U 202: Unterschied zwischen den Versionen
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== Kriegsmarine Unterseeboot | == Kriegsmarine Unterseeboot U 202 == | ||
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Am 17.06.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee und dem Warten auf das Auslaufgeleit in Kristiansand | Am 17.06.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee und dem Warten auf das Auslaufgeleit in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik. Während dieser insgesamt 37 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 5.840 sm über und 101 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 23.07.1941 lief U 202 in Brest ein. | ||
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Am 11.08.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. | Am 11.08.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie südwestlich von Island. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen [[U-Boot-Gruppe Grönland|Grönland]] und [[U-Boot-Gruppe Markgraf|Markgraf]]. Während dieser insgesamt 38 Tage dauernden Fahrt wurden 6.046 sm über und 93 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 2.210 BRT. Am 17.09.1941 lief U 202 wieder in Brest ein.[[Versenkungserfolge U 202|→ Erfolge U 202]] | ||
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Am 14.10.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Infolge eines Ausfalls des [[Dieselverdichter|Dieselverdichters]] | Am 14.10.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Infolge eines Ausfalls des [[Dieselverdichter|Dieselverdichters]] musste die Fahrt unterbrochen werden, woraufhin das Boot zunächst nach Brest zurückkehrte. Nach erfolgter Reparatur und erneutem Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik, westlich von Irland sowie vor Neufundland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen [[U-Boot-Gruppe Schlagetot|Schlagetot]] und [[U-Boot-Gruppe Raubritter|Raubritter]]. Während dieser insgesamt 31 Tage dauernden Fahrt (einschließlich des ersten Versuchs) wurden 5.221,8 sm über und 44,7 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 6.608 BRT. Am 13.11.1941 lief U 202 wieder in Brest ein, woraufhin die Ausrüstung des Bootes für den Einsatz im Mittelmeer erfolgte.[[Versenkungserfolge U 202|→ Erfolge U 202]] | ||
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Am 13.12.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. | Am 13.12.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie westlich von Gibraltar. Ein am 20.12.1941 unternommener Versuch, durch die Straße von Gibraltar in das Mittelmeer durchzubrechen, scheiterte jedoch, da das Boot durch Fliegerbomben schwer beschädigt wurde und das Unternehmen abbrechen musste. Während dieser insgesamt 15 Tage dauernden Fahrt wurden 2.789,6 sm über und 125,3 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 27.12.1941 lief U 202 wieder in Brest ein. | ||
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Am 01.03.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. | Am 01.03.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie vor der Ostküste der USA. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 28.03.1942 von [[U A]] mit Brennstoff sowie am 30.03.1942 erneut durch [[U A]] mit weiteren 30 m³ Brennstoff und Proviant versorgt. Während dieser insgesamt 57 Tage dauernden Fahrt wurden 8.459,4 sm über und 251,8 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 5.249 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 8.882 BRT. Am 26.04.1942 lief U 202 wieder in Brest ein. | ||
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Am 27.05.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme eines Trupps von V-Männern am 28.05.1942 in Lorient – bestehend aus Georg-John Dasch, Heinrich Heinck, Richard Quirin und Hans-Peter Burger – | Am 27.05.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme eines Trupps von V-Männern am 28.05.1942 in Lorient – bestehend aus Georg-John Dasch, Heinrich Heinck, Richard Quirin und Hans-Peter Burger – operierte das Boot im Nordatlantik, vor der Ostküste der USA sowie im Mittelatlantik. Im Rahmen dieser Operation wurden die vier V-Männer am 13.06.1942 an der US-Ostküste bei Long Island abgesetzt. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 10.07.1942 von [[U 460]] mit 42 m³ Brennstoff, 2 t Schmieröl sowie Proviant versorgt. Während dieser insgesamt 60 Tage dauernden Fahrt wurden 9.545,6 sm über und 415 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 10.725 BRT. Am 25.07.1942 lief U 202 wieder in Brest ein. Im Anschluss wurde Kapitänleutnant [[Hans-Heinz Linder]] aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung vom Kommando abgelöst. | ||
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Am 06.09.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 7. Unternehmung aus. | Am 06.09.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet südöstlich von Trinidad. Während dieser insgesamt 50 Tage dauernden Fahrt wurden 8.173,8 sm über und 444 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 1.815 BRT. Am 25.10.1942 lief U 202 wieder in Brest ein. | ||
