U 107: Unterschied zwischen den Versionen

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== Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 107 ==
== Kriegsmarine Unterseeboot U 107 ==
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=== Verbleib im Detail ===
== Verbleib im Detail ==
 
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U 107 wurde am 18.08.1944 gegen 17:10 Uhr in der Biskaya, westlich von La Rochelle, durch Wasserbomben der [[Short Sunderland]] W - EJ 150 unter Leslie-Harald Baveystock von der britischen [[RAF Squadron 201]] versenkt.
U 107 wurde am 18.08.1944 gegen 17:10 Uhr in der Biskaya, westlich von La Rochelle, durch Wasserbomben der [[Short Sunderland]] W - EJ 150 unter Leslie-Harald Baveystock von der britischen [[RAF Squadron 201]] versenkt.

Aktuelle Version vom 22. April 2026, 07:24 Uhr

U 106
   U 108

Kriegsmarine Unterseeboot U 107

Bezeichnung: U 107
Typ: IX B
Bauauftrag: 24.05.1938
Bauwerft: Deschimag AG Weser Bremen
Serie: U 103 - U 111
Baunummer: 970
Kiellegung: 06.12.1939
Stapellauf: 02.07.1940
Indienststellung: 08.10.1940
Kommandant: Günter Hessler
Feldpostnummer: M - 39 808

Kommandanten

08.10.1940 - 30.11.1941 Korvettenkapitän - Günter Hessler
01.12.1941 - 06.06.1943 Kapitänleutnant - Harald Gelhaus
07.06.1943 - 00.07.1943 Unbesetzt
00.07.1943 - 00.08.1944 Kapitänleutnant - Volker Simmermacher
00.08.1944 - 18.08.1944 Leutnant zur See - Karl-Heinz Fritz

Flottillen

08.10.1940 - 31.12.1940: 2. U-Flottille, Wilhelmshaven (Ausbildungsboot)
01.01.1941 - 18.08.1944: 2. U-Flottille, Wilhelmshaven / Lorient (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

24.01.1941 - 24.01.1941: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland

25.01.1941 - 01.03.1941: Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Lorient


Am 24.01.1941 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Hessler von Wilhelmshaven zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt auf Helgoland operierte das Boot im Nordatlantik sowie in den Seegebieten westlich des Nordkanals und Irlands. Nach insgesamt 37 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 5.420 sm über sowie 108 sm unter Wasser lief U 107 am 01.03.1941 in Lorient ein. Auf dieser ersten Fahrt konnten 4 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 18.482 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

29.03.1941 - 02.07.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 29.03.1941 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Hessler von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie in den Gewässern vor Sierra Leone und Freetown. Um die Einsatzdauer zu maximieren, fanden umfangreiche Versorgungen statt: Am 03.05.1941 erhielt das Boot vom Versorger Nordmark Treiböl, Schmieröl und Proviant. Es folgten weitere Übernahmen am 09.05.1941 und 10.05.1941 vom Versorger Egerland, wobei 14: Torpedos, Treib- und Motorenöl sowie Frischproviant wie Kartoffeln, Obstkonserven, Brot und Wasser an Bord genommen wurden. Diese Fahrt ging als die erfolgreichste Einzelunternehmung eines U-Bootes im gesamten Zweiten Weltkrieg in die Geschichte ein. Nach insgesamt 96 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 15.744 sm über sowie 173 sm unter Wasser lief U 107 am 02.07.1941 wieder in Lorient ein. Die Bilanz dieser außergewöhnlichen Unternehmung beläuft sich auf 14 versenkte Schiffe mit einer Gesamttonnage von 86.699 BRT. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

06.09.1941 - 07.09.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

08.09.1941 - 11.11.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 06.09.1941 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Hessler von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Wegen eines Lagerschadens am Tiefenruder sah sich die Besatzung jedoch gezwungen, bereits einen Tag später wieder in den Stützpunkt zurückzukehren. Nach erfolgter Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Mittelatlantik, im Seegebiet um die Kanarischen sowie die Kapverdischen Inseln und vor Freetown. Während dieser Fahrt war U 107 der U-Boot-Gruppe Störtebecker zugeteilt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 67 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 10.140 sm über sowie 46 sm unter Wasser lief das Boot am 11.11.1941 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten 3 Schiffe mit insgesamt 13.641 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

10.12.1941 - 26.12.1941: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 10.12.1941 lief U 107 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik sowie in die Seegebiete westlich von Spanien und Marokko. Während dieses Einsatzes war U 107 der U-Boot-Gruppe Seeräuber zugeteilt. Nach einer Fahrt von insgesamt 17 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 3.700 sm über sowie 114 sm unter Wasser machte das Boot am 26.12.1941 wieder in Lorient fest. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 107 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

07.01.1942 - 07.03.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 07.01.1942 lief U 107 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie in den Gewässern vor der Ostküste der USA. Zur Ergänzung der Vorräte wurde U 107 am 23.02.1942 durch U 564 mit 10 m³ Brennstoff versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 60 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 7.400 sm über sowie 252 sm unter Wasser lief das Boot am 07.03.1942 wieder in Lorient ein. Auf dieser Fahrt konnten 2 Schiffe mit zusammen 10.850 BRT versenkt und ein weiteres mit 10.068 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

