U 16: Unterschied zwischen den Versionen

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U 16 lief wahrscheinlich am 25.10.1939, im Ärmelkanal bei Dover, auf eine Mine und sank.
U 16 lief wahrscheinlich am 25.10.1939, im Ärmelkanal bei Dover, auf eine [[Mine]] und sank.


U 16 meldete zuletzt am Morgen des 25.10.1939 und meldete schwere Schäden und die Absicht das Boot versenken. Als sich das Boot danach nicht mehr meldete, wurde es als vermisst erklärt. Am 25.10.1939 wurde das Wrack von U 16 von britischen Streitkräften in den Goodwin Sands entdeckt. Ein britischer Bergungsversuch scheiterte. Es wurden keine Überlebenden gefunden, und in den folgenden Wochen wurden die Leichen von 19 Besatzungsmitgliedern, die alle ein Tauchretter trugen, geborgen oder an Land gespült, die meisten zwischen Dungeness und Hythe. Die Leichen des Kommandanten und fünf Besatzungsmitglieder wurden an der französischen Küste angespült und auf dem Friedhof in Dünkirchen beigesetzt. Ein Besatzungsmitglied wurde an der Küste von Ameland angetrieben und beigesetzt. Es ist möglich, dass die von U 16 gemeldeten Schäden auf einen Minentreffer im Minenfeld vor Dover zurückzuführen sind.
U 16 meldete zuletzt am Morgen des 25.10.1939 und meldete schwere Schäden und die Absicht das Boot versenken. Als sich das Boot danach nicht mehr meldete, wurde es als vermisst erklärt. Am 25.10.1939 wurde das Wrack von U 16 von britischen Streitkräften in den Goodwin Sands entdeckt. Ein britischer Bergungsversuch scheiterte. Es wurden keine Überlebenden gefunden, und in den folgenden Wochen wurden die Leichen von 19 Besatzungsmitgliedern, die alle ein Tauchretter trugen, geborgen oder an Land gespült, die meisten zwischen Dungeness und Hythe. Die Leichen des Kommandanten und fünf Besatzungsmitglieder wurden an der französischen Küste angespült und auf dem Friedhof in Dünkirchen beigesetzt. Ein Besatzungsmitglied wurde an der Küste von Ameland angetrieben und beigesetzt. Es ist möglich, dass die von U 16 gemeldeten Schäden auf einen Minentreffer im Minenfeld vor Dover zurückzuführen sind.

Version vom 16. April 2026, 09:55 Uhr

U 15
   U 17

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 16

Bezeichnung: U 16
Typ: II B
Bauauftrag: 02.02.1935
Bauwerft: Deutsche Werke AG Kiel
Serie: U 13 - U 16
Baunummer: 251
Kiellegung: 05.08.1935
Stapellauf: 28.04.1936
Indienststellung: 16.05.1936
Kommandant: Heinz Beduhn
Feldpostnummer: M - 13014

Kommandanten

16.05.1936 - 29.09.1937 Kapitänleutnant - Heinz Beduhn
30.09.1937 - 11.10.1939 Kapitänleutnant - Hannes Weingärtner
08.10.1937 - 17.10.1939 Kapitänleutnant - Udo Behrens
12.10.1939 - 25.10.1939 Kapitänleutnant - Horst Wellner

Flottillen

00.05.1936 - 31.08.1939 U-Flottille Weddigen / U-Flottille Lohs, Kiel (Schul- und Einsatzboot in Friedenszeit)
01.09.1939 - 25.10.1939 U-Flottille Lohs, Kiel (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

24.08.1939 - 24.08.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hannes Weingärtner lief U 16 am 24.08.1939 aus Kiel aus. In Vorbereitung auf den drohenden Kriegsausbruch verlegte das Boot im Verband mit U 12, U 20 und U 24 durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Wilhelmshaven. Am 24.08.1939 lief U 16 an seinem neuen Einsatzort ein.



Vorkriegsunternehmung

25.08.1939 - 31.08.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hannes Weingärtner lief U 16 am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte vor der niederländischen Küste sowie in der mittleren Nordsee und beobachtete dort den Dampferverkehr zur Lagefeststellung unmittelbar vor Kriegsbeginn. Nach 7 Tagen lief U 16 am 31.08.1939 ohne besondere Vorkommnisse wieder in Wilhelmshaven ein.

