U 987
Kriegsmarine Unterseeboot U 987
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 25.08.1941 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 951 - U 994 |
| Baunummer: | 187 |
| Kiellegung: | 02.10.1942 |
| Stapellauf: | 02.06.1943 |
| Indienststellung: | 08.07.1943 |
| Kommandant: | Hilmar-Karl Schreyer |
| Feldpostnummer: | M - 53 910 |
Kommandanten
| 08.07.1943 - 15.06.1944 | Oberleutnant zur See Hilmar-Karl Schreyer |
Flottillen
| 08.07.1943 - 29.02.1944 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.03.1944 - 31.05.1944 | 1. U-Flottille, Brest (Frontboot) |
| 01.06.1944 - 15.06.1944 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
13.05.1944 - 14.05.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
Am 13.05.1944 lief U 987 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hilmar-Karl Schreyer von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 671, U 477, U 1192 und U 1060, nach Kristiansand. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 987 am 14.05.1944 in Kristiansand ein.
Verlegungsfahrt
21.05.1944 - 22.05.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Stavanger
Am 21.05.1944 lief U 987 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hilmar-Karl Schreyer von Kristiansand aus. Das Boot verlegte nach Stavanger. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 987 am 22.05.1944 in Stavanger ein.
1. Unternehmung
28.05.1944 - 28.05.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Bergen
29.05.1944 - 29.05.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in den Vilnesfjord
30.05.1944 - 30.05.1944: Ausgelaufen aus dem Vilnesfjord - Eingelaufen in Ålesund
31.05.1944 - 15.06.1944: Ausgelaufen von Ålesund - Verlust des Bootes
Am 28.05.1944 lief U 987 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hilmar-Karl Schreyer von Stavanger zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Bergen, Einlaufen wegen Nebel in den Vilnesfjord, sowie Geleitwechsel in Ålesund, operierte das Boot im Nordmeer, westlich von Narvik. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Trutz. Nach 19 Tagen wurde U 987 von einem britischen U-Boot versenkt. U 987 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 987 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 15.06.1944 |
| Letzter Kommandant: | Hilmar-Karl Schreyer |
| Ort: | Nordmeer |
| Position: | 68° 01' Nord - 05° 08' Ost |
| Planquadrat: | AF 2511 |
| Verlust durch: | Torpedo |
| Tote: | 53 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 987 |
Verbleib im Detail
Am 15.06.1944 wurde U 987, im Nordmeer westlich von Narvik, durch Torpedos des britischen Unterseebootes HMS Satyr (P.214) unter Lieutenant Tobin-Subremont Weston versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 15.06.44 gegen 09:15 h im Nordmeer westlich von Narvik durch Torpedos des britischen U-Bootes SATYR versenkt. Am 15.06.44 um 09:07 h entdeckte die Wache des britischen U-Bootes SATYR ein deutsches U-Boot. Es handelte sich um U 987, das mit nördlichem Kurs fuhr. Das Boot hatte am 10.06.44 Bergen verlassen, um den befohlenen Aufklärungsstreifen etwa 160 Seemeilen westlich der Lofoten zu beziehen. Die Ausgucks auf SATYR verschwanden im Turm und das Boot tauchte weg. Durch Sehrohr beobachtete Lt. Weston, daß der Gegner Zick-Zack-Kurs fuhr und in einer Entfernung von 3200 Metern mit elf Knoten Fahrt lief U 987 stand jetzt an Backbord. Schnell drehte SATYR nach Steuerbord. Lt. Weston entschloß sich, einen Fächer von sechs Torpedos abzufeuern. Um 09:15 H verließ der erste Torpedo das Rohr. In kurzen Abständen folgten vier weitere, der sechste verblieb im Rohr. Durchs Sehrohr erkannte Lt. Weston , wie das angegriffene U 987 den Kurs nach Backbord änderte. Auf SATYR glaubte man, das gegnerische U-Boot habe die Torpedolaufbahnen entdeckt., deshalb wurde der sechste Torpedo zurückgehalten. Schnell wurde klar, daß U 987 nur den üblichen Routinezack ausgeführt hatte, doch dann den alten Kurs beibehielt. Aber auch dieser Kurswechsel konnte das Schicksal des Bootes nicht mehr abwenden.
Nach zweieinhalb Minuten Laufzeit wurden auf SATYR zwei fast gleichzeitige Detonationen beobachtet. Ein Torpedo traf das Vorschiff knapp hinter dem Bug. Der zweite Treffer saß direkt am Turm. Gleichzeitig verschwand das ganze Vorschiff bis zum Turm in einer Gischtwolke. U 987 knickte mittschiffs ein, und zerbrach anscheinend in zwei Teile. Während der hintere Teil sofort sank, ragte das Vorschiff in einem Winkel von 60 Grad in der Luft, bevor es steil in die Tiefe ging. Um 09:30 h erfolgte eine Detonation, drei Minuten später folgte eine weitere. Kein Besatzungsmitglied überlebte den Untergang des Bootes.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 259.
Clay Blair schreibt dazu:
Am 15. Juni versenkte das von T.S. Weston geführte britische U-Boot Satyr vor Narvik das ohne Schnorchel ins Nordmeer fahrende U 987 unter Hilmer-Karl Schreyer. Der 28jährige Kommandant war unter Günther Krech auf dem höchst erfolgreichen U 558 Obersteuermann gewesen. Weston schoß bei seinem Angriff einen ganzen Bugfächer von sechs Torpedos auf das deutsche Boot. Zwei versagten und detonierten zu früh, aber zwei trafen nach Westons Einschätzung das feindliche U-Boot. Es gab keine Überlebenden.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 694, 694.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 693, 694.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 216.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 119, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 259.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 92, 281.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 -1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 209.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 139.