21.04.1942 - 11.07.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 21.04.1942 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 6. Unternehmung aus. Die weiträumigen Operationen führten das Boot in den Nordatlantik und vor die Ostküste der USA, wobei Gebiete wie Kap Hatteras, New York, die Delaware-Bucht, das Diamond-Riff sowie Kap Henry angelaufen wurden. Im weiteren Verlauf operierte U 107 in der Yucatán- und Florida-Straße, im Santaren- und Bahama-Kanal sowie in der Windward-Passage und den Gewässern vor Kuba und Jamaika. Am 27.06.1942 und 28.06.1942 fand eine Versorgung durch U 459 statt, bei der 46 m³ Brennstoff, 200 Liter Destillat und 320 kg Proviant übernommen wurden. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 82 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 11.400 sm über sowie 770 sm unter Wasser lief U 107 am 11.07.1942 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten 7 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 27.018 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

15.08.1942 - 18.11.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 15.08.1942 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 7. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Mittelatlantik, vor Lissabon und Sierra Leone sowie in die Gewässer um Freetown, die Kanarischen und die Kapverdischen Inseln. Während dieser Fahrt war U 107 nacheinander den U-Boot-Gruppen Blücher und Iltis zugeteilt. Zur Aufrechterhaltung der langen Einsatzzeit erfolgten zwei Versorgungen auf See: Am 25.09.1942 erhielt das Boot von U 460 insgesamt 63 m³ Brennstoff, 3 m³ Schmieröl, Proviant für 15 Tage sowie 4 Torpedos; am 03.11.1942 lieferte U 462 weitere 42 m³ Brennstoff und Proviant für 10 Tage. Nach insgesamt 96 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 14.500 sm über sowie 731 sm unter Wasser lief U 107 am 18.11.1942 wieder in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten 3 Schiffe mit insgesamt 23.508 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

30.01.1943 - 25.03.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 30.01.1943 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 8. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, vor die Küste Portugals sowie in die Seegebiete um die Azoren und Marokko. Während dieses Einsatzes war U 107 nacheinander den U-Boot-Gruppen Hartherz, Delphin und Robbe zugeteilt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 55 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 6.780 sm über sowie etwa 750 sm unter Wasser kehrte das Boot am 25.03.1943 nach Lorient zurück. Auf dieser Fahrt konnten 5 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 25.177 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

24.04.1943 - 26.05.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 24.04.1943 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Harald Gelhaus von Lorient zu seiner 9. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, vor die Küsten von Neufundland sowie in den mittleren Nordatlantik. Während dieser Fahrt war U 107 nacheinander den U-Boot-Gruppen Amsel 2, Elbe und Elbe 2 zugeteilt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 33 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 4.100 sm über sowie etwa 450 sm unter Wasser kehrte U 107 am 26.05.1943 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Unternehmung konnte 1 Schiff mit 12.411 BRT versenkt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 9. Unternehmung



10. Unternehmung

28.07.1943 - 03.10.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 28.07.1943 lief U 107 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Volker Simmermacher von Lorient zu seiner 10. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik sowie vor der Ostküste der USA, wo es eine Sonderaufgabe ausführte und 12: Minen vor Charleston (USA) legte. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 68 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 7.500 sm über sowie etwa 1.300 sm unter Wasser kehrte U 107 am 03.10.1943 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Fahrt konnten 2 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 15.422 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 10. Unternehmung



Verlegungsfahrt

10.11.1943 - 12.11.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire


U 107, unter Oberleutnant zur See Volker Simmermacher, lief am 10.11.1943 von Lorient aus. Das Boot verlegte, um Undichtigkeiten beheben zu lassen und zur Übernahme von Torpedos, nach St. Nazaire. Am 12.11.1943 lief U 107 in St. Nazaire ein.



11. Unternehmung

16.11.1943 - 08.01.1944: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient


Am 16.11.1943 lief U 107 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Volker Simmermacher von St. Nazaire zu seiner 11. Unternehmung aus. Die Operationen führten das Boot in den Nordatlantik, in die Gebiete um Kap Finisterre und Kap Vincent sowie in die westliche Biskaya. Während dieser Fahrt war U 107 nacheinander den U-Boot-Gruppen Weddigen, Coronel, Coronel 2, Coronel 3 und Borkum zugeteilt. Nach insgesamt 54 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.550 sm über sowie 1.379 sm unter Wasser lief das Boot am 08.01.1944 in Lorient ein. In der dortigen Kriegsmarinewerft erfolgte zwischen dem 09.01.1944 und dem 29.04.1944 der Einbau einer Schnorchelanlage. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 107 - 11. Unternehmung



12. Unternehmung

30.04.1944 - 02.05.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

10.05.1944 - 23.07.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 30.04.1944 lief U 107 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Volker Simmermacher von Lorient zu seiner 12. Unternehmung aus. Aufgrund eines Defekts am Schnorchel sah sich das Boot jedoch bereits nach zwei Tagen zur Umkehr gezwungen. Nach erfolgreicher Instandsetzung und dem erneuten Auslaufen operierte U 107 im Nordatlantik, vor Nova Scotia und Neufundland sowie im Seegebiet vor New York. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 85 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 4.210 sm über sowie etwa 2.680 sm unter Wasser kehrte das Boot am 23.07.1944 wieder nach Lorient zurück. Auf dieser Fahrt konnte ein Schiff mit 148 BRT beschädigt werden. → Erfolge U 107.

