U 537
Kriegsmarine Unterseeboot U 537
| Typ: | IX C/40 |
| Bauauftrag: | 10.04.1941 |
| Bauwerft: | Deutsche Werft AG Hamburg |
| Serie: | U 525 - U 550 |
| Baunummer: | 356 |
| Kiellegung: | 10.04.1942 |
| Stapellauf: | 07.11.1942 |
| Indienststellung: | 27.01.1943 |
| Kommandant: | Peter Schrewe |
| Feldpostnummer: | M - 49 804 |
Kommandanten
| 27.01.1943 - 09.11.1944 | Kapitänleutnant Peter Schrewe |
Flottillen
| 27.01.1943 - 31.07.1943 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.08.1943 - 30.09.1944 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
| 01.10.1944 - 09.11.1944 | 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
18.09.1943 - 20.09.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
21.09.1943 - 21.09.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund
22.09.1943 - 22.09.1943: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Haugesund
23.09.1943 - 23.09.1943: Ausgelaufen von Haugesund - Eingelaufen in Bergen
30.09.1943 - 08.12.1943: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Lorient
Am 18.09.1943 lief U 537 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Peter Schrewe von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Übernachtung in Kristiansand, einer Übernachtung in Egersund, einem Geleitwechsel in Haugesund und der Reparatur des Backborddrucklagers in Bergen operierte das Boot im Nordatlantik, südlich von Grönland, an der Nordspitze von Labrador, in der Martin Bay und vor Neufundland. Als Sonderauftrag wurde am 22.10.1943 an der Küste von Labrador die Wetterstation WFL 26 aufgestellt. Nach einer Gesamtdauer von 82 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 9.387 sm lief das Boot am 08.12.1943 in Lorient ein. U 537 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 537 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
29.02.1944 - 01.03.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient.
05.03.1944 - 06.03.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient.
25.03.1944 - 02.08.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Batavia
Am 29.02.1944 lief U 537 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Peter Schrewe von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot musste die Unternehmung in der Biskaya wegen diverser Störungen zweimal abbrechen und lief nach insgesamt 7 Tagen wieder in Lorient ein. Anschließend erfolgten Umbauten am Boot sowie die Ausrüstung für den Einsatz in Asien. Am 25.03.1944 lief das Boot erneut von Lorient aus. Es operierte im Mittelatlantik, im Südatlantik und im Indischen Ozean. Zudem hatte es Fu.M.B.´s für 3 U-Boote, Ersatzteile, Reservegeräte, eine Schraube für U 168 und 110 t Blei für Japan an Bord. Am 17.04.1944 wurde U 537 von U 488 mit 60 m³ Brennstoff und 10 Tagen Proviant versorgt. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Monsun. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 131 Tagen lief U 537 am 02.08.1944 in Batavia ein.
Original Kriegstagebuch U 537 - 2. Unternehmung
Verlegungsfahrt
00.10.1944 - 00.10.1944: Ausgelaufen von Batavia - Eingelaufen in Soerabaja
Im Oktober 1944 lief U 537 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Peter Schrewe von Batavia aus. Das Boot verlegte nach Soerabaja.
4. Unternehmung
09.11.1944 - 09.11.1944: Ausgelaufen von Soerabaja - Verlust des Bootes
Am 09.11.1944 lief U 537 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Peter Schrewe von Soerabaja zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot sollte vor der Westküste Australiens operieren. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach nur 14 Stunden auf See wurde U 537 noch auf dem Ausmarsch befindlich in der Java-See, östlich von Soerabaja, von einem amerikanischen U-Boot versenkt.
Original Kriegstagebuch U 537 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 09.11.1944 |
| Letzter Kommandant: | Peter Schrewe |
| Ort: | Java See |
| Position: | 07° 13' Süd - 115° 17' Ost |
| Planquadrat: | KC 2358 |
| Verlust durch: | Torpedo |
| Tote: | 58 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 537 |
Verbleib im Detail
Am 09.11.1944 wurde U 537 in der Java See östlich von Soerabaja durch zwei Torpedos des US-amerikanischen U-Bootes USS Flounder (SS-251) unter Commander James-Edward Stevens versenkt.
Die Flounder lief am 27.10.1944 in das Südchinesische Meer aus. Dort sichtete das Boot am 10.11.1944 etwas, was man zunächst für ein kleines Segelboot hielt. Beim Näherkommen erkannte man es jedoch als den Turm eines U-Bootes. Die Flounder ging sofort auf Tauchfahrt und man machte das Boot gefechtsklar. Ein Fächer von vier Torpedos wurde auf das Ziel abgeschossen, von denen einer traf. An Bord der Flounder war die Erschütterung zu spüren, mit der das anvisierte U-Boot explodierte. Als die Flounder eine halbe Stunde später auf Periskoptiefe ging, waren keine Reste mehr zu sehen. Bei dem versenkten U-Boot handelte es sich um U 537, ein deutsches Typ-IX-C/40-Boot unter dem Kommando von Kapitänleutnant Peter Schrewe, eines der Monsunboote, die von Penang aus operierten. Keines der 56 Besatzungsmitglieder von U 537 überlebte die Versenkung.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 216.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 101, 230.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 302.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 126, 279.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 501 - U 560" - Eigenverlag - S. 229 - 232.