U 101: Unterschied zwischen den Versionen
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== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 101 == | ||
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U 101 wurde am 03.05.1945 in Neustadt in Holstein bei der [[Aktion Regenbogen]] selbst versenkt. | U 101 wurde am 03.05.1945 in Neustadt in Holstein bei der [[Aktion Regenbogen]] selbst versenkt. Das Boot wurde bereits am 21.10.1943 in Neustadt in Holstein außer Dienst gestellt. Es diente noch als Lehrboot bei der [[3. U-Boot-Lehrdivision]], Neustadt in Holstein. | ||
Das Boot wurde bereits | |||
Bereits vor der Selbstsprengung am 03.05.1945 in Hafenbereich von Neustadt in Holstein, durch vier [[Hawker Typhoon]] geführt von Reginald-Charles Nutter der britischen [[RAF Squadron 175]] mit [[Flugzeug Raketen|Raketenbomben]] beschädigt. | |||
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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:19 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 101
| Typ: | VII B |
| Bauauftrag: | 15.12.1937 |
| Bauwerft: | Krupp Germaniawerft Kiel |
| Serie: | U 99 - U 102 |
| Baunummer: | 595 |
| Kiellegung: | 31.03.1939 |
| Stapellauf: | 13.01.1940 |
| Indienststellung: | 11.03.1940 |
| Kommandant: | Fritz Frauenheim |
| Feldpostnummer: | M - 15 344 |
Kommandanten
| 11.03.1940 - 18.11.1940: | Kapitänleutnant - Fritz Frauenheim |
| 18.11.1940 - 31.12.1941: | Korvettenkapitän - Ernst Mengersen (bei Busch/Röll - zuerst vom 03.11.1940 - 17.11.1940 Kmdt. überplanmäßig) |
| 01.01.1942 - 03.02.1942: | Oberleutnant zur See - Karl-Heinz Marbach (in Vertretung) |
| 04.02.1942 - 31.03.1942: | Oberleutnant zur See - Friedrich Bothe |
| 01.04.1942 - 25.10.1942: | Oberleutnant zur See - Ernst von Witzendorff (bei Busch/Röll - 01.04.1942 lt. WASt. bzw. 05/42 - 14.09.1942 bzw. 25.10.1942) |
| 15.09.1942 - 22.10.1943: | Oberleutnant zur See - Helmut Münster (bei Busch/Röll - 15.09.1942 bzw. 26.10.1942 - 22.10.1943) |
Flottillen
| 11.03.1940 - 31.03.1940: | 7. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.04.1940 - 28.02.1942: | 7. U-Flottille, Kiel / St. Nazaire (Frontboot) |
| 01.03.1942 - 31.03.1942: | 26. U-Flottille, Pillau (Ausbildungsboot) |
| 01.04.1942 - 31.08.1942: | 21. U-Flottille, Pillau (Schulboot) |
| 01.09.1942 - 31.08.1943: | 24. U-Flottille, Memel (Ausbildungsboot) |
| 01.09.1943 - 21.10.1943: | 23. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
29.04.1940 - 29.04.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
29.04.1940 - 03.05.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Drontheim
05.05.1940 - 09.05.1940: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Helgoland
09.05.1940 - 10.05.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kiel
Am 29.04.1940 lief U 101 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim von Kiel zu seiner Unternehmung aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer Geleitaufnahme in Brunsbüttel operierte das Boot in der Nordsee mit dem Ziel Drontheim. Dort wurde die wichtige Fracht – bestehend aus Benzin, Munition sowie einem 8,8-cm-Geschütz – gelöscht. Der Rückmarsch erfolgte über Helgoland, wo erneut eine Geleitaufnahme stattfand, und führte schließlich wieder durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zurück zum Ausgangshafen. Nach insgesamt 12 Tagen lief U 101 am 10.05.1940 wieder in Kiel ein. Im Verlauf dieser Fahrt konnten keine feindlichen Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 101 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
21.05.1940 - 21.05.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
21.05.1940 - 25.06.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland
25.06.1940 - 25.06.1940: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Brunsbüttel
25.06.1940 - 25.06.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel
