U 217: Unterschied zwischen den Versionen

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 216|U 218}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Kriegsmarine Unterseeboot U 217 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | VII D |- | Bauauftrag: | 16.02.1940 |- | Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |- | Serie: | U 21…“
 
 
Zeile 68: Zeile 68:


   
   
Am 14.07.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand war der Zweck dieser Fahrt die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, in der Karibik und im Seegebiet vor der Insel Curaçao. Das Boot operierte dabei im Rahmen der U-Boot-Gruppe  [[U-Boot-Gruppe Pirat|Pirat]]. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgten mehrere Versorgungen: am 12.08.1942 durch [[U 463]] mit 30,3 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Motorenöl und Proviant für 21 Tage, am 28.09.1942 durch [[U 461]] mit Proviant für 18 Tage sowie am Folgetag erneut durch [[U 461]] mit 55 m³ Brennstoff und Ersatzteilen für den [[Ju-Verdichter]]. Im Verlauf der Operationen gelang ein Angriff, bei dem ein Schiff mit 75 BRT versenkt wurde. Nach 95 Tagen und zurückgelegten 13.221 sm über und 629 sm unter Wasser lief das Boot am 16.10.1942 in Brest ein. [[Versenkungserfolge U 217|→ Erfolge U 217]].
Am 14.07.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, in der Karibik und im Seegebiet vor der Insel Curaçao. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgten mehrere Versorgungen: am 12.08.1942 durch [[U 463]] mit 30,3 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Motorenöl und Proviant für 21 Tage, am 28.09.1942 durch [[U 461]] mit Proviant für 18 Tage sowie am Folgetag erneut durch [[U 461]] mit 55 m³ Brennstoff und Ersatzteilen für den [[Ju-Verdichter]]. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe [[U-Boot-Gruppe Pirat|Pirat]]. Während dieser insgesamt 95 Tage dauernden Fahrt wurden 13.221 sm über und 629 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 75 BRT. Am 16.10.1942 lief U 217 in Brest ein. [[Versenkungserfolge U 217|→ Erfolge U 217]].


[[Original Kriegstagebuch U 217 - 1. Unternehmung]]
[[Original Kriegstagebuch U 217 - 1. Unternehmung]]
Zeile 79: Zeile 79:


   
   
Am 24.11.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet nördlich von Trinidad. Zur Verlängerung der Einsatzdauer und technischen Aufrüstung erfolgten zwei Versorgungen: am 09.02.1943 durch [[U 504]] mit 43 m³ Brennstoff sowie am 15.02.1943 durch [[U 155]] mit einem [[Metox-Gerät]] inklusive Antenne und Ersatzteilen. Im Verlauf der Operationen gelangen Angriffe, bei denen zwei Schiffe mit insgesamt 10.576 BRT versenkt wurden. Nach 92 Tagen und zurückgelegten 10.322 sm über und 1.120 sm unter Wasser lief das Boot am 23.02.1943 wieder in Brest ein. [[Versenkungserfolge U 217|→ Erfolge U 217]].
Am 24.11.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet nördlich von Trinidad. Zur Verlängerung der Einsatzdauer und technischen Aufrüstung erfolgten zwei Versorgungen: am 09.02.1943 durch [[U 504]] mit 43 m³ Brennstoff sowie am 15.02.1943 durch [[U 155]] mit einem [[Metox-Gerät]] inklusive Antenne und Ersatzteilen. Während dieser insgesamt 92 Tage dauernden Fahrt wurden 10.322 sm über und 1.120 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 10.576 BRT. Am 23.02.1943 lief U 217 wieder in Brest ein. [[Versenkungserfolge U 217|→ Erfolge U 217]].


[[Original Kriegstagebuch U 217 - 2. Unternehmung]]
[[Original Kriegstagebuch U 217 - 2. Unternehmung]]
Zeile 90: Zeile 90:




Am 19.04.1943 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war das Auslegen einer Minensperre von 15 Minen im Bristolkanal sowie die anschließende Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Mittelatlantik und südwestlich der Azorischen Inseln. Das Boot operierte dabei im Rahmen der U-Boot-Gruppe [[U-Boot-Gruppe Trutz|Trutz]]. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach insgesamt 47 Tagen wurde U 217 schließlich am 05.06.1943 durch amerikanische Trägerflugzeuge versenkt.
Am 19.04.1943 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Kurt Reichenbach-Klinke]] von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte zum Auslegen einer Minensperre von 15 [[Mine|Minen]] im Bristolkanal sowie zur anschließenden Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Mittelatlantik und südwestlich der Azorischen Inseln. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe [[U-Boot-Gruppe Trutz|Trutz]]. Während dieser insgesamt 47 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 05.06.1943 wurde U 217 schließlich durch amerikanische Trägerflugzeuge versenkt.  