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Am 12.01.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 8. Unternehmung aus. | Am 12.01.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie im Seegebiet um die Kanarischen und Azorischen Inseln. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen [[U-Boot-Gruppe Rochen|Rochen]] und [[U-Boot-Gruppe Tümmler|Tümmler]]. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 13.02.1943 von [[U 118]] mit 31 m³ Brennstoff und Proviant, am 28.02.1943 von [[U 461]] mit 88 m³ Brennstoff, 2.000 Litern Schmieröl, zwei [[Torpedo|Torpedos]], Ersatzteilen wie einem [[Metox-Gerät]] sowie einem [[Fu.M.B.]]-Gerät und Proviant sowie am 21.03.1943 von [[U 109]] mit weiteren 17 m³ Brennstoff und Frischproviant versorgt. Während dieser insgesamt 74 Tage dauernden Fahrt wurden 12.502 sm über und 554 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 7.989 BRT sowie die Beschädigung von drei weiteren Schiffen mit insgesamt 26.545 BRT. Am 26.03.1943 lief U 202 wieder in Brest ein. [[Versenkungserfolge U 202|→ Erfolge U 202]] | ||
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Am 29.04.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 9. Unternehmung aus. | Am 29.04.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant [[Günter Poser]] von Brest zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südöstlich von Kap Farewell sowie vor Grönland. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen [[U-Boot-Gruppe Lech|Lech]] und [[U-Boot-Gruppe Donau 2|Donau 2]]. Während dieser insgesamt 34 Tage dauernden Fahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 01.06.1943 wurde U 202 durch britische Kriegsschiffe versenkt. | ||
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Aktuelle Version vom 28. April 2026, 07:32 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 202
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 23.09.1939 |
| Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel |
| Serie: | U 201 - U 212 |
| Baunummer: | 631 |
| Kiellegung: | 18.03.1940 |
| Stapellauf: | 10.02.1941 |
| Indienststellung: | 22.03.1941 |
| Kommandant: | Hans-Heinz Linder |
| Feldpostnummer: | M - 38 859 |
Kommandanten
| 22.03.1941 - 01.09.1942 | Kapitänleutnant - Hans-Heinz Linder |
| 02.09.1942 - 02.06.1943 | Kapitänleutnant - Günter Poser |
Flottillen
| 22.03.1941 - 00.06.1941 | 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 00.06.1941 - 02.06.1943 | 1. U-Flottille, Brest (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
17.06.1941 - 18.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
18.06.1941 - 23.07.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest
Am 17.06.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee und dem Warten auf das Auslaufgeleit in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik. Während dieser insgesamt 37 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 5.840 sm über und 101 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 23.07.1941 lief U 202 in Brest ein.
Original Kriegstagebuch U 202 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
11.08.1941 - 17.09.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 11.08.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie südwestlich von Island. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Grönland und Markgraf. Während dieser insgesamt 38 Tage dauernden Fahrt wurden 6.046 sm über und 93 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 2.210 BRT. Am 17.09.1941 lief U 202 wieder in Brest ein.→ Erfolge U 202
Original Kriegstagebuch U 202 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
14.10.1941 - 14.10.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
16.10.1941 - 13.11.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 14.10.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Infolge eines Ausfalls des Dieselverdichters musste die Fahrt unterbrochen werden, woraufhin das Boot zunächst nach Brest zurückkehrte. Nach erfolgter Reparatur und erneutem Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik, westlich von Irland sowie vor Neufundland. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Schlagetot und Raubritter. Während dieser insgesamt 31 Tage dauernden Fahrt (einschließlich des ersten Versuchs) wurden 5.221,8 sm über und 44,7 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 6.608 BRT. Am 13.11.1941 lief U 202 wieder in Brest ein, woraufhin die Ausrüstung des Bootes für den Einsatz im Mittelmeer erfolgte.→ Erfolge U 202
Original Kriegstagebuch U 202 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
13.12.1941 - 27.12.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 13.12.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie westlich von Gibraltar. Ein am 20.12.1941 unternommener Versuch, durch die Straße von Gibraltar in das Mittelmeer durchzubrechen, scheiterte jedoch, da das Boot durch Fliegerbomben schwer beschädigt wurde und das Unternehmen abbrechen musste. Während dieser insgesamt 15 Tage dauernden Fahrt wurden 2.789,6 sm über und 125,3 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 27.12.1941 lief U 202 wieder in Brest ein.
