U A

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U 4712
   U B

Kriegsmarine Unterseeboot U A (ex türkisch Batiray)

Typ: Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw (IvS)
Bauauftrag: 25.06.1936
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Baunummer: 575
Kiellegung: 10.02.1937
Stapellauf: 28.09.1938
Indienststellung: 20.09.1939
Kommandant: Hans Cohausz
Feldpostnummer: M - 00 073

Kommandanten

20.09.1939 - 31.10.1940 Kapitänleutnant - Hans Cohausz
01.11.1940 - 14.02.1942 Korvettenkapitän - Hans Eckermann
15.02.1942 - 14.05.1942 Korvettenkapitän - Hans Cohausz
15.05.1942 - 09.08.1942 Oberleutnant zur See - Ebe Schnoor
10.08.1942 - 22.03.1943 Korvettenkapitän - Friedrich Schäfer
23.03.1943 - 14.04.1944 Korvettenkapitän - Georg Peters
18.04.1944 - 15.03.1945 Oberleutnant zur See - Ulrich-Philipp Graf von und zu Arco-Zinneberg

Flottillen

17.09.1939 - 31.12.1939 U-Flottille Wegener, Kiel (Ausbildungsboot)
01.01.1940 - 31.05.1940 7. U-Flottille, Kiel (Frontboot)
01.06.1940 - 31.12.1941 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot)
15.12.1941 - 08.1942 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)
08.1942 - 02.1943 U-Bootabwehrschule, Gotenhafen (Schulboot)
03.1942 - 11.1944 4. U-Flottille, Stettin (Versuchsboot)
11.1944 - 05.1945 24. U-Flottille, Memel - Gotenhafen (Schulboot)

Einsätze


Transportfahrt


27.04.1940 - 27.04.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

27.04.1940 - 02.05.1940 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Drontheim

05.05.1940 - 09.05.1940 Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Helgoland

09.05.1940 - 10.05.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Kiel


Am 27.04.1940 lief U A unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Cohausz von Kiel zu einer Versorgungsfahrt aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, sowie Geleitaufnahme in Brunsbüttel, lief das Boot über die Nordsee, nach Drontheim. Es Transportierte, 16,3 m³ Benzin, 5,2 t Schmieröl für die Luftwaffe, 1.116 Schuß 8,8-cm, 50 Schuß 8,8-cm LG, ein 8,8-cm-Geschütz, mit Bettung und Teilkommandoanlage, Zubehör für ein 8,8-cm Flakgeschütz bzw. für Batterie, 16 Fliegerbomben von 250 kg, 15 m³ Schmieröl und 400 Kalipatronen für die U-Boote, nach Drontheim. Am 02.05.1940 lief U A in Drontheim ein. Der Rückmarsch führte über Helgoland (Geleitaufnahme), Brunsbüttel und den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Nach einer Gesamtdauer von 14 Tagen und zurückgelegten 2.197,8 sm, lief U A am 10.05.1940 wieder in Kiel ein. Dort wurde das Boot wieder zu einem normalen Kampfboot umgebaut.



1. Unternehmung

06.06.1940 - 07.06.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

07.06.1940 - 28.08.1940 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Wilhelmshaven

29.08.1940 - 29.08.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Brunsbüttel

29.08.1940 - 30.08.1940 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel


Am 06.06.1940 lief U A unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Cohausz von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal sowie der Geleitaufnahme in Brunsbüttel operierte das Boot im Nord- und Mittelatlantik bei den Kanarischen und Kapverdischen Inseln sowie vor Freetown. Das Boot wurde am 18.07.1940 von der Pinguin mit 85 m³ Brennstoff, am 19.07.1940 mit Schmieröl, Frischbrot, Trink- und Waschwasser, am 21.07.1940 mit Artilleriemunition, am 23.07.1940 mit vier Torpedos, am 24.07.1940 mit sieben Torpedos und am 25.07.1940 mit dem Rest Treiböl und Proviant versorgt. Der Rückmarsch führte über Wilhelmshaven (Geleitaufnahme), Brunsbüttel und den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel. Nach einer Gesamtdauer von 86 Tagen und zurückgelegten zirka 15.250 sm lief U A am 30.08.1940 wieder in Kiel ein. U A konnte auf dieser Unternehmung 7 Schiffe mit zusammen 40.606 BRT versenken. → Erfolge.

Original Kriegstagebuch U A - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

25.02.1941 - 25.02.1941 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel

26.02.1941 - 26.02.1941 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland

27.02.1941 - 18.03.1941 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Lorient


Am 25.02.1941 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Eckermann von Kiel zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, der Geleitaufnahme in Brunsbüttel sowie Geräuschmessungen bei Helgoland operierte das Boot im Nordatlantik. Die Unternehmung musste wegen Waboschäden vorzeitig abgebrochen werden. Nach einer Gesamtdauer von 22 Tagen und zurückgelegten 4.403 sm über und 134 sm unter Wasser lief U A am 18.03.1941 in Lorient ein. U A konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 5.228 BRT versenken. → Erfolge.

