U 2344
Kriegsmarine Unterseeboot U 2344
| Typ: | XXIII |
| Bauauftrag: | 20.09.1943 |
| Bauwerft: | Deutsche Werft AG Hamburg |
| Baunummer: | 498 |
| Serie: | U 2321 - U 2371 |
| Kiellegung: | 04.09.1944 |
| Stapellauf: | 24.10.1944 |
| Indienststellung: | 10.11.1944 |
| Kommandant: | Hermann Ellerlage |
| Feldpostnummer: | M - 45 325 |
Kommandanten
| 10.11.1944 - 18.02.1945 | Oberleutnant zur See - Hermann Ellerlage |
Flottillen
| 10.11.1944 - 18.02.1945 | 32. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
17.02.1945 - 18.02.1945 Ausgelaufen von Gotenhafen - Verlust des Bootes
Am 17.02.1945 lief U 2344 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hermann Ellerlage von Gotenhafen aus. Das Boot sollte von Gotenhafen nach Kiel verlegen, kollidierte dabei jedoch mit U 2336 und sank nach einer Gesamtdauer von 2 Tagen am 18.02.1945.
Verbleib
| Datum: | 18.02.1945 |
| Letzter Kommandant: | Hermann Ellerlage |
| Ort: | Ostsee |
| Position: | 54° 17,35' Nord - 11° 46,30' Ost |
| Planquadrat: | AO 7852 |
| Verlust durch: | Kollision |
| Tote: | 11 |
| Überlebende: | 3 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 2344 |
Verbleib im Detail
Am 18.02.1945 um 22:10 Uhr sank U 2344 in der Ostsee nördlich von Heiligendamm noch während seiner Ausbildungszeit bei der 32. U-Flottille. Ursache war eine folgenschwere Kollision mit dem baugleichen deutschen Unterseeboot [[U 2336]. Bei dem Unglück starben 11 Besatzungsmitglieder, während der Kommandant Oberleutnant zur See Hermann Ellerlage und zwei weitere Männer gerettet werden konnten. Die Kollision hinterließ an Steuerbord einen 250 cm langen und 20 cm breiten Riss, zudem war das Oberteil des Turmes stark eingebeult.
Im Rahmen der geheimen Pläne der DDR-Volkspolizei See zum Aufbau einer eigenen U-Boot-Flotte wurde das Wrack im Juni 1955 (nach anderen Quellen im Januar 1955) durch den VEB Schiffsbergung und Taucherei gehoben und zur Neptunwerft nach Rostock geschleppt. Dort wurde das Boot eingedockt, präzise aufgemessen sowie konserviert. Da das Rüstungsprogramm nach den Ereignissen des 17. Juni 1953 stark revidiert wurde und das Boot irreparable Schäden aufwies, kam es zu keiner erneuten Indienststellung. Nach der Hebung wurden im Inneren des Rumpfes auf der Werft die Skelette von 5 vermissten Soldaten gefunden. Das U-Boot wurde schließlich ab 1957 in Rostock abgebrochen und die Verschrottung 1958 abgeschlossen. Die beiden gut erhaltenen Diesel- bzw. Elektromaschinen des Bootes wurden bewahrt und sind heute im Marinemuseum Dänholm in Stralsund ausgestellt. → Marinemuseum Stralsund.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 58.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 166, 231.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 317.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 172.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - Eigenverlag - S. 112.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 189.