Original Kriegstagebuch U 202 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
01.03.1942 - 25.04.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient
25.04.1942 - 26.04.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest
Am 01.03.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie vor der Ostküste der USA. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 28.03.1942 von U A mit Brennstoff sowie am 30.03.1942 erneut durch U A mit weiteren 30 m³ Brennstoff und Proviant versorgt. Während dieser insgesamt 57 Tage dauernden Fahrt wurden 8.459,4 sm über und 251,8 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 5.249 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 8.882 BRT. Am 26.04.1942 lief U 202 wieder in Brest ein.
Original Kriegstagebuch U 202 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
27.05.1942 - 28.05.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient
28.05.1942 - 25.07.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest
Am 27.05.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme eines Trupps von V-Männern am 28.05.1942 in Lorient – bestehend aus Georg-John Dasch, Heinrich Heinck, Richard Quirin und Hans-Peter Burger – operierte das Boot im Nordatlantik, vor der Ostküste der USA sowie im Mittelatlantik. Im Rahmen dieser Operation wurden die vier V-Männer am 13.06.1942 an der US-Ostküste bei Long Island abgesetzt. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 10.07.1942 von U 460 mit 42 m³ Brennstoff, 2 t Schmieröl sowie Proviant versorgt. Während dieser insgesamt 60 Tage dauernden Fahrt wurden 9.545,6 sm über und 415 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit insgesamt 10.725 BRT. Am 25.07.1942 lief U 202 wieder in Brest ein. Im Anschluss wurde Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung vom Kommando abgelöst.
Original Kriegstagebuch U 202 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
06.09.1942 - 25.10.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 06.09.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Günter Poser von Brest zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet südöstlich von Trinidad. Während dieser insgesamt 50 Tage dauernden Fahrt wurden 8.173,8 sm über und 444 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 1.815 BRT. Am 25.10.1942 lief U 202 wieder in Brest ein.
Original Kriegstagebuch U 202 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
12.01.1943 - 26.03.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 12.01.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Poser von Brest zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie im Seegebiet um die Kanarischen und Azorischen Inseln. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Rochen und Tümmler. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 202 am 13.02.1943 von U 118 mit 31 m³ Brennstoff und Proviant, am 28.02.1943 von U 461 mit 88 m³ Brennstoff, 2.000 Litern Schmieröl, zwei Torpedos, Ersatzteilen wie einem Metox-Gerät sowie einem Fu.M.B.-Gerät und Proviant sowie am 21.03.1943 von U 109 mit weiteren 17 m³ Brennstoff und Frischproviant versorgt. Während dieser insgesamt 74 Tage dauernden Fahrt wurden 12.502 sm über und 554 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 7.989 BRT sowie die Beschädigung von drei weiteren Schiffen mit insgesamt 26.545 BRT. Am 26.03.1943 lief U 202 wieder in Brest ein. → Erfolge U 202
Original Kriegstagebuch U 202 - 8. Unternehmung
9. Unternehmung
29.04.1943 - 02.06.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes
Am 29.04.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Poser von Brest zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südöstlich von Kap Farewell sowie vor Grönland. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Lech und Donau 2. Während dieser insgesamt 34 Tage dauernden Fahrt wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 01.06.1943 wurde U 202 durch britische Kriegsschiffe versenkt.
