U 128: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 128 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 128 ==
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=== Verbleib im Detail ===
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U 128 wurde am 17.05.1943 im Südatlantik südlich von Pernambuco durch die zwei Martin PBM Mariner Flugboote P-5 unter Lieutenant Junior Grade Harold-C. Carey und P-6 unter Lieutenant Howland-S. Davis der US-Navy Squadron VP 74 durch Huff-Duff eingepeilt und mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen. Nach Beschuss durch Artillerie der amerikanischen Zerstörer USS Jouett (DD-396) unter Commander Fondville-Lee Tedder und USS Moffett (DD-362) unter Commander Jesse-Clyborn Sowell wurde das schwer beschädigte Boot selbst versenkt.
U 128 wurde am 17.05.1943 im Südatlantik südlich von Pernambuco durch die zwei [[Martin PBM Mariner]] Flugboote P-5 unter Lieutenant Junior Grade Harold-C. Carey und P-6 unter Lieutenant Howland-S. Davis der [[US-Navy Squadron VP 74]] durch [[Huff-Duff]] eingepeilt und mit [[Wasserbombe|Wasserbomben]] zum Auftauchen gezwungen. Nach Beschuss durch Artillerie der amerikanischen Zerstörer [[USS Jouett (DD-396)]] unter Commander Fondville-Lee Tedder und [[USS Moffett (DD-362)]] unter Commander Jesse-Clyborn Sowell wurde das schwer beschädigte Boot selbst versenkt.


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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:39 Uhr

U 127
   U 129

Kriegsmarine Unterseeboot U 128

Typ: IX C
Bauauftrag: 07.08.1939
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 125 - U 131
Baunummer: 991
Kiellegung: 10.07.1940
Stapellauf: 20.02.1941
Indienststellung: 12.05.1941
Kommandant: Ulrich Heyse
Feldpostnummer: M - 41 096

Kommandanten

12.05.1941 - 28.02.1943 Kapitänleutnant - Ulrich Heyse
01.03.1943 - 17.05.1943 Kapitänleutnant - Hermann Steinert

Flottillen

12.05.1941 - 30.11.1941 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot)
01.12.1941 - 17.05.1943 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

26.07.1941 - 27.07.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten

29.07.1941 - 01.08.1941: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Horten

03.08.1941 - 03.08.1941: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kiel


U 128, unter Kapitänleutnant Ulrich Heyse, lief am 26.07.1941 von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Horten. Am 27.07.1941 lief U 128 in Horten ein. Nach der Durchführung von Übungen im Oslofjord, ging es zurück nach Kiel. Am 03.08.1941 lief U 128 wieder in Kiel ein.



1. Unternehmung

09.12.1941 - 10.12.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

11.12.1941 - 24.12.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient


Am 09.12.1941 verließ U 128 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ulrich Heyse den Hafen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung. Nach dem Marsch über die Ostsee und dem Befehlsempfang in Kristiansand operierte das Boot während seiner Überführung nach Frankreich im Nordatlantik. Nach einer Fahrt von insgesamt 15 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 2.450 sm lief U 128 am 24.12.1941 in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 128 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

08.01.1942 - 23.03.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 08.01.1942 lief U 128 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ulrich Heyse von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot durch die Biskaya in die Gewässer bei den Azorischen Inseln (Azoren), zu den Bermudas, vor die Küste Floridas, in das Gebiet der Bahamas sowie in den Nordatlantik. Nach einer Einsatzdauer von 74 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 9.900 sm kehrte U 128 am 23.03.1942 wieder nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit insgesamt 27.312 BRT. → Erfolge U 128.

Original Kriegstagebuch U 128 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

25.04.1942 - 22.07.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ulrich Heyse lief U 128 am 25.04.1942 von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Die Einsatzgebiete umfassten den Nordatlantik, die Gewässer vor der brasilianischen Nordküste sowie die Karibik. Während der Fahrt erfolgte am 08.07.1942 eine Versorgung durch U 459, bei der das Boot 12,5 m³ Brennstoff und 1.350 kg Proviant übernahm. Nach einer Dauer von 88 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 14.400 sm kehrte U 128 am 22.07.1942 wieder nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 5 Schiffen mit insgesamt 35.620 BRT. → Erfolge U 128.