Am 21.05.1940 lief U 101 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim von Kiel zu seiner nächsten Unternehmung aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer notwendigen Reparatur der Schraube in Brunsbüttel operierte das Boot in der Biskaya vor Brest, im Ärmelkanal, vor Land’s End, Kap Finisterre sowie in den Gewässern westlich von Spanien. Während dieser Fahrt war das Boot der U-Boot-Gruppe Rösing zugeteilt. Der Rückmarsch erfolgte über Helgoland, wo eine Geleitaufnahme stattfand, sowie Brunsbüttel und führte schließlich wieder durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal zurück zum Ausgangshafen. Nach insgesamt 36 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.786 sm lief U 101 am 25.06.1940 wieder in Kiel ein. Auf dieser überaus erfolgreichen Unternehmung konnten 7 Schiffe mit insgesamt 42.022 BRT versenkt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 2. Unternehmung
Verlegungsfahrt
29.06.1940 - 01.07.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Königsberg
U 101, unter Kapitänleutnant Fritz Frauenheim, lief am 29.06.1940 von Kiel aus. Das Boot verlegte, in die F. Schichau Werft nach Königsberg. Am 01.07.1940 lief U 101 in Königsberg ein.
Verlegungsfahrt
27.07.1940 - 28.07.1940: Ausgelaufen von Königsberg - Eingelaufen in Kiel
U 101, unter Kapitänleutnant Fritz Frauenheim, lief am 27.07.1940 von Königsberg aus. Das Boot verlegte, nach dem Werftaufenthalt und Probefahrten vor Pillau, zurück nach Kiel. Am 28.07.1940 lief U 101 in Kiel ein.
3. Unternehmung
09.08.1940 - 09.08.1940: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
10.08.1940 - 16.09.1940: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Lorient
Am 09.08.1940 lief U 101 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim von Kiel zu seiner 3. Unternehmung aus. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und einer Geleitaufnahme in Brunsbüttel operierte das Boot im Nordatlantik sowie im Nordkanal. Nach insgesamt 39 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.486 sm lief U 101 am 16.09.1940 in seinem neuen Stützpunkt Lorient ein. Im Verlauf dieser Fahrt konnten 3 feindliche Schiffe mit insgesamt 12.311 BRT versenkt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
05.10.1940 - 24.10.1940: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 05.10.1940 lief U 101 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fritz Frauenheim von Lorient zu seiner nächsten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Nähe der Rockall-Bank sowie im Nordkanal. Nach insgesamt 20 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 3.757 sm machte U 101 am 24.10.1940 wieder in Lorient fest. Im Anschluss an diese Fahrt befand sich das Boot vom 25.10.1940 bis zum 17.11.1940 für Instandsetzungsarbeiten in der Werft; am 23.11.1940 folgte zudem eine Besichtigung durch Generalfeldmarschall von Reichenau. Im Verlauf dieser Unternehmung konnten 4 Schiffe mit insgesamt 14.542 BRT versenkt und ein weiteres Schiff mit 4.155 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
24.11.1940 - 07.12.1940: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 24.11.1940 lief U 101 unter dem neuen Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von Lorient zu seiner nächsten Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die Gewässer westlich von Irland. Nach insgesamt 14 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 2.769 sm lief U 101 am 07.12.1940 wieder in Lorient ein. Im Verlauf dieser Fahrt konnten 4 Schiffe mit insgesamt 22.483 BRT versenkt und ein weiteres Schiff mit 4.958 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
23.01.1941 - 19.02.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 23.01.1941 lief U 101 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie in den Gewässern südwestlich von Irland. Nach insgesamt 28 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.065 sm lief U 101 am 19.02.1941 wieder in Lorient ein. Im Verlauf dieser Fahrt konnten 2 feindliche Schiffe mit insgesamt 9.754 BRT versenkt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
24.03.1941 - 02.05.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 24.03.1941 lief U 101 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von Lorient zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte während dieser Fahrt im Nordatlantik. Nach insgesamt 40 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.960 sm lief U 101 am 02.05.1941 wieder in Lorient ein. Im Verlauf dieser Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen feindlicher Schiffe.
