U 399: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. Mai 2026, 12:15 Uhr

U 398
   U 400

Kriegsmarine Unterseeboot U 399

Typ: VII C
Bauauftrag: 25.08.1941
Bauwerft: Howaldtswerke AG Kiel
Serie: U 371 - U 400
Baunummer: 31
Kiellegung: 18.11.1942
Stapellauf: 04.12.1943
Indienststellung: 22.01.1944
Kommandant: Kurt van Meeteren
Feldpostnummer: M - 46 386

Kommandanten

22.01.1944 - 02.07.1944 Oberleutnant zur See Kurt van Meeteren
03.07.1944 - 26.03.1945 Oberleutnant zur See Heinz Buhse

Flottillen

23.01.1944 - 31.01.1945 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.02.1945 - 26.03.1945 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

06.02.1945 - 07.02.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

08.02.1945 - 26.03.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes


Am 06.02.1945 lief U 399 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Heinz Buhse von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, im Ärmelkanal und vor Lands End. Nach einer insgesamt 49 Tage dauernden Fahrt wurde U 399 von einem britischen Kriegsschiff versenkt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit 7.538 BRT. → Erfolge U 399

Original Kriegstagebuch U 399 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 26.03.1945
Letzter Kommandant: Heinz Buhse
Ort: Ärmelkanal
Position: 49° 56' Nord - 05° 22' West
Planquadrat: BF 2514
Verlust durch: Wasserbomben / Hedgehog
Tote: 46
Überlebende: 1
Besatzung: Besatzungsliste U 399

Verbleib im Detail


Am 26.03.1945 wurde U 399 im Ärmelkanal vor Lizard Point durch Wasserbomben und Hedgehog der britischen Fregatte HMS Duckworth (K.351) unter Commander Ronald-George Mills versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Ein britischer Bericht über die Versenkung von U 399:

Am 06.02.45 verließ U 399 den norwegischen Stützpunkt Horten, um im Ärmelkanal zu operieren. Am 21.03.45 versenkte U 399 etwa 20 Meilen südwestlich der Halbinsel Lizard ein amerikanisches Liberty-Schiff und entzog sich der anschließenden Verfolgung, in dem es in der Nähe des Wracks, auf dem Meeresboden Schutz suchte. Am 26.03.45 näherte sich U 399 gegen 04:30 h fünf Meilen südwestlich der Halbinsel Lizard dem Konvoi BTC.108 und versenkte ein Küstenmotorschiff. Dem Konvoi folgten drei Fregatten der 3. Escort Group des Geleitzuges. Sie nahmen sofort Kurs auf die Position, in der sie das U-Boot vermuteten. Die HMS DUCKWORTH steuerte direkt auf das U-Boot zu, während die Fregatten HMS ROWLEY (K.560) und HMS ESSINGTON (K.353) sich landeinwärts bewegten, um Wasserbomben zu werfen und das U-Boot dazu zu bringen, in seiner ursprünglichen Position zu verharren. Der DUCKWORTH gelang es, in einer Entfernung von mehr als 2000 Yards Sonarkontakt aufzunehmen. Sie ließ sich jedoch Zeit, um mittels Echolot festzustellen, ob das Zielobjekt nicht auf dem felsigen Meeresgrund lag. Die Meerestiefe betrug etwa 60 Meter. Das Zielobjekt bewegte sich auf 90 Grad zur vorherrschenden Strömung hin und lag nicht auf dem Meeresboden. Die DUCKWORTH drehte bei und feuerte eine einzige Hedgehog-Kontaktbombe ab, die U 399 sofort zerstörte. Mit großen Luftblasen wurden zwei Männer an die Oberfläche getrieben, einer davon wurde lebend geborgen. Das Wrack des U-Bootes wurde dann durch Hedgehog-Salven und Wasserbomben systematisch zerstört.

Bericht des einzigen Überlebenden Oberbootsmannsmaat Gerhard Pflock:

Wir hatten am 26.05.45 morgens um 05:30 h einen Angriff auf Schiffe gefahren. Es war in der Nähe der Hafenstadt Plymouth, Südengland. Nach dem Angriff tauchten wir mit dem Boot auf eine Wassertiefe von 50 Metern, um aus dem Gefahrenbereich herauszukommen. Unerwartet erhielten wir plötzlich eine Wasserbombenserie, die dicht am Boot lag. Kurz darauf folgt ein Volltreffer im Hinterschiff. Es kam sofort Wasser ins Boot, wir sackten durch bis auf den Grund. Der Kommandant versuchte bis zum Schluß, das Boot zu halten. Doch der Wassereinbruch war so stark, daß binnen kurzer Zeit die meisten Soldaten einen schnellen Seemannstod fanden. Ich befand mich bis zuletzt in der Zentrale des Bootes auf meiner Station und kletterte, als das Wasser schnell höher stieg, in den Turm, wo ich mit zwei Kameraden das Luk öffnete und durch das nachdrückende Wasser und mit der Luftblase nach oben gerissen wurde. Im Wasser schwimmend sah ich keinen meiner Kameraden mehr. Erst später, während des Verhörs wurde mir gesagt, daß ich der einzige Überlebende des Bootes war.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 327 - 328.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 42, 157

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 142, 143, 234.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 327, 328.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 186, 187.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 60, 275.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 375 - U 435" - Eigenverlag - S. 138.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 218.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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