet. In Loch Ryan verblieb U 145 in Erwartung seiner endgültigen Versenkung im Zuge der Operation Deadlight.



Operation Deadlight

20.12.1945 - 22.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt


Am 20.12.1945 verließ U 145 den Stützpunkt Loch Ryan zu seiner letzten Überführung. Nach einer 3-tägigen Fahrt wurde das Boot am 22.12.1945 im Rahmen der Operation Deadlight im Nordatlantik versenkt.


Verbleib

Datum: 22.12.1945
Letzter Kommandant: Friedrich-Karl Görner
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 47' Nord - 09° 56' West
Planquadrat: AM 5271
Verlust durch: Operation Deadlight
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 145

Verbleib im Detail


U 145 wurde am 22.12.1945 um 03.50 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland, auf dem Weg zur Operation Deadlight, im Schlepp des britischen Zerstörers HMS Pytchley (L.92) unter Lieutenant Commander John-Richard Clarke, nach gebrochener Schleppverbindung, durch Artilleriefeuer des britischen Zerstörers HMS Onslow (G.17) unter Captain St. John-Aldrich Micklethwait versenkt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 53, 70, 81, 108, 214, 264.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 34, 190.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 387.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 35.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 175 - 177.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 24.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 144
   U 146