U 202

Aus uboot Wiki
Version vom 27. April 2026, 19:15 Uhr von Wikiadmin (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Navi-U-Boot|U 201|U 203}} <div style="border: 1px solid #aaa; padding: 25px; background-color: #ffffff; box-shadow: 2px 2px 5px rgba(0,0,0,0.05); font-family: sans-serif;"> == Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U202 == {| class="wikitable" style="width:100%; text-align:left; background-color:#ffffff;" |- | style="width:20%;" | Typ: | VII C |- | Bauauftrag: | 23.09.1939 |- | Bauwerft: | Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 201
   U 203

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U202

Typ: VII C
Bauauftrag: 23.09.1939
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 201 - U 212
Baunummer: 631
Kiellegung: 18.03.1940
Stapellauf: 10.02.1941
Indienststellung: 22.03.1941
Kommandant: Hans-Heinz Linder
Feldpostnummer: M - 38 859

Kommandanten

22.03.1941 - 01.09.1942 Kapitänleutnant - Hans-Heinz Linder
02.09.1942 - 02.06.1943 Kapitänleutnant - Günter Poser

Flottillen

22.03.1941 - 00.06.1941 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
00.06.1941 - 02.06.1943 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

17.06.1941 - 18.06.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

18.06.1941 - 23.07.1941: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest


Am 17.06.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee und dem Warten auf das Auslaufgeleit in Kristiansand war der Zweck dieser Fahrt die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik. Während der insgesamt 37 Tage auf See legte das Boot zirka 5.840 sm über und 101 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung lief U 202 am 23.07.1941 in Brest ein.

Original Kriegstagebuch U 202 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

11.08.1941 - 17.09.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 11.08.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik sowie südwestlich von Island. Das Boot operierte dabei im Rahmen der U-Boot-Gruppen Grönland und Markgraf. Während der insgesamt 38 Tage auf See legte das Boot 6.046 sm über und 93 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen gelangen Angriffe, bei denen zwei Schiffe mit insgesamt 2.210 BRT versenkt wurden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 17.09.1941 wieder nach Brest zurück. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

14.10.1941 - 14.10.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest

16.10.1941 - 13.11.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 14.10.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Infolge eines Ausfalls des Dieselverdichters sah sich die Führung gezwungen, die Fahrt zu unterbrechen, woraufhin das Boot zunächst nach Brest zurückkehrte. Nach erfolgter Reparatur und dem erneuten Auslaufen war der Zweck dieser Fahrt die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, westlich von Irland sowie vor Neufundland. Während dieser Operationen gehörte das Boot den U-Boot-Gruppen Schlagetot und Raubritter an. Im Verlauf der Unternehmung gelangen Angriffe, bei denen zwei Schiffe mit insgesamt 6.608 BRT versenkt wurden. Während der insgesamt 31 Tage auf See legte das Boot 5.221,8 sm über und 44,7 sm unter Wasser zurück. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 13.11.1941 wieder nach Brest zurück, woraufhin die Ausrüstung des Bootes für den Einsatz im Mittelmeer erfolgte. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

13.12.1941 - 27.12.1941: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 13.12.1941 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik sowie westlich von Gibraltar. Ein am 20.12.1941 unternommener Versuch, durch die Straße von Gibraltar in das Mittelmeer durchzubrechen, scheiterte jedoch. Das Boot wurde beim Versuch, die Meerenge zu durchqueren, durch Fliegerbomben so schwer beschädigt, dass das Unternehmen abgebrochen werden musste. Während der insgesamt 15 Tage auf See legte das Boot 2.789,6 sm über und 125,3 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 27.12.1941 wieder nach Brest zurück.

