U 176: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 175|U 177}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 176 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Bezeichnung: | U 176 |- | Typ: | IX C |- | Bauauftrag: | 23.12.1939 |- | Bauwerft: | Deschimag AG…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
<div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> | ||
== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 176 == | ||
{| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" | ||
|- | |- | ||
| style="width:20%;" | | style="width:20%;" | Typ: | ||
| Typ: | |||
| [[Typ IX C|IX C]] | | [[Typ IX C|IX C]] | ||
|- | |- | ||
| Zeile 116: | Zeile 113: | ||
|- | |- | ||
| Position: | | Position: | ||
| [https://www.google.com/maps/place/23.35,-80.3 23° 21' Nord - 80° 18' West] | | [https://www.google.com/maps/place/23.35,-80.3/@23.35,-80.3,5z 23° 21' Nord - 80° 18' West] | ||
|- | |- | ||
| Planquadrat: | | Planquadrat: | ||
| Zeile 136: | Zeile 133: | ||
---- | ---- | ||
== Verbleib im Detail == | |||
<br> | <br> | ||
U 176 wurde am 15.05.1943 in der Florida-Straße, nordöstlich von Cárdenas (Kuba), durch Wasserbomben des kubanischen U-Jägers [[CS-13]] unter dem Kommando von Alférez de Fragata Mario-Ramirez-Afrarenz Delgado versenkt. | U 176 wurde am 15.05.1943 in der Florida-Straße, nordöstlich von Cárdenas (Kuba), durch Wasserbomben des kubanischen U-Jägers [[CS-13]] unter dem Kommando von Alférez de Fragata Mario-Ramirez-Afrarenz Delgado versenkt. | ||
Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:36 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 176
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 23.12.1939 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 171 - U 176 |
| Baunummer: | 1016 |
| Kiellegung: | 06.02.1941 |
| Stapellauf: | 12.09.1941 |
| Indienststellung: | 15.12.1941 |
| Kommandant: | Reiner Dierksen |
| Feldpostnummer: | M - 47 665 |
Kommandanten
| 15.12.1941 - 15.05.1943 | Korvettenkapitän - Reiner Dierksen |
Flottillen
| 15.12.1941 - 31.07.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.08.1942 - 15.05.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
21.07.1942 - 22.07.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
23.07.1943 - 24.07.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen
24.07.1942 - 02.10.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Lorient
Am 21.07.1942 lief U 176 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Reiner Dierksen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee erfolgte in Kristiansand eine erneute Brennstoffergänzung, wobei zudem der erkrankte Obersteuermann von Bord gegeben wurde. Nachdem in Bergen ein neuer Obersteuermann aufgenommen worden war, operierte das Boot im Nordatlantik sowie im Seegebiet östlich der Neufundlandbank. Während des Einsatzes war das Boot den U-Boot-Gruppen Steinbrinck und Lohs zugeteilt. Es erfolgten zwei Versorgungen: Am 01.09.1942 wurden durch U 462 54 m³ Brennstoff, Motorenöl, Proviant für 14 Tage sowie zwei Torpedos übergeben. Eine weitere Ergänzung der Vorräte fand am 25.09.1942 durch U 135 mit 10 m³ Brennstoff statt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 74 Tagen, in denen 12.841 sm über sowie 474 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief U 176 am 02.10.1942 in Lorient ein. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 6 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 35.643 BRT. → Erfolge U 176.
Original Kriegstagebuch U 176 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
09.11.1942 - 18.02.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 09.11.1942 lief U 176 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Reiner Dierksen von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie im Seegebiet zwischen Freetown und der brasilianischen Küste. Im Verlauf des Einsatzes fanden zwei Versorgungen statt: Am 11.12.1942 wurden durch U 462 40 m³ Brennstoff sowie drei Torpedos übergeben. Eine weitere Ergänzung der Vorräte erfolgte am 08.02.1943 durch U 118, wobei U 176 15 m³ Brennstoff und Proviant für eine Woche übernahm. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 92 Tagen, in denen 14.905 sm über sowie 470 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, machte das Boot am 18.02.1943 wieder in Lorient fest. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 13.432 BRT. → Erfolge U 176.