Original Kriegstagebuch U 128 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

02.09.1942 - 10.09.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 02.09.1942 lief U 128 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ulrich Heyse von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Im Verlauf dieses Einsatzes erprobte das Boot in der Biskaya ein neues Luft-Ortungsgerät. Nach einer Dauer von 8 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 950 sm kehrte U 128 am 10.09.1942 wieder in seinen Stützpunkt Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 128 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

14.09.1942 - 15.01.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Ulrich Heyse lief U 128 am 14.09.1942 von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik, vor Freetown sowie an die Küste von Brasilien. Im Verlauf dieser ausgedehnten Fahrt erfolgten mehrere Versorgungen: Am 10.11.1942 übernahm das Boot von U 462 80 m³ Brennstoff sowie 14 Tage Proviant, gefolgt von einer weiteren Übergabe durch U 462 am 11.11.1942 von 2.500 Liter Schmieröl, 450 Liter Destillat, Proviant für 6 Tage und 4 Torpedos. Im Folgemonat wurde das Boot am 09.12.1942 von U 461 mit Proviant und am 10.12.1942 von U 461 mit zusätzlichen 60 m³ Brennstoff, 2.500 Liter Schmieröl, 1.500 Liter Trinkwasser sowie 14 Tagen Proviant versorgt. Nach einer Einsatzdauer von 123 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von zirka 18.400 sm kehrte U 128 am 15.01.1943 nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Unternehmung umfasst die Versenkung von 4 Schiffen mit insgesamt 20.707 BRT. → Erfolge U 128.

Original Kriegstagebuch U 128 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

06.04.1943 - 17.05.1942: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Am 06.04.1943 lief U 128 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See (später Kapitänleutnant) Hermann Steinert von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Südatlantik, wo es vor der Küste Brasiliens südlich von Pernambuco und Recife operierte. Nach einer Fahrtdauer von 41 Tagen wurde U 128 infolge schwerer Beschädigungen durch amerikanische Flugzeuge von der eigenen Besatzung selbst versenkt. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 128 - 6. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 17.05.1943
Letzter Kommandant: Hermann Steinert
Ort: Südatlantik
Position: 10° 00' Süd - 35° 35' West
Planquadrat: FJ 6483
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 7
Überlebende: 47
Besatzung: Besatzungsliste U 128

Verbleib im Detail


U 128 wurde am 17.05.1943 im Südatlantik südlich von Pernambuco durch die zwei Martin PBM Mariner Flugboote P-5 unter Lieutenant Junior Grade Harold-C. Carey und P-6 unter Lieutenant Howland-S. Davis der US-Navy Squadron VP 74 durch Huff-Duff eingepeilt und mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen. Nach Beschuss durch Artillerie der amerikanischen Zerstörer USS Jouett (DD-396) unter Commander Fondville-Lee Tedder und USS Moffett (DD-362) unter Commander Jesse-Clyborn Sowell wurde das schwer beschädigte Boot selbst versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Bericht des Kommandanten von U 128:

U 128 sichtete in der Nacht vom 16.05.1943 auf den 17.05.1943 einen Geleitzug, der durch Flugzeuge und Zerstörer gesichert war. Bei dem Versuch, U 128 vor das Geleit zu setzen, wurden wir am Vormittag aber von zwei Flugzeugen gesichtet und beim Tauchmanöver gebombt. Das Boot sackte auf etwa 220 Meter ab. Durch Anblasen aller Tanks wurden wir an die Wasseroberfläche zurück katapultiert. Dabei gerieten wir erneut in den Wirkungsbereich der Flugzeuge, die uns sofort mir Bordwaffen beschossen und mit Bomben belegten. Dadurch entstanden schwere Schäden sowie Wassereinbruch im Vorschiff.