Original Kriegstagebuch U 16 - Vorkriegsunternehmung



1. Unternehmung

02.09.1939 - 08.09.1939: Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hannes Weingärtner lief U 16 am 02.09.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot legte insgesamt 8 Minen vor der Tees-Bucht an der englischen Ostküste. Nach 7 Tagen lief U 16 am 08.09.1939 in Kiel ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 16 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

13.09.1939 - 05.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hannes Weingärtner lief U 16 am 13.09.1939 aus Kiel aus. Nach dem Marsch über die Ostsee operierte das Boot in der Nordsee sowie im Seegebiet vor Skudesness an der norwegischen Küste. Nach 23 Tagen lief U 16 am 05.10.1939 ohne weitere Zwischenfälle wieder in Kiel ein. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot insgesamt 1 Schiff mit 3.378 BRT versenken. → Erfolge U 16

Original Kriegstagebuch U 16 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

18.10.1939 - 25.10.1939: Ausgelaufen von Kiel - Verlust des Bootes


Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Horst Wellner lief U 16 am 18.10.1939 von Kiel aus. Das Boot legte insgesamt 9 Minen in der Straße von Dover vor Dungeness. Nach 8 Tagen auf See ging U 16 am 24.10.1939 vermutlich durch einen Minentreffer im Ärmelkanal verloren. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot 1 Minenleger mit 57 ts versenken. → Erfolge U 16

Original Kriegstagebuch U 16 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Datum: 25.10.1939
Letzter Kommandant: Horst Wellner
Ort: Ärmelkanal
Position: (51° 09' Nord - 01° 28' Ost)
Planquadrat: AN 7986
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 28
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 16

Verbleib im Detail



U 16 lief wahrscheinlich am 25.10.1939, im Ärmelkanal bei Dover, auf eine Mine und sank.

U 16 meldete zuletzt am Morgen des 25.10.1939 und meldete schwere Schäden und die Absicht das Boot versenken. Als sich das Boot danach nicht mehr meldete, wurde es als vermisst erklärt. Am 25.10.1939 wurde das Wrack von U 16 von britischen Streitkräften in den Goodwin Sands entdeckt. Ein britischer Bergungsversuch scheiterte. Es wurden keine Überlebenden gefunden, und in den folgenden Wochen wurden die Leichen von 19 Besatzungsmitgliedern, die alle ein Tauchretter trugen, geborgen oder an Land gespült, die meisten zwischen Dungeness und Hythe. Die Leichen des Kommandanten und fünf Besatzungsmitglieder wurden an der französischen Küste angespült und auf dem Friedhof in Dünkirchen beigesetzt. Ein Besatzungsmitglied wurde an der Küste von Ameland angetrieben und beigesetzt. Es ist möglich, dass die von U 16 gemeldeten Schäden auf einen Minentreffer im Minenfeld vor Dover zurückzuführen sind.

Offenbar wurde das U-Boot gegen Mittag des 24.10.1939 beim Passieren der St. Margaret's Bay entdeckt, woraufhin die HMS Puffin (L.52) unter Lieutenant Commander William-Francis Hollins zur Untersuchung dieser Sichtung entsandt wurde. Sie warf im Laufe des Nachmittags drei einzelne Wasserbomben auf einen möglichen Kontakt, gefolgt von Wasserbomben der HMS Cayton Wyke (FY.191) unter Chief Skipper David-Forbes Noble. Früher wurde angenommen, der Untergang von U 16 wurde durch diese Wasserbombenangriffe erzielt, aber die erheblichen Schäden am Wrack deuten darauf hin, dass das U-Boot im Sperrgebiet Dover-Calais auf eine Mine aufgelaufen war, möglicherweise nachdem es den oben genannten Angriffen ausgewichen war.

Zuletzt meldete U 16 am 25.10.1939 morgens schwere Schäden und die Absicht, daß Boot zu versenken. Als sich das U 16 danach nicht mehr meldete, wurde es als vermisst geführt. Am 25.10.1939 wurde das Wrack von U 16 von britischen Streitkräften auf den Goodwin Sands entdeckt. Ein britischer Bergungsversuch scheiterte. Neunzehn tote Besatzungsmitglieder wurden von der Royal Navy geborgen oder sie wurden an der französischen und niederländischen Küste angespült. Es ist möglich, dass der von U 16 gemeldete Schaden auf einen Minentreffer in der Dover-Minensperre zurückzuführen ist. (Dr. Axel Niestlé - S. 215).


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 160.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 26, 251.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 17, 23, 190.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 14.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 17, 18.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 32, 215.

Herbert Ritschel: Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 53-54.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 23.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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