[[Original Kriegstagebuch U 217 - 3. Unternehmung]] (B.d.U. op.)
[[Original Kriegstagebuch U 217 - 3. Unternehmung]] (B.d.U. op.)

Aktuelle Version vom 28. April 2026, 09:26 Uhr

U 216
   U 218

Kriegsmarine Unterseeboot U 217

Typ: VII D
Bauauftrag: 16.02.1940
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 213 - U 218
Baunummer: 649
Kiellegung: 30.01.1941
Stapellauf: 15.11.1941
Indienststellung: 31.01.1942
Kommandant: Kurt Reichenbach-Klinke
Feldpostnummer: M - 47 721

Kommandanten

31.01.1942 - 05.06.1943 Kapitänleutnant - Kurt Reichenbach-Klinke

Flottillen

31.01.1942 - 31.07.1942 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.08.1942 - 05.06.1943 9. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

14.07.1942- 16.07.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

16.07.1942-16.10.1942|Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest


Am 14.07.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Kurt Reichenbach-Klinke von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, in der Karibik und im Seegebiet vor der Insel Curaçao. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgten mehrere Versorgungen: am 12.08.1942 durch U 463 mit 30,3 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Motorenöl und Proviant für 21 Tage, am 28.09.1942 durch U 461 mit Proviant für 18 Tage sowie am Folgetag erneut durch U 461 mit 55 m³ Brennstoff und Ersatzteilen für den Ju-Verdichter. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Pirat. Während dieser insgesamt 95 Tage dauernden Fahrt wurden 13.221 sm über und 629 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 75 BRT. Am 16.10.1942 lief U 217 in Brest ein. → Erfolge U 217.

Original Kriegstagebuch U 217 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

24.11.1942- 23.02.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 24.11.1942 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Kurt Reichenbach-Klinke von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet nördlich von Trinidad. Zur Verlängerung der Einsatzdauer und technischen Aufrüstung erfolgten zwei Versorgungen: am 09.02.1943 durch U 504 mit 43 m³ Brennstoff sowie am 15.02.1943 durch U 155 mit einem Metox-Gerät inklusive Antenne und Ersatzteilen. Während dieser insgesamt 92 Tage dauernden Fahrt wurden 10.322 sm über und 1.120 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 10.576 BRT. Am 23.02.1943 lief U 217 wieder in Brest ein. → Erfolge U 217.

Original Kriegstagebuch U 217 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

19.04.1943- 05.06.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 19.04.1943 lief U 217 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Kurt Reichenbach-Klinke von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte zum Auslegen einer Minensperre von 15 Minen im Bristolkanal sowie zur anschließenden Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Mittelatlantik und südwestlich der Azorischen Inseln. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Trutz. Während dieser insgesamt 47 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 05.06.1943 wurde U 217 schließlich durch amerikanische Trägerflugzeuge versenkt.

Original Kriegstagebuch U 217 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 05.06.1943
Letzter Kommandant: Kurt Reichenbach-Klinke
Ort: Nordatlantik
Position: 30° 18' Nord - 42° 50' West
Planquadrat: DF 4598
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 50
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 217

Verbleib im Detail


Am 05.06.1943 wurde U 217 im mittleren Nordatlantik durch eine Grumman TBF Avenger T-11 unter Lieutenant junior grade Alexander-C. McAuslan und eine Grumman F4F Wildcat F-13 unter Lieutenant Richard-S. Rogers der Squadron VC-9 des US-Geleitträgers USS Bogue (CVE-9) unter Captain Giles-Ezra Short gesichtet. Das Boot wurde zunächst mit Bordwaffen beschossen und anschließend durch Wasserbomben versenkt.


Zitate aus der Literatur


Clay Blair schreibt dazu:

[...] am 5. Juni entdeckten zwei Flugzeuge der Bogue bei einem Patrouillenflug noch ein Boot der Gruppe Trutz an der Oberfläche. Es war der schwerfällige VIID-Minenleger U 217 unter Kurt Reichenbach-Klinke, 26 Jahre alt. Der Pilot Richard S. Rogers ging mit seiner Wildcat herunter und bestrich das Boot im Tiefflug mit dem Maschinengewehr. Sechs Deutsche wurden ins Meer geschleudert. Der Avenger-Pilot Alexander C. McAuslan war nach zwei weiteren Angriffen mit dem Maschinengewehr aus einer Höhe von 30 Metern vier Wasserbomben auf U 217. Das U-Boot sank unter Verlust der gesamten Besatzung.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 412.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 412.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 190, 68, 194

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 68, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - S. 107.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 151 – 152.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 112, 275, 277, 278.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 323 – 328.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 216
   U 218