U 135: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 135==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 135==
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=== Verbleib im Detail ===
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U 135 wurde am 15.07.1943 im Mittelatlantik, östlich der Kanarischen Inseln, durch [[Wasserbombe|Wasserbomben]] der britischen Sloop [[HMS Rochester (U.50)]] unter Commander Hugh-Valentine King, den Korvetten [[HMS Mignonette (K.38)]] unter Lieutenant Harold-Hinksman Brown und [[HMS Balsam (K.72)]] unter Lieutenant James-Ernest-Louis Peters sowie einer [[Consolidated PBY Catalina]] der [[US-Navy Squadron VP-92]] unter Lieutenant junior grade Robert-J. Finnie schwer beschädigt und zum Auftauchen gezwungen. Die Versenkung des Bootes erfolgte schließlich durch einen Rammstoß der HMS Mignonette (K.38).
U 135 wurde am 15.07.1943 im Mittelatlantik, östlich der Kanarischen Inseln, durch [[Wasserbombe|Wasserbomben]] der britischen Sloop [[HMS Rochester (U.50)]] unter Commander Hugh-Valentine King, den Korvetten [[HMS Mignonette (K.38)]] unter Lieutenant Harold-Hinksman Brown und [[HMS Balsam (K.72)]] unter Lieutenant James-Ernest-Louis Peters sowie einer [[Consolidated PBY Catalina]] der [[US-Navy Squadron VP-92]] unter Lieutenant junior grade Robert-J. Finnie schwer beschädigt und zum Auftauchen gezwungen. Die Versenkung des Bootes erfolgte schließlich durch einen Rammstoß der HMS Mignonette (K.38).

Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:48 Uhr

U 134
   U 136

Kriegsmarine Unterseeboot U 135

Typ: VII C
Bauauftrag: 07.08.1939
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack
Serie: U 132 - U 136
Baunummer: 014
Kiellegung: 16.09.1940
Stapellauf: 12.06.1941
Indienststellung: 16.08.1941
Kommandant: Friedrich-Hermann Praetorius
Feldpostnummer: M - 00 150

Kommandanten

16.08.1941 - 00.11.1942 Kapitänleutnant - Friedrich-Hermann Praetorius
00.11.1942 - 03.06.1943 Oberleutnant zur See - Heinz Schütt
04.06.1943 - 15.07.1943 Oberleutnant zur See - Otto Luther

Flottillen

16.08.1941 - 00.12.1941 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
00.12.1941 - 15.07.1943 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

24.12.1941 - 25.12.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

25.12.1941 - 31.01.1942: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in St. Nazaire


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See (später Kapitänleutnant) Friedrich-Hermann Praetorius lief U 135 am 24.12.1941 von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Der Marsch führte zunächst durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal mit einem Zwischenstopp in Brunsbüttel, bevor das Boot im Nordatlantik sowie in den Seegebieten vor Neufundland und Nova Scotia operierte. Während dieses Einsatzes war U 135 der U-Boot-Gruppe Ziethen zugeteilt. Nach einer Fahrt von insgesamt 38 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 5.750 sm über sowie 204 sm unter Wasser lief das Boot am 31.01.1942 in St. Nazaire ein. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung eines Schiffes mit 9.626 BRT. → Erfolge U 135.

Original Kriegstagebuch U 135 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

22.02.1942 - 03.04.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Brest


Am 22.02.1942 verließ U 135 unter Kapitänleutnant Friedrich-Hermann Praetorius den Stützpunkt St. Nazaire. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die Seegebiete westlich der Hebriden und der Färöer Inseln, wobei es den U-Boot-Gruppen Westwall und York angehörte. Nach einer Einsatzdauer von 40 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 6.053 sm über sowie 337 sm unter Wasser lief U 135 am 03.04.1942 in Brest ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 135 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

26.04.1942 - 27.04.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient

27.04.1942 - 05.07.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Friedrich-Hermann Praetorius verließ U 135 am 26.04.1942 den Stützpunkt Brest zur 3. Unternehmung. Nach Brennstoffaufnahme in Lorient am Folgetag verlagerte sich das Operationsgebiet in den Nordatlantik sowie vor die Ostküsten der USA und Kanadas, wobei das Boot der U-Boot-Gruppe Pfadfinder angehörte. Am 23.06.1942 erfolgte eine Versorgung durch U 459 mit 13 m³ Brennstoff, 2 m³ Schmieröl und 1.250 kg Proviant. Nach einer Fahrt von insgesamt 70 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 11.145 sm über sowie 395 sm unter Wasser kehrte U 135 am 05.07.1942 nach St. Nazaire zurück. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 2 Schiffen mit insgesamt 11.676 BRT. → Erfolge U 135.

Original Kriegstagebuch U 135 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

08.08.1942 - 03.10.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 08.08.1942 lief U 135 unter Kapitänleutnant Friedrich-Hermann Praetorius von St. Nazaire zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und war dabei der U-Boot-Gruppe Lohs zugeteilt. Im Verlauf des Einsatzes wurde U 135 am 01.09.1942 selbst durch U 462 mit 23 m³ Brennstoff sowie 7 Tagen Proviant versorgt und gab seinerseits Brennstoff an zwei andere U-Boote ab. Nach einer 56-tägigen Fahrt, bei der etwa 7.200 sm über und 774 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, kehrte das Boot am 03.10.1942 nach St. Nazaire zurück. Erfolge in Form von Versenkungen oder Beschädigungen konnten nicht erzielt werden.