Original Kriegstagebuch U 202 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

01.03.1942 - 25.04.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient

25.04.1942 - 26.04.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest


Am 01.03.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik sowie vor der Ostküste der USA. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgte am 28.03.1942 eine erste Versorgung durch U A mit Brennstoff; am 30.03.1942 wurde das Boot abermals durch U A mit weiteren 30 m³ Brennstoff sowie Proviant für zwei Wochen ergänzt. Während der insgesamt 57 Tage auf See legte das Boot 8.459,4 sm über und 251,8 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen gelangen Angriffe, bei denen ein Schiff mit 5.249 BRT versenkt sowie ein weiteres mit 8.882 BRT beschädigt wurde. Nach Abschluss der Aufgabenstellung machte U 202 am 26.04.1942 wieder in Brest fest. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

27.05.1942 - 28.05.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient

28.05.1942 - 25.07.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest


Am 27.05.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme eines Trupps von V-Männern am 28.05.1942 in Lorient – bestehend aus Georg-John Dasch, Heinrich Heinck, Richard Quirin und Hans-Peter Burger – war der Zweck dieser Fahrt die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, vor der Ostküste der USA sowie im Mittelatlantik. Im Rahmen dieser Operation wurden die vier V-Männer am 13.06.1942 an der US-Ostküste bei Long Island abgesetzt. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgte am 10.07.1942 eine Versorgung durch U 460 mit 42 m³ Brennstoff, 2 t Schmieröl sowie Proviant für zehn Tage. Während der insgesamt 60 Tage auf See legte das Boot 9.545,6 sm über und 415 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen gelangen Angriffe, bei denen zwei Schiffe mit insgesamt 10.725 BRT versenkt wurden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 25.07.1942 wieder nach Brest zurück, woraufhin Kapitänleutnant Hans-Heinz Linder aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung vom Kommando abgelöst wurde. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

06.09.1942 - 25.10.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 06.09.1942 lief U 202 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Günter Poser von Brest zu seiner 7. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet südöstlich von Trinidad. Während der insgesamt 50 Tage auf See legte das Boot 8.173,8 sm über und 444 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen gelang ein Angriff, bei dem ein Schiff mit 1.815 BRT versenkt wurde. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 25.10.1942 wieder nach Brest zurück. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 7. Unternehmung



8. Unternehmung

12.01.1943 - 26.03.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 12.01.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Poser von Brest zu seiner 8. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Mittelatlantik sowie im Seegebiet um die Kanarischen und Azorischen Inseln. Das Boot operierte dabei im Rahmen der U-Boot-Gruppen Rochen und Tümmler. Zur Verlängerung der Einsatzdauer erfolgten umfangreiche Versorgungsmanöver: Am 13.02.1943 durch U 118 mit 31 m³ Brennstoff und Proviant für zwei Wochen, am 28.02.1943 durch U 461 mit 88 m³ Brennstoff, 2.000 Litern Schmieröl, zwei Torpedos, Ersatzteilen wie einem Metox-Gerät sowie einem Fu.M.B.-Gerät samt Kabel und Proviant für 14 Tage. Eine weitere Ergänzung von 17 m³ Brennstoff sowie Frischproviant in Form von zwei Zentnern Kartoffeln und Obstkonserven wurde am 21.03.1943 durch U 109 durchgeführt. Während der insgesamt 74 Tage auf See legte das Boot 12.502 sm über und 554 sm unter Wasser zurück. Im Verlauf der Operationen gelangen Angriffe, bei denen ein Schiff mit 7.989 BRT versenkt sowie drei weitere Schiffe mit insgesamt 26.545 BRT beschädigt wurden. Nach Abschluss der Aufgabenstellung kehrte U 202 am 26.03.1943 wieder nach Brest zurück. → Erfolge U 202

Original Kriegstagebuch U 202 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

29.04.1943 - 02.06.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 29.04.1943 lief U 202 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günter Poser von Brest zu seiner 9. Unternehmung aus. Zweck dieser Fahrt war die Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs im Nordatlantik, südöstlich von Kap Farewell sowie vor Grönland. Das Boot operierte dabei im Rahmen der U-Boot-Gruppen Lech und Donau 2. Im Verlauf dieser Operationen konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach insgesamt 34 Tagen auf See wurde U 202 schließlich durch britische Kriegsschiffe versenkt.

