U 631

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 630
   U 632

Kriegsmarine Unterseeboot U 631

Typ: VII C
Bauauftrag: 15.08.1940
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 131
Kiellegung: 05.09.1941
Stapellauf: 27.05.1942
Indienststellung: 16.07.1942
Kommandant: Jürgen Krüger
Feldpostnummer: M - 22 458

Kommandanten

16.07.1942 - 17.10.1943 Oberleutnant zur See Jürgen Krüger

Flottillen

16.07.1942 - 31.12.1942 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.01.1943 - 17.10.1943 9. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

19.12.1942 - 21.12.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

21.12.1942 - 04.02.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest


Am 19.12.1942 lief U 631 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Krüger von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, sowie Brennstoffergänzung in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik, westlich Irland. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Falke und Landsknecht. Nach einer Gesamtdauer von 48 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 7.066,6 sm lief das Boot am 04.02.1943 in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 3.987 BRT → Erfolge U 631.

Original Kriegstagebuch U 631 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

06.03.1943 - 11.05.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 06.03.1943 lief U 631 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Krüger von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südlich Island und östlich Neufundland. Es wurde am 13.04.1943 von U 462 mit 87 m³ Brennstoff, 2 t Proviant, 4 Doppelgläser und Ersatzteilen, sowie am 01.05.1943 von U 461 mit 23 m³ Brennstoff versorgt. Das Boot gehörte zu den U-Boot-Gruppen Stürmer, Seewolf und Meise. Nach einer Gesamtdauer von 67 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 8.499,5 sm über und 801,9 sm unter Wasser lief das Boot am 11.05.1943 wieder in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.158 BRT → Erfolge U 631.

Original Kriegstagebuch U 631 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

18.09.1943 - 17.10.1943: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 18.09.1943 lief U 631 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Jürgen Krüger von Brest zu seiner 3. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südöstlich Kap Farewell. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Rossbach und Schlieffen. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Nach einer Gesamtdauer von 30 Tagen wurde U 631 am 17.10.1943 durch ein britisches Kriegsschiff versenkt.

Original Kriegstagebuch U 631 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 17.10.1943
Letzter Kommandant: Jürgen Krüger
Ort: Nordatlantik
Position: 58° 13' Nord - 32° 29' West
Planquadrat: AK 2597
Verlust durch: Hedgehog
Tote: 54
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 631

Verbleib im Detail


Am 17.10.1943 wurde U 631 durch Hedgehog der britischen Korvette HMS Sunflower (K.41) unter Lieutenant Commander James Plomer versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 17.10.43 im Nordatlantik südöstlich Kap Farewell an den zusammengefaßten Konvois ON.206/ONS.20 durch die britische Korvette SUNFLOWER mit Asdic geortet, und im schweren Sturm durch Hedgehog-Wasserbomben versenkt. Nur ein großer aufsteigender Ölteppich wurde gesehen, deshalb konnte die Versenkung von U 631 erst nach dem Krieg bestätigt werden.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 157.



Clay Blair schreibt dazu:

Die von J. Plomer geführte Korvette Sunflower aus Grettons Escort Group B-7 griff das VII-Boot U 631 unter Jürgen Krüger an und versenkte es. Es handelte sich um das Boot, das U 455 gerammt und dabei die eigenen vier Bugtorpedorohre außer Gefecht gesetzt hatte, dem aber die Erlaubnis zum Abbruch verweigert worden war. Es gab keine Überlebenden von U 631.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 514 - 515.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 514, 515.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 134.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 82, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 157.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 275.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 75, 277.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 206 - 211.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 138.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 630
   U 632