Original Kriegstagebuch U 202 - 9. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 02.06.1943 |
| Letzter Kommandant: | Günter Poser |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 56° 12' Nord - 39° 52' West |
| Planquadrat: | AK 4114 |
| Verlust durch: | Wasserbomben und Artillerie |
| Tote: | 18 |
| Überlebende: | 30 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 202 |
Verbleib im Detail
Am 02.06.1943 wurde U 202 im Nordatlantik südöstlich von Kap Farewell durch Wasserbomben und Artilleriebeschuss der britischen Sloop HMS Starling (U.66) unter Commander Frederic-John Walker versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Bericht des Kommandanten:
U 202 lief am 29.04.1943 mit Operationsgebiet Nordatlantik aus Brest aus. Vom Befehlshaber der U-Boote war ein Großeinsatz im Mai gegen die England -Geleitzug-Route geplant. Der Marsch durch die Biskaya wurde bei ziemlich gutem Wetter unter häufiger Feindeinwirkung aus der Luft durchgeführt. Die Besatzung spielte sich schnell ein und bestätigte den hohen Kampfwert des Bootes. Im mittleren Nordatlantik wurde kein Verkehr und nur geringe Abwehr angetroffen, und der Weg in den Raum südlich Grönland-Island ohne besondere Ereignisse zurückgelegt. Ein dort aus- und einlaufendes Geleit konnten wegen starker Luftabwehr, schlechten Wetters und der ausbleibenden Fühlungshaltermeldung von uns nicht erfasst werden.
Etwa Mitte Mai 1943 wurden alle im Nordatlantik stehenden Boote in großen Aufstellungen zum Einsatz auf die gemeldeten Geleitzüge zusammengezogen. Das Auf- und Abstehen im zugeteilten Operationsraum etwa 300 Seemeilen südlich der Spitze Grönlands verlief außer zeitweiliger Funkortung ohne besondere Ereignisse. Am 01.06.1943 gegen 12:45 Uhr wurde eine sich schnell nähernde Mastspitze gemeldet. Ich lief ab und beobachtete in Null-Lage ein Fahrzeug mit breiter Brücke und daneben einen Zerstörermast. Da ich nicht schnell genug ablaufen konnte, tauchte ich und machte zum Schuß klar. Bei der Annäherung der Fahrzeuge stellte ich zwei, in Schlangenlinien fahrende Zerstörerähnliche Boote fest und lief mit etwa 4-5 Hektometer auf ein Fahrzeug zum Angriff.
Kurz vor dem Schuss setzte das gegnerische Boot Gefechtsstander und drehte spitz auf die Tauchstelle zu. Ich ging auf Tiefe, bekam aber auf 70 Meter gut gezielte Wasserbomben, die Ausfälle hervorriefen. In der anschließenden von mehreren Fahrzeugen (vier Sloops) mit einem neuen, teppichartigen Verfahren durchgeführt, nach der mehr als 15stündigen Verfolgung bewiesen Boot und Besatzung höchsten Kampfwert. Während der Verfolgung pendelte U 202 ständig um 200 Meter Wassertiefe und nahm trotz schwerster Schläge nur wenig Wasser. Zur Zeit der wahren Mitternacht (4 Uhr deutscher Zeit), nach Aussetzten der Wasserbomben-Verfolgung, aber weiterer Beobachtung, musste ich als letzte Möglichkeit versuchen, das Boot durch Ablaufen über Wasser dem Feinde zu entziehen. Trotz noch vorhandener Reserven für etwa 3 bis 4 Stunden war das Boot jedoch in seiner labilen Lage nicht mehr lange zu halten. In meinem Entschluss aufzutauchen, bestärkte mich die für ein Ablaufen günstige Wetterlage.