Original Kriegstagebuch U 202 - 9. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 02.06.1943
Letzter Kommandant: Günter Poser
Ort: Nordatlantik
Position: 56° 12' Nord - 39° 52' West
Planquadrat: AK 4114
Verlust durch: Wasserbomben und Artillerie
Tote: 18
Überlebende: 30
Besatzung: Besatzungsliste U 202

Verbleib im Detail


Am 02.06.1943 wurde U 202 im Nordatlantik südöstlich von Kap Farewell durch Wasserbomben und Artilleriebeschuss der britischen Sloop HMS Starling (U.66) unter Commander Frederic-John Walker versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Bericht des Kommandanten:

U 202 lief am 29.04.1943 mit Operationsgebiet Nordatlantik aus Brest aus. Vom Befehlshaber der U-Boote war ein Großeinsatz im Mai gegen die England -Geleitzug-Route geplant. Der Marsch durch die Biskaya wurde bei ziemlich gutem Wetter unter häufiger Feindeinwirkung aus der Luft durchgeführt. Die Besatzung spielte sich schnell ein und bestätigte den hohen Kampfwert des Bootes. Im mittleren Nordatlantik wurde kein Verkehr und nur geringe Abwehr angetroffen, und der Weg in den Raum südlich Grönland-Island ohne besondere Ereignisse zurückgelegt. Ein dort aus- und einlaufendes Geleit konnten wegen starker Luftabwehr, schlechten Wetters und der ausbleibenden Fühlungshaltermeldung von uns nicht erfasst werden.

Etwa Mitte Mai 1943 wurden alle im Nordatlantik stehenden Boote in großen Aufstellungen zum Einsatz auf die gemeldeten Geleitzüge zusammengezogen. Das Auf- und Abstehen im zugeteilten Operationsraum etwa 300 Seemeilen südlich der Spitze Grönlands verlief außer zeitweiliger Funkortung ohne besondere Ereignisse. Am 01.06.1943 gegen 12:45 Uhr wurde eine sich schnell nähernde Mastspitze gemeldet. Ich lief ab und beobachtete in Null-Lage ein Fahrzeug mit breiter Brücke und daneben einen Zerstörermast. Da ich nicht schnell genug ablaufen konnte, tauchte ich und machte zum Schuß klar. Bei der Annäherung der Fahrzeuge stellte ich zwei, in Schlangenlinien fahrende Zerstörerähnliche Boote fest und lief mit etwa 4-5 Hektometer auf ein Fahrzeug zum Angriff.

Kurz vor dem Schuss setzte das gegnerische Boot Gefechtsstander und drehte spitz auf die Tauchstelle zu. Ich ging auf Tiefe, bekam aber auf 70 Meter gut gezielte Wasserbomben, die Ausfälle hervorriefen. In der anschließenden von mehreren Fahrzeugen (vier Sloops) mit einem neuen, teppichartigen Verfahren durchgeführt, nach der mehr als 15stündigen Verfolgung bewiesen Boot und Besatzung höchsten Kampfwert. Während der Verfolgung pendelte U 202 ständig um 200 Meter Wassertiefe und nahm trotz schwerster Schläge nur wenig Wasser. Zur Zeit der wahren Mitternacht (4 Uhr deutscher Zeit), nach Aussetzten der Wasserbomben-Verfolgung, aber weiterer Beobachtung, musste ich als letzte Möglichkeit versuchen, das Boot durch Ablaufen über Wasser dem Feinde zu entziehen. Trotz noch vorhandener Reserven für etwa 3 bis 4 Stunden war das Boot jedoch in seiner labilen Lage nicht mehr lange zu halten. In meinem Entschluss aufzutauchen, bestärkte mich die für ein Ablaufen günstige Wetterlage.

