U 600

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U 599
   U 601

Kriegsmarine Unterseeboot U 600

Typ: VII C
Bauauftrag: 22.05.1940
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 100
Kiellegung: 25.01.1941
Stapellauf: 16.10.1941
Indienststellung: 11.12.1941
Kommandant: Bernhard Zurmühlen
Feldpostnummer: M - 47 389

Kommandanten

11.12.1941 - 25.11.1943 Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen

Flottillen

11.12.1941 - 31.07.1942 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.08.1942 - 25.11.1943 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

14.07.1942 - 16.07.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

16.07.1942 - 22.09.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in La Pallice


Am 14.07.1942 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand im Nordatlantik, der Karibik und bei den Großen Antillen. Am 06.08.1942 wurde es von U 463 mit 55 m³ Brennstoff und 2 t Proviant und am 09.09.1942 von U 462 mit 25 m³ Proviant und 5 Tagen Proviant versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 3 Schiffen mit 9.682 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 71 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 9.297,7 sm über und 562,4 sm unter Wasser lief das Boot am 22.09.1942 in La Pallice ein. → Erfolge U 600.

Original Kriegstagebuch U 600 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

22.11.1942 - 27.12.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 22.11.1942 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von La Pallice zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Irland, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Draufgänger und Raufbold. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 6.762 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 36 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 4.812 sm über und 603 sm unter Wasser lief das Boot am 27.12.1942 wieder in La Pallice ein. → Erfolge U 600.

Original Kriegstagebuch U 600 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

11.02.1943 - 26.03.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 11.02.1943 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, zwischen Grönland und Neufundland, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Knappen, Burggraf und Raubgraf. Am 02.03.1943 wurde es von U 462 mit 50 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Schmieröl und 10 Tagen Proviant versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 12.156 BRT und die Beschädigung von 3 Schiffen mit 19.230 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 44 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.438,5 sm über und 818,5 sm unter Wasser lief das Boot am 26.03.1943 wieder in La Pallice ein. → Erfolge U 600.

Original Kriegstagebuch U 600 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

25.04.1943 - 11.05.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 25.04.1943 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von La Pallice zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Spanien, dabei gehörte es zur U-Boot-Gruppe Drossel. Die Unternehmung musste, nach einer Kollision mit U 406 am 05.05.1943, vorzeitig abgebrochen werden. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 17 Tagen lief das Boot am 11.05.1943 wieder in La Pallice ein.

Original Kriegstagebuch U 600 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

12.06.1943 - 10.09.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in Brest


Am 12.06.1943 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von La Pallice zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, zwischen den Kanarischen Inseln und Freetown. Am 26.06.1943 wurde es von U 535 mit 22,8 m³ Brennstoff und 10 Tagen Proviant und am 19.08.1943 von U 129 mit 20 m³ Brennstoff und 29 Kalipatronen versorgt, zudem wurde 1 Flugzeug (Boeing B-17 Flying Fortress V der RAF Squadron 220) abgeschossen. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 91 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 8.730,9 sm über und 1.975 sm unter Wasser lief das Boot am 10.09.1943 in Brest ein.

Original Kriegstagebuch U 600 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

07.11.1943 - 25.11.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 07.11.1943 lief U 600 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bernhard Zurmühlen von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Spanien und nordöstlich von Punta Delgada, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Schill 1 und Weddigen. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 18 Tagen wurde U 600 von britischen Kriegsschiffen versenkt.

Original Kriegstagebuch U 600 - 6. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 25.11.1943
Letzter Kommandant: Bernhard Zurmühlen
Ort: Nordatlantik
Position: 40° 31' Nord - 22° 07' West
Planquadrat: CF 2748
Verlust durch: Wasserbombe
Tote: 54
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 600

Verbleib im Detail


Am 25.11.1943 wurde U 600 im Nordatlantik nördlich von Punta Delgada durch Wasserbomben der britischen Fregatten HMS Bazely (K.311) unter Lieutenant Commander Jeffrey-Vanstone Brock und HMS Blackwood (K.313) unter Commander Leslie-Tillman Sly versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 25.11.43 im Nordatlantik nördlich Punta Delgada an den vereinigten Konvois MKS.30/SL.139 durch Wasserbomben der britischen Fregatte BAZELY und BLACKWOOD der Geleitsicherungsgruppe 4 versenkt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 173.



Clay Blair schreibt dazu:

Am 25. November orteten die beiden Zerstörer Bazely und Blackwood der britischen Support Group 4 das kampferprobte U 600 unter Bernhard Zurmühlen, 34 Jahre alt. In einem gut vorgetragenen gemeinsamen Angriff mit Wasserbomben und Hedgehog zerstörten die Fregatten U 600. Es gab keine Überlebenden.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 534.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 534.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 266.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 63, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 173.

Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 260 - 261.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 72, 267, 279.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 1 - 1

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 138.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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