Original Kriegstagebuch U 176 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
06.04.1943 - 15.05.1943: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes
Am 06.04.1943 lief U 176 unter dem Kommando von Kapitänleutnant (später Korvettenkapitän) Reiner Dierksen von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Operationsgebiet des Bootes umfasste den Nordatlantik, die Karibik sowie die Gewässer bei den Großen Antillen, die Florida-Straße und das Seegebiet nordöstlich von Havanna. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 40 Tagen wurde U 176 am 15.05.1943 durch ein kubanisches Kriegsschiff versenkt. Die Bilanz dieser Fahrt beläuft sich auf die Versenkung von 2 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 4.232 BRT. → Erfolge U 176.
Original Kriegstagebuch U 176 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 15.05.1943 |
| Letzter Kommandant: | Reiner Dierksen |
| Ort: | Florida-Straße |
| Position: | 23° 21' Nord - 80° 18' West |
| Planquadrat: | DM 5292 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 53 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 176 |
Verbleib im Detail
U 176 wurde am 15.05.1943 in der Florida-Straße, nordöstlich von Cárdenas (Kuba), durch Wasserbomben des kubanischen U-Jägers CS-13 unter dem Kommando von Alférez de Fragata Mario-Ramirez-Afrarenz Delgado versenkt.
Zitate aus der Literatur
Clay Blair schreibt dazu
Reiner Dierksen von U 176 erhielt Befehle, im Golf von Mexiko zu patrouillieren. Zuvor war er abkommandiert worden, um dem (mittlerweile allerdings versenkten) Blockadebrecher Irene Geleit zu geben. Am 20. April traf er im Mittelatlantik mit Piening zusammen, der mit U 155 auf dem Rückmarsch war. Von ihm wollte er sich über die Bedingungen im Golf informieren.
Der erste Wachoffizier auf den ersten beiden Feindfahrten von U 155, Alfred Eick, der das Boot verlassen und Neitzel als Kommandant auf U 510 ersetzt hatte, war besorgt, daß Dierksen zu halsstarrig und unvorsichtig war und deshalb schon bald scheitern könnte. Eicks Vorahnung erwies sich als richtig. In der Nacht des 13. Mai versenkte Dierksen zwei kleine Tanker im Alten Bahamakanal vor der Nordküste Kubas, den Amerikaner Nickeliner mit 2.249 BRT und den Kubaner Mambi mit 1.983 BRT. Die Versenkungen veranlaßten die Caribean Sea Frontier, eine energische U-Boot-Jagd durchzuführen. Am Morgen des 15. Mai sichtete eine amerikanische OS2U Kingsfisher Schwimmerflugzeug der Navy Scouting Squadron VS 62 U 176 im Alten Bahamakanal, ungefähr 180 Kilometer östlich von Havanna. Der Aufklärer sah, wie sich ein kleiner Geleitzug näherte, und warf an der Stelle, wo U 176 getaucht war, eine Rauchbombe ab. Dann führte er eines der drei Geleitschiffe zum Schauplatz des Geschehens. Es handelte sich um den kubanischen U-Boot-Jäger (Sub Chaser) SC 13, der zu einem Dutzend vormals amerikanischer Coast Guard Cutter gehörte. Diese Schiffe mit einer Länge von 33 Metern waren an Kuba übergeben worden.
CS 13 meldete einen sehr guten Sonarkontakt in einer Entfernung von etwa 450 Metern, lief die geortete Position an und war drei auf 30, 45 und 60 Meter eingestellte Wasserbomben. Nach der dritten Explosion vernahm die Besatzung von SC 13 eine laute weitere Explosion. Als sich der Lärm legte und die aufgewühlte See ruhiger wurde, stellte SC 13 erneut einen Sonarkontakt her und warf zwei weitere auf 60 und 75 Meter eingestellte Wasserbomben. Diese Explosionen brachten braunes und schlammiges Wasser und kleine Ölflecke aus der Tiefe empor. Das Geleitboot suchte noch eine Weile und schloß sich dann nach nur einer Stunde wieder dem Konvoi an. Verärgert über die mangelnde Hartnäckigkeit des kubanischen Geleitfahrzeuges, empfahlen die amerikanischen Marinebehörden, den Kommandanten zu rügen. Die Versenkung wurde dem Schiff nicht angerechnet, und doch hatte bemerkenswerterweise der 33 Meter lange kubanische Cutter U 176 mit nur fünf Wasserbomben versenkt.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 280 - 281.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 280, 281.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 50.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 63, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 98.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 133.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 120, 269.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 42 - 48.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.