Nach dem Auftauchen gab ich Befehl zum Klarmachen des Bootes und Anlaufen. Ich beobachtete folgende Lage: Windstille, Dünung, dünne geschlossene Wolkendecke, durch das das Nordlicht stark hindurch schien und die Nacht grau erhellte, sehr gute Sicht, recht achteraus Sloop mit 10-15 hm Abstand, Nulllage, an Steuerbord querab eine weitere Sloop, sehr weit ab. Ich ging sofort auf hohe Fahrt und befahl das schnelle Tauchklarmachen des Bootes, während die Sloop einen Leuchtgranatenvorhang recht voraus schoss und ihr Granatfeuer eröffnete. Das Boot hatte trotz Nachblasens mit Luft durch tief eingetauchtes Heck schlechte Fahrtlage. Die Sloop kam schießend auf. Da die Möglichkeit des Ablaufens aussichtslos wurde, für Geschütz oder Torpedo keine Einsatzbedingungen vorlagen, das Boot aber vor Ablauf mindestens einer Stunde nicht wieder tauchklar war, sah ich mich schließlich nach einigen deckenden Salven aus sehr geringer Entfernung gezwungen beizudrehen, und befahl schnellstens das Aussteigen.

Beim Beginn des Aussteigens erhielt der Turm den ersten Treffer. Die Besatzung suchte Schutz vor dem heftigen Feuer hinter der Turmverkleidung. Die Sloop umfuhr U 202 in geringer Entfernung und schoss mit schwerem MG-Feuer diejenigen Männer zusammen, die nicht schnell genug Deckung gefunden oder ins Wasser gesprungen waren (Wassertemperatur etwa + 4 Grad) und warf Wasserbomben zwischen die Schwimmenden, 16 Mann wurden dabei verwundet. Ich selbst versuchte, in der Zentrale das Boot zu versenken, was erst später gelang. Besonders ausgezeichnet haben sich dabei durch ruhige Umsicht und Verantwortungsgefühl neben anderen Leutnant zur See Brackmann, Obermaschinist Unterdoerfer, Maschinenmaat Schröder und Gefreiter Müller. Als Oberdeck und Brücke geräumt und der größte Teil der Besatzung von der sehr nahe gestoppt liegenden und einer weiter entfernt liegenden Sloop aufgenommen worden war, verließen Obermaschinist Unterdoerfer, Maschinenmaat Schröder und ich das schnell sinkende U-Boot.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Sloop HMS STARLING 15 Mann von U 202 gerettet hatte, während die etwas weiter ab stehende SloopHMS WILD GOOSE (U.45) zwei Offiziere und zehn Mann von U 202 aufgenommen hatte. Wenig später näherte sich die HMS STARLING den letzten drei Männern von U 202, die noch im Wasser schwammen. Der Kommandant der HMS STARLING, Capt. Walker, fragte die noch im Wasser Schwimmenden welche Nummer das Boot und wer der Kommandant war. Als er keine Antwort erhielt, entschied sich Walker, die Männer nicht zu retten. Erst danach erfuhr Walker, dass die HMS STARLING, U 202 versenkt hatte und der Kommandant Kapitänleutnant Günter Poser war. Daraufhin gab Walker Befehl zur Rettung der letzten drei Schiffbrüchigen von U 202.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 104 - 106.



Clay Blair schreibt dazu:

Am 2. Juni war Johnny Walkers Support Group 2 unterwegs zur Verstärkung von Konvoi HX 241 und stieß auf das bewährte Boot U 203 unter Günter Poser, 26 Jahre alt. Ein Jahr zuvor hatte dieser Kommandant vier deutsche Agenten auf Long Island an Land gesetzt. Nach einer Jagd von 15 Stunden und dem Abwurf von 250 Wasserbomben zwang Walkers Gruppe U 202 zum Auftauchen und versenkte das Boot dann mit 27 Salven aus den 4-Zoll-Geschützen. Die vier Sloops HMS Kite (U 87), Starling, Wild Goose und HMS Woodpecker (U.08) beteiligten sich an diesem Angriff, aber das Verdienst für die Versenkung ging allein an Walkers Führerboot, die Starling. Die Briten retteten Poser und 29 andere Deutsche, die meisten waren verwundet.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 410.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 410.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 146, 181

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 41, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 104 – 106.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 144, 145.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 45, 280.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 – 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 209 – 227.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 43.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 201
   U 203