Das Boot war tauchunklar. Etwa zwei Stunden später wurden zwei Zerstörer am Horizont gesichtet. Damit war unser Schicksal besiegelt. Vor Eröffnung des Feuers durch die Zerstörer gab ich den Befehl zum Verlassen des Bootes. U 128 wurde dann durch Beschuß beider Zerstörer versenkt. Der US Zerstörer USS MOFFETT rettete von der 54 Mann starken Besatzung des U-Bootes 51 Mann. An Bord des Zerstörers starben dann noch vier Mann, darunter der Leitende Ingenieur Gustav Stutz, an einer Kalilauge-Vergiftung. Zitat Ende.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste S. 98 - 99.



Clay Blair schreibt dazu:

[...] am 16. Mai, entdeckte ein Mariner-Flugboot der Navy Squadron VP 74 U 128 und griff an. Die Mariner hatte zur Unterstützung des Geleitschutzes von TB 13, der von Trinidad südwärts nach Bahia (Salvador) unterwegs war, vor Bahia patrouilliert. Steinert befahl Alarmtauchen, die Wasserbomben fielen weit abseits und verursachten keine Schäden. In dieser Nacht flog eine Catalina hinaus, die das Boot erneut aufspüren und unter Wasser halten sollte, doch die Maschine hatte kein Radar an Bord und konnte U 128 nicht finden. Steinert ließ die Batterien aufladen und fuhr in dieser Nacht über Wasser in Richtung Recife nach Norden. Kurz vor Sonnenaufgang tauchte das Boot und ortete den Konvoi prompt in etwa 18 Kilometern Entfernung. Mit dem Horchgerät stellte Steinert Kurs und Geschwindigkeit des Konvois fest. Dann tauchte er auf, um in eine bessere Schußposition zu gelangen.

An diesem Morgen, dem 17. Mai, wurden zwei andere, mit 10-cm-Radargeräten ausgerüstete Mariners der Squadron VP 74 beauftragt, den Konvoi zu sichern. Beide Flugzeuge orteten U 128 mit Radar, das erste auf eine Distanz von 34 Kilometern, das zweite in einer Entfernung von 52 Kilometern. Die sich am nächsten befindliche Mariner, geflogen von Howland S. Davis, griff als erste an und warf aus einer Höhe von 18 Metern sechs flach eingestellte Wasserbomben. Steinert sah das Flugzeug kommen und versuchte, das Alarmtauchen einzuleiten, doch das hydraulische System fiel aus und die Ventile der Tauchzellen mußten von Hand geöffnet werden, was nur langsam ging. Während das U-Boot noch zu tauchen versuchte, explodierten die Wasserbomben um U 128 herum. Die zweite, von Harold C. Carey geflogene Mariner war nun zur Stelle und warf aus einer Höhe von 30 Metern weitere sechs auf geringe Wassertiefe eingestellte Wabos ab. Die zwölf Wasserbomben verwandelten U 128 in ein Wrack. Die Flugzeugbesatzungen gaben noch 4000 Schuß aus ihren Maschinengewehren Kaliber .50 ab.

Auf die Bitte der Piloten hin, die Unterstützung anforderten, eilten die zwei großen US-Zerstörer Moffett (1936) und Jouett (1939) mit halber Fahrt herbei. Beide Zerstörer eröffneten das Feuer aus 5-Zoll-Geschützen und feuerten 247 Schuß ab, was überaus ungewöhnlich war. Dieser Beschuß und bzw. oder die von der U-Boot-Besatzung eingeleitete Flutung des Bootes versenkte U 128. Die Moffett fischte 51 Mann der 54köpfigen Besatzung aus dem Wasser, darunter auch Steinert. Vier der Überlebenden, einschließlich des Leitenden Ingenieurs, starben an Bord der Moffett [...] Zitat Ende.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 281 - 282.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 281, 282.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 101, 233.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 44, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste - Mittler Verlag 2008 - S. 98, 99.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge - Mittler Verlag 2008 - S. 109, 110.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 118, 268, 279, 280, 289.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung KTB Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 45 - 55.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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