Original Kriegstagebuch U 101 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
28.05.1941 - 04.07.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 28.05.1941 lief U 101 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von Lorient zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik und war während dieser Fahrt der U-Boot-Gruppe West zugeteilt. Am 04.06.1941 kam es zu einem tragischen Zwischenfall: Während eines Artilleriegefechts ging ein Besatzungsmitglied über Bord und konnte trotz intensiver Suche nicht wiedergefunden werden. Nach insgesamt 38 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.361 sm lief U 101 am 04.07.1941 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten 2 feindliche Schiffe mit insgesamt 10.541 BRT versenkt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 8. Unternehmung
9. Unternehmung
07.08.1941 - 04.09.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 07.08.1941 lief U 101 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von Lorient zu seiner nächsten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und war dabei der U-Boot-Gruppe Grönland zugeteilt. Nach insgesamt 29 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 4.653 sm machte U 101 am 04.09.1941 in St. Nazaire fest. Im Verlauf dieser Fahrt gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen feindlicher Schiffe.
Original Kriegstagebuch U 101 - 8. Unternehmung
10. Unternehmung
04.10.1941 - 06.10.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
11.10.1941 - 07.11.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Bergen
10.11.1941 - 10.11.1941: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger
11.11.1941 - 11.11.1941: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Egersund
12.11.1941 - 12.11.1941: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Farsund
13.11.1941 - 13.11.1941: Ausgelaufen von Farsund - Eingelaufen in Kristiansand
14.11.1941 - 16.11.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kiel
Am 04.10.1941 lief U 101 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Ernst Mengersen von St. Nazaire zu seiner 10. Unternehmung aus. Bereits am 06.10.1941 musste das Boot die Fahrt jedoch aufgrund eines defekten GHG, einer schadhaften Kupplung sowie der Erkrankung eines Besatzungsmitglieds unterbrechen und nach St. Nazaire zurückkehren. Nach erfolgter Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik, wobei es der U-Boot-Gruppe Reisswolf zugeteilt war. Der Rückmarsch gestaltete sich aufgrund von Wetterverhältnissen und organisatorischen Stopps etappenweise: Er führte über Bergen (Brennstoff- und Schmierölaufnahme), Stavanger, Egersund und Farsund (beide wegen Schlechtwetter) sowie Kristiansand (Geleitwechsel) schließlich nach Kiel. Nach insgesamt 44 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 5.900 sm machte U 101 am 16.11.1941 in Kiel fest. Im Verlauf dieser Unternehmung konnte ein Zerstörer mit 1.190 ts versenkt werden. → Erfolge U 101.
Original Kriegstagebuch U 101 - 10. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 03.05.1945 |
| Letzter Kommandant: | Helmut Münster |
| Ort: | Neustadt in Holstein |
| Position: | 54° 06' Nord - 10° 48' Ost |
| Planquadrat: | AO 7766 |
| Verlust durch: | Selbstsprengung |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 101 |
Verbleib im Detail
U 101 wurde am 03.05.1945 in Neustadt in Holstein bei der Aktion Regenbogen selbst versenkt. Das Boot wurde bereits am 21.10.1943 in Neustadt in Holstein außer Dienst gestellt. Es diente noch als Lehrboot bei der 3. U-Boot-Lehrdivision, Neustadt in Holstein.
Bereits vor der Selbstsprengung am 03.05.1945 in Hafenbereich von Neustadt in Holstein, durch vier Hawker Typhoon geführt von Reginald-Charles Nutter der britischen RAF Squadron 175 mit Raketenbomben beschädigt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 35, 71, 154, 159, 166.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 29, 187, 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 357, 362.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 89 - 90.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 41, 276.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 100 - U 124" - Eigenverlag - S. 18 - 38.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.