Original Kriegstagebuch U 107 - 12. Unternehmung



13. Unternehmung

16.08.1944 - 18.08.1944: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Am 16.08.1944 lief U 107 unter dem Kommando von Leutnant zur See Karl-Heinz Fritz von Lorient zu seiner 13. Unternehmung aus. Das Boot hatte den Auftrag, in La Pallice Schnorchel an Bord zu nehmen, um diese nach Norwegen zu überführen. Bereits nach 3 Tagen wurde U 107 jedoch auf dem Marsch dorthin in der Biskaya von einem britischen Flugzeug versenkt. Auf dieser letzten Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 107 - 13. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 18.08.1944
Letzter Kommandant: Karl-Heinz Fritz
Ort: Biskaya
Position: 46° 46' Nord - 03° 49' West
Planquadrat: BF 6472
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 58
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 107

Verbleib im Detail


U 107 wurde am 18.08.1944 gegen 17:10 Uhr in der Biskaya, westlich von La Rochelle, durch Wasserbomben der Short Sunderland W - EJ 150 unter Leslie-Harald Baveystock von der britischen RAF Squadron 201 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Bericht über die Versenkung von U 107:

Während der vorletzten Feindfahrt von U 107 landeten die Alliierten am 06.06.44 in der Normandie. Das Boot konnte Lorient am 22.07.44 anlaufen, weil der Marinestützpunkt noch nicht unmittelbar von der Einnahme der US-Armee bedroht war.

Doch am 27.07. und 28.07. überwand das 8. US-Korps bei St. Lo die deutschen Linien. Westlich St. Lo wurde die Flanke der erschöpften deutschen 7. Armee durchbrochen. Die Schlacht schien zu Gunsten der US-Armee auszugehen. Die Straße nach Britanny lag für die 1. US-Armee offen da. Am 31.07.44 stieß die Armee nach Avranches vor, das erobert wurde. Nun war Lorient direkt bedroht. Mit höchster Eile wurden die U-Boote in ihren U-Bunkern auslaufbereit gemacht, um nach Norwegen überführt zu werden. Aber zuerst mußte eine Anzahl deutscher U-Boote noch mit dem Schnorchel ausgerüstet werden. Die Boote, die in den Häfen von Brest, St. Nazaire und Lorient stationiert waren, sollten nach La Pallice verlegen, um hier zur Schnorchelausrüstung zusammengezogen werden. Denn La Pallice war von den alliierten Truppen noch nicht bedroht.

U 107, dessen Kommandant Volker Simmermacher nicht rechtzeitig von einer Dienstreise aus Deutschland zurückkam, wurde dazu befohlen, alle verfügbaren Schnorchelmasten von Lorient nach La Pallice zu bringen. Danach sollte er nach Norwegen verlegen. Kurzfristig wurde Leutnant z.S.d.R. Karl-Heinz Fritz, als neuer Kommandant auf U 107 befohlen. Nachdem das Boot im Werftbunker von Lorient überholt worden war, die übrigen Schnorchel geladen waren, lief das Boot am 16.08.44 von Lorient aus. An Bord waren auch noch Männer des Flottillenpersonals. Zwei Tage später am 18.04.44 stand das Boot südwestlich Belle Isle, als es von einem Sunderland-Flugboot der britischen 201. Squadron mit sechs Wasserbomben angegriffen und versenkt wurde. Beim Abflug beobachtete die Flugboot-Crew, wie Öl und Wrackteile an der Wasseroberfläche aufschwammen.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 278 - 279.



Clay Blair schreibt dazu:

Ebenfalls am 18. August wurde das von dem 23jährigen Karl-Heinz Fritz geführte, berühmte IXB-Boot U 107 auf dem Weg von Lorient nach La Pallice durch eine Sunderland der britischen Squadron 201 der 19. Group versenkt. Ihr Pilot, Leslie H. Baveystock, hatte einen Tag nach D-Day bereits U 955 versenkt. U 107 war erst kurz zuvor mit einem Schnorchel ausgerüstet worden. Es war für die Evakuierung von Truppen nach Norwegen vorgesehen und sollte von dort nach Deutschland abgezogen und außer Dienst gestellt werden. Beim Angriff der Sunderland gab es keine Überlebenden. Baveystock erhielt für seine zweite bestätigte U-Boot-Versenkung einen DSO.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 712.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 712.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 74, 77, 100, 228.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 33, 34, 211.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 278 - 279.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 95 - 97.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 115, 266.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 100 - U 124" - Eigenverlag - S. 120 - 156.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 105.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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