Original Kriegstagebuch U 135 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

21.11.1942 - 25.12.1942: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Unter dem Kommando von Leutnant zur See Heinz Schütt verließ U 135 am 21.11.1942 den Stützpunkt St. Nazaire zur 5. Unternehmung. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, insbesondere in die Seegebiete westlich von Irland sowie in den mittleren Nordatlantik, wobei es den U-Boot-Gruppen Panzer und Raufbold angehörte. Nach einer Einsatzdauer von 34 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 6.050 sm über sowie 374 sm unter Wasser lief U 135 am 25.12.1942 wieder in St. Nazaire ein. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. → Erfolge U 135.

Original Kriegstagebuch U 135 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

24.01.1943 - 10.03.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient


Zu seiner 6. Unternehmung lief U 135 am 24.01.1943 unter dem Kommando von Leutnant zur See Heinz Schütt aus St. Nazaire aus. Die Operationen konzentrierten sich auf den Nordatlantik, wobei das Boot in den Gewässern östlich von Neufundland sowie westlich von Island agierte und den U-Boot-Gruppen Pfeil sowie Neptun zugeteilt war. Zur Verlängerung der Einsatzzeit erhielt U 135 am 12.02.1943 eine Versorgung durch U 460, die 35 m³ Brennstoff und Proviant für 7 Tage umfasste. Nach einer Fahrt von 45 Tagen, in deren Verlauf 6.560 sm über und 524 sm unter Wasser bewältigt wurden, erreichte das Boot am 10.03.1943 den Stützpunkt Lorient. Die Erfolgsbilanz blieb auf dieser Fahrt ohne Versenkungen oder Beschädigungen.

Original Kriegstagebuch U 135 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

07.06.1943 - 15.07.1943: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Otto Luther verließ U 135 am 07.06.1943 den Stützpunkt Lorient zur 7. Unternehmung. Die Operationen fanden im Mittelatlantik sowie in den Gewässern um die Kanarischen Inseln statt, wobei das Boot der U-Boot-Gruppe Trutz 2 angehörte. Nach einer Einsatzdauer von 38 Tagen wurde U 135 durch britische Kriegsschiffe versenkt. Die Bilanz dieser letzten Fahrt umfasst die Beschädigung eines Schiffes mit 4.762 BRT. → Erfolge U 135.

Original Kriegstagebuch U 135 - 7. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 15.07.1943
Letzter Kommandant: Otto Luther
Ort: Mittelatlantik
Position: 28° 20' Nord - 13° 17' West
Planquadrat: DH 9625
Verlust durch: Rammstoß
Tote: 5
Überlebende: 41
Besatzung: Besatzungsliste U 135

Verbleib im Detail


U 135 wurde am 15.07.1943 im Mittelatlantik, östlich der Kanarischen Inseln, durch Wasserbomben der britischen Sloop HMS Rochester (U.50) unter Commander Hugh-Valentine King, den Korvetten HMS Mignonette (K.38) unter Lieutenant Harold-Hinksman Brown und HMS Balsam (K.72) unter Lieutenant James-Ernest-Louis Peters sowie einer Consolidated PBY Catalina der US-Navy Squadron VP-92 unter Lieutenant junior grade Robert-J. Finnie schwer beschädigt und zum Auftauchen gezwungen. Die Versenkung des Bootes erfolgte schließlich durch einen Rammstoß der HMS Mignonette (K.38).


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 15.07.1943 im Mittelatlantik vor der afrikanischen Küste bei Kap Juby am Konvoi OS.51 nach der Torpedierung des britischen Dampfers TWICKENHAM geortet, von der Konvoisicherung, der Sloop ROCHESTER, zwischen 11:58 Uhr und 13:56 Uhr durch 97 Wasserbomben beschädigt und zum Auftauchen gezwungen An der Oberfläche von ROCHESTER und den beiden Korvetten BALSAM und MIGNONETTE der 39. Escort Group sowie einer Catalina der US-Navy-Squadron VP-92 mit Artillerie und Bordwaffen beschossen und durch MIGNONETTE gerammt. Die Besatzung konnte ihr Boot noch verlassen, bevor U 135 sank. 41 Mann wurden von den Briten gerettet. Zitat Ende.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 116.



Clay Blair schreibt dazu:

In der engen Straße zwischen den Kanarischen Inseln und Marokko sichtete Luther den Konvoi OS 51. Am 15. Juli griff er an und beschädigte den britischen Frachter Twickenham mit 4762 BRT. Die Geleitschiffe griffen ihrerseits an und zwangen die Besatzung, das Boot zu versenken. Die Admiralität sprach die Versenkung der bewährten britischen Sloop Rochester und den britische Korvetten Balsam und Mignonette zu. Die Briten retteten Luther und 40 andere Deutsche. Zitat Ende.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 415 - 416.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 415, 416.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 151, 182, 219.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 52, 220.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 116.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 114.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 45, 267, 270, 273, 276.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 123 - 132.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 205.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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