Original Kriegstagebuch U A - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

14.04.1941 - 26.04.1941 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 14.04.1941 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Eckermann von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Die Unternehmung musste wegen einer schweren Ruderhavarie vorzeitig abgebrochen werden. Nach einer Gesamtdauer von 13 Tagen und zurückgelegten 2.441 sm über und 51 sm unter Wasser lief U A am 26.04.1941 wieder in Lorient ein. U A konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U A - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

03.05.1941 - Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 03.05.1941 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Eckermann von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik bei den Kanarischen Inseln, vor Freetown und bei den Kapverdischen Inseln. Es wurde am 28.05.1941 vom deutschen Versorger Egerland mit 110 m³ Treiböl, 11 m³ Waschwasser, 3 m³ Trinkwasser, 1.360 kg Proviant und Destillat sowie am 29.05.1941 mit 5.400 Litern Schmieröl in 18 Fässern versorgt. Außerdem versorgte U A → 2 U-Boote. Nach einer Gesamtdauer von 89 Tagen und zurückgelegten 15.682 sm über und 169 sm unter Wasser lief U A am 30.07.1941 wieder in Lorient ein. U A konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U A - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

07.10.1941 - 09.10.1941Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

15.10.1941 - 16.10.1941 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

21.10.1941 - 24.12.1941 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire

24.12.1941 - 25.12.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient


Am 07.10.1941 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Eckermann von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Am 09.10.1941 und am 16.10.1941 musste das Boot wegen einer Ölspur zurück nach Lorient. Nach den Reparaturen und dem endgültigen Auslaufen operierte das Boot im Mittelatlantik, vor Freetown, im Südatlantik und südlich der Insel St. Helena. Es wurde am 28.10.1941 vom deutschen Schiff Puma mit 46 m³ Treiböl versorgt. Am 01.12.1941 erfolgte die Rettung von Überlebenden des deutschen Versorgers Python und des Hilfskreuzers Atlantis. Am 06.12.1941 erfolgte sodann der Rückmarsch mit 106 Überlebenden des Hilfskreuzers Atlantis an Bord. Am 14.12.1941 wurden an das italienische U-Boot „Torelli“ 55 Mann der Atlantis abgegeben sowie Proviant und Schmieröl von „Luigi Torelli“ übernommen. Der Rückmarsch führte über St. Nazaire (Abgabe der Geretteten) nach Lorient. Nach einer Gesamtdauer von 80 Tagen und zurückgelegten 12.648,1 sm über und 163,3 sm unter Wasser lief U A am 25.12.1941 wieder in Lorient ein. U A konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U A - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

21.02.1942 - 22.02.1942 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 21.02.1942 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Cohausz von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach einem Tag fiel der Steuerborddiesel aus und das Boot musste, in der Biskaya befindlich, zurück nach Lorient. Nach einer Gesamtdauer von 2 Tagen lief U A am 22.02.1942 wieder in Lorient ein. Das Boot ging in die Werft, wo der Diesel repariert wurde. U A konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U A - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

14.03.1942 - 19.04.1942 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Bergen

20.04.1942 - 20.04.1942 Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger

21.04.1942 - 21.04.1942 Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Kristiansand

22.04.1942 - 24.04.1942 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kiel


Am 14.03.1942 lief U A unter dem Kommando von Korvettenkapitän Hans Cohausz von Lorient zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. → 2 U-Boote wurden versorgt. Der Rückmarsch führte über Bergen (Brennstoff, Trinkwasser und Destillat ergänzt), Stavanger (Geleitwechsel) und Kristiansand (Geleitwechsel) nach Kiel. Nach einer Gesamtdauer von 42 Tagen und zurückgelegten 7.013 sm lief U A am 24.04.1942 in Kiel ein. U A konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U A - 7. Unternehmung


Verbleib

Datum: 03.05.1945
Letzter Kommandant: Ulrich-Philipp Graf von und zu Arco-Zinneberg
Ort: Kiel / Arsenal
Position: 54° 07' Nord - 10° 50' Ost
Planquadrat: AO 7766
Verlust durch: Selbstsprengung
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U A

Verbleib im Detail


U A wurde am 15.03.1945, in Kiel, außer Dienst gestellt und am 03.05.1945, bei der Aktion Regenbogen, gesprengt.

Das U-Boot U A kam durch eine Beschlagnahmung bei Kriegsausbruch zur deutschen Kriegsmarine. Das Boot war ursprünglich gar nicht für Deutschland bestimmt. Die türkische Marine hatte vier große U-Boote der Ay-Klasse (eine modifizierte Variante des deutschen Typs IX) bei der Germaniawerft in Kiel bestellt. Während die ersten Boote regulär geliefert wurden, befand sich dieses spezifische Boot – das den Namen Batıray erhalten sollte – im Spätsommer 1939 kurz vor der Fertigstellung. Als im September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, behielt das Deutsche Reich das fast fertige Boot aus strategischen Gründen ein. Am 20. September 1939 wurde das Boot offiziell von der Kriegsmarine übernommen. Nach einer extrem kurzen Phase unter dem Namen Optimist erhielt es am 21. September 1939 seine endgültige Kennung U A.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 18, 45, 56, 177, 202, 212.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 28, 187, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 21, 357, 361.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 323 - 324.

Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 178.

Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 100 - U 124" - Eigenverlag - S. 308 - 325.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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