U 630

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U 629
   U 631

Kriegsmarine Unterseeboot U 630

Typ: VII C
Bauauftrag: 15.08.1940
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 130
Kiellegung: 23.08.1941
Stapellauf: 12.05.1942
Indienststellung: 09.07.1942
Kommandant: Werner Winkler
Feldpostnummer: M - 21 203

Kommandanten

09.07.1942 - 06.05.1943 Oberleutnant zur See Werner Winkler

Flottillen

09.07.1942 - 31.03.1943 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.04.1943 - 06.05.1943 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

18.03.1943 - 20.03.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

21.03.1943 - 06.05.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes


Am 18.03.1943 lief U 630 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Winkler von Kiel zu seiner 1. und einzigen Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, sowie Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik, südöstlich von Kap Farewell und Grönland. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Löwenherz, Lerche, Specht und Fink. Nach einer Gesamtdauer von 50 Tagen wurde U 630 am 06.05.1943 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.529 BRT → Erfolge U 630.

Original Kriegstagebuch U 630 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 06.05.1943
Letzter Kommandant: Werner Winkler
Ort: Nordatlantik
Position: 52° 31' Nord - 44° 50' West
Planquadrat: AJ 8637
Verlust durch: Hedgehog
Tote: 47
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 630

Verbleib im Detail


Am 06.05.1943 wurde U 630 durch Hedgehog des britischen Zerstörers HMS Vidette (D.48) unter Lieutenant Raymond Hart versenkt.


  • Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung der Versenkung wurde vom FDS/NHB im Oktober 1991 geändert. Der Angriff durch die Consolidated PBY Catalina (Canso) W der RCAF Squadron 5, am 04.05.1943 auf der Position 56° 38' Nord - 42° 32' West, dem früher die Versenkung von U 630 zugeschrieben wurde, richtete sich tatsächlich gegen U 209 und richtete schwere Schäden an.



Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 06.05.43 um 06:06 h (GMT) im Nordatlantik südlich von Kap Farewell am Konvoi ONS.5 durch Hedgehog-Wasserbomben des britischen Zerstörers VIDETTE versenkt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 91.



Clay Blair schreibt dazu:

Das von Heinrich Brodda geführte VII-Boot U 630 der Gruppe Fink war ein vom Nordmeer transferiertes Boot auf seiner ersten Feindfahrt im Atlantik. Es wurde vermutlich unter Verlust der gesamten Besatzung von der in Newfoundland stationierten kanadischen Canso unter B.H. Moffit beschädigt und ging dann durch Tauchunfall verloren. In einer Überprüfung aus dem Jahr 1991 sprach die Admiralität dem britischen Zerstörer Vidette unter Raymond Hart, aus der Gruppe B-7, die Versenkung von U 630 zu.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 357.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 357.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 256.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 81, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 91.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 275.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 75, 222, 271.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 204 - 205.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 138.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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