Nach dem Auftauchen gab ich Befehl zum Klarmachen des Bootes und Anlaufen. Ich beobachtete folgende Lage: Windstille, Dünung, dünne geschlossene Wolkendecke, durch das das Nordlicht stark hindurch schien und die Nacht grau erhellte, sehr gute Sicht, recht achteraus Sloop mit 10-15 hm Abstand, Nulllage, an Steuerbord querab eine weitere Sloop, sehr weit ab. Ich ging sofort auf hohe Fahrt und befahl das schnelle Tauchklarmachen des Bootes, während die Sloop einen Leuchtgranatenvorhang recht voraus schoss und ihr Granatfeuer eröffnete. Das Boot hatte trotz Nachblasens mit Luft durch tief eingetauchtes Heck schlechte Fahrtlage. Die Sloop kam schießend auf. Da die Möglichkeit des Ablaufens aussichtslos wurde, für Geschütz oder Torpedo keine Einsatzbedingungen vorlagen, das Boot aber vor Ablauf mindestens einer Stunde nicht wieder tauchklar war, sah ich mich schließlich nach einigen deckenden Salven aus sehr geringer Entfernung gezwungen beizudrehen, und befahl schnellstens das Aussteigen.
Beim Beginn des Aussteigens erhielt der Turm den ersten Treffer. Die Besatzung suchte Schutz vor dem heftigen Feuer hinter der Turmverkleidung. Die Sloop umfuhr U 202 in geringer Entfernung und schoss mit schwerem MG-Feuer diejenigen Männer zusammen, die nicht schnell genug Deckung gefunden oder ins Wasser gesprungen waren (Wassertemperatur etwa + 4 Grad) und warf Wasserbomben zwischen die Schwimmenden, 16 Mann wurden dabei verwundet. Ich selbst versuchte, in der Zentrale das Boot zu versenken, was erst später gelang. Besonders ausgezeichnet haben sich dabei durch ruhige Umsicht und Verantwortungsgefühl neben anderen Leutnant zur See Brackmann, Obermaschinist Unterdoerfer, Maschinenmaat Schröder und Gefreiter Müller. Als Oberdeck und Brücke geräumt und der größte Teil der Besatzung von der sehr nahe gestoppt liegenden und einer weiter entfernt liegenden Sloop aufgenommen worden war, verließen Obermaschinist Unterdoerfer, Maschinenmaat Schröder und ich das schnell sinkende U-Boot.
Inzwischen wurde bekannt, dass die Sloop HMS STARLING 15 Mann von U 202 gerettet hatte, während die etwas weiter ab stehende SloopHMS WILD GOOSE (U.45) zwei Offiziere und zehn Mann von U 202 aufgenommen hatte. Wenig später näherte sich die HMS STARLING den letzten drei Männern von U 202, die noch im Wasser schwammen. Der Kommandant der HMS STARLING, Capt. Walker, fragte die noch im Wasser Schwimmenden welche Nummer das Boot und wer der Kommandant war. Als er keine Antwort erhielt, entschied sich Walker, die Männer nicht zu retten. Erst danach erfuhr Walker, dass die HMS STARLING, U 202 versenkt hatte und der Kommandant Kapitänleutnant Günter Poser war. Daraufhin gab Walker Befehl zur Rettung der letzten drei Schiffbrüchigen von U 202.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 104 - 106.
Clay Blair schreibt dazu:
Am 2. Juni war Johnny Walkers Support Group 2 unterwegs zur Verstärkung von Konvoi HX 241 und stieß auf das bewährte Boot U 203 unter Günter Poser, 26 Jahre alt. Ein Jahr zuvor hatte dieser Kommandant vier deutsche Agenten auf Long Island an Land gesetzt. Nach einer Jagd von 15 Stunden und dem Abwurf von 250 Wasserbomben zwang Walkers Gruppe U 202 zum Auftauchen und versenkte das Boot dann mit 27 Salven aus den 4-Zoll-Geschützen. Die vier Sloops HMS Kite (U 87), Starling, Wild Goose und HMS Woodpecker (U.08) beteiligten sich an diesem Angriff, aber das Verdienst für die Versenkung ging allein an Walkers Führerboot, die Starling. Die Briten retteten Poser und 29 andere Deutsche, die meisten waren verwundet.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 410.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 410.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 146, 181
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 41, 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 104 – 106.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 144, 145.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 45, 280.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 209 – 227.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.