U 229: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 28.08.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Robert Schetelig]] von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach einem Tieftauchversuch erzwangen festgestellte Undichtigkeiten zunächst eine Umkehr; nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik sowie im Seegebiet südöstlich von Grönland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe [[U-Boot-Gruppe Leuthen|Leuthen]]. Während dieser insgesamt 26 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 22.09.1943 wurde U 229 schließlich im Nordatlantik durch ein britisches Kriegsschiff versenkt. | Am 28.08.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Robert Schetelig]] von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach einem Tieftauchversuch erzwangen festgestellte Undichtigkeiten zunächst eine Umkehr; nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik sowie im Seegebiet südöstlich von Grönland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe [[U-Boot-Gruppe Leuthen|Leuthen]]. Während dieser insgesamt 26 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 22.09.1943 wurde U 229 schließlich im Nordatlantik durch ein britisches Kriegsschiff versenkt. | ||
Aktuelle Version vom 28. April 2026, 10:01 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 229
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 07.12.1940 |
| Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |
| Serie: | U 221 - U 232 |
| Baunummer: | 659 |
| Kiellegung: | 03.11.1941 |
| Stapellauf: | 20.08.1942 |
| Indienststellung: | 03.10.1942 |
| Kommandant: | Robert Schetelig |
| Feldpostnummer: | M - 49 281 |
Kommandanten
| 03.10.1942 - 22.09.1943 | Oberleutnant zur See - Robert Schetelig |
Flottillen
| 03.10.1942 - 28.02.1943 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.03.1943 - 22.09.1943 | 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
20.02.1943 - 22.02.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
23.02.1943 - 17.04.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 20.02.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Robert Schetelig von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgte am 08.04.1943 eine Versorgung durch U 462 mit 21 m³ Brennstoff sowie Proviant für 10 Tage. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Neuland, Ostmark und Stürmer. Während dieser insgesamt 57 Tage dauernden Fahrt wurden 7.846,7 sm zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen die Versenkung von 2 Schiffen mit insgesamt 8.352 BRT sowie die Beschädigung eines Schiffes mit 3.670 BRT. Am 17.04.1943 lief U 229 in St. Nazaire ein. → Erfolge U 229.
Original Kriegstagebuch U 229 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
11.05.1943 - 07.06.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Bordeaux
Am 11.05.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Robert Schetelig von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Der Einsatz im Nordatlantik musste aufgrund von Schäden durch Fliegerbomben vorzeitig abgebrochen werden. Vor dem Antritt des Rückmarsches leistete das Boot Unterstützung und versorgte → 2 U-Boote mit Brennstoff und Proviant. Während dieser insgesamt 28 Tage dauernden Fahrt wurden 3.332,3 sm zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 07.06.1943 lief U 229 in Bordeaux ein.
Original Kriegstagebuch U 229 - 2. Unternehmung
Verlegungsfahrt
02.08.1943 - 03.08.1943: Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in La Pallice
Am 02.08.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Robert Schetelig von Bordeaux aus. Das Boot verlegte zur Durchführung technischer Modernisierungen in die Werft nach La Pallice. Nach 2 Tagen lief das Boot am 03.08.1943 in La Pallice ein. Während der Liegezeit erfolgten der Einbau einer Zwillingsflak sowie die Sonderausrüstung mit einem Flak-Vierling, um die Abwehrkraft gegen Luftangriffe zu verstärken.
3. Unternehmung
28.08.1943 - 30.08.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
31.08.1943 - 22.09.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Verlust des Bootes
Am 28.08.1943 lief U 229 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Robert Schetelig von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach einem Tieftauchversuch erzwangen festgestellte Undichtigkeiten zunächst eine Umkehr; nach Abschluss der Reparaturen und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik sowie im Seegebiet südöstlich von Grönland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu der U-Boot-Gruppe Leuthen. Während dieser insgesamt 26 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am 22.09.1943 wurde U 229 schließlich im Nordatlantik durch ein britisches Kriegsschiff versenkt.
Original Kriegstagebuch U 229 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 22.09.1943 |
| Letzter Kommandant: | Robert Schetelig |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 54° 36' Nord - 36° 25' West |
| Planquadrat: | AK 4687 |
| Verlust durch: | Rammstoß |
| Tote: | 50 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 229 |
Verbleib im Detail
Am 22.09.1943 wurde U 229 im Nordatlantik südöstlich von Kap Farvel durch einen Rammstoß, Artilleriebeschuss und Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Keppel (D.84) unter Commander Michael-James Evans versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 22.09.43 im Nordatlantik südöstlich Kap Farewell am Konvoi ON.202 nach Einpeilung einer Fühlungshaltermeldung des Bootes durch den britischen Zerstörer KEPPEL, von diesem durch Artillerie und Rammstoß versenkt. Nachdem U 229 gesunken war, warf KEPPEL noch zehn Wasserbomben in die Sinkstelle.
Aus Busch/Röll - Die Deutschen U-Bootverluste - S. 148.
Clay Blair schreibt dazu:
... Während sich die beiden Konvois mit 15 U-Booten auf dem Fersen nach Westen vorarbeiteten, versenkte in den Frühstunden des 22. September ein alliiertes Geleitfahrzeug ein weiteres deutsches U-Boot. Es handelte sich um U 229 unter Robert Schetelig, 24 Jahre alt. Die Versenkung wurde M. Evans, dem ranghöchsten Offizier der Geleitfahrzeuge auf dem britischen Zerstörer Keppel, zugeschrieben. Kaum hatte Evans U 229 gesichtet, da eröffnete er das Feuer auf das Boot und rammte es, wobei er sich krachend auf das Achterdeck des U-Bootes schob. Als die beiden Fahrzeuge sich wieder voneinander lösten, war Evans rasch zehn auf geringe Tiefe eingestellte Wasserbomben gegen U 299, das Boot richtete sich auf und sank. Kein Deutscher Überlebte.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 503.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 503.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 206
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 89, 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 148.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 156.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 47, 270.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag ohne ISBN - Seite 37 – 41.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 44.