U 986
Kriegsmarine Unterseeboot U 986
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 25.08.1941 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 951 - U 994 |
| Baunummer: | 186 |
| Kiellegung: | 18.09.1942 |
| Stapellauf: | 20.05.1943 |
| Indienststellung: | 01.07.1943 |
| Kommandant: | Karl-Ernst Kaiser |
| Feldpostnummer: | M - 53 856 |
Kommandanten
| 01.07.1943 - 10.04.1944 | Oberleutnant zur See Karl-Ernst Kaiser |
Flottillen
| 01.07.1943 - 29.02.1944 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.03.1944 - 10.04.1944 | 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
08.02.1944 - 10.02.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
10.02.1944 - 10.04.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Boot verschollen
Am 08.02.1944 lief U 986 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Ernst Kaiser von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, sowie Brennstoffergänzung in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik und westlich von Irland. U 986 meldete sich zuletzt am 10.04.1944 und ist seitdem verschollen. U 986 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 986 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 10.04.1944 |
| Letzter Kommandant: | Karl-Ernst Kaiser |
| Ort: | Nordatlantik/Biskaya |
| Position: | (51° 30' Nord - 20° 00' West) |
| Planquadrat: | (BE 3377) |
| Verlust durch: | Unbekannt |
| Tote: | 50 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 986 |
Verbleib im Detail
U 986 ist seit dem 10.04.1944 im Nordatlantik oder der Biskaya aus unbekannter Ursache verschollen.
- Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung des Verlustes wurde von Axel Niestlé im Dezember 1999 geändert. Der Angriff des Minenräumbootes USS Swift (AM-122) ( Lt.Comdr. Richard Kendall Cockey) und des U-Jägers USS PC 619 (Lt. William C. van Brandt Jr.) , am 17.04.1944 auf der Position 50° 09' Nord - 12° 51' West, dem früher die Versenkung von U 986 zugeschrieben wurde, war sehr wahrscheinlich kein U-Boot. Das Boot meldete sich zuletzt am 10.04.1944 aus Position 51° 30' Nord - 20° 00' West und meldete seine Absicht, am 12.04.1944 seine Rückkehr nach Frankreich anzutreten. Am 14.04.1944 erhielt das Boot den Befehl, Lorient anzulaufen. Als es diesen Hafen nicht erreichte, wurde es mit Wirkung vom 20.04.1944 als vermisst geführt. Der Ort der Angriffe der USS Swift (AM-122) und der USS PC 619 lag etwa hundert Seemeilen nördlich der normalen U-Bootsroute durch die Biskaya, die von U-Booten wie U 986 benutzt wurde, um in Lorient einzulaufen. Es gibt derzeit keine plausible Erklärung für den Verlust von U 986. (Dr. Axel Niestlé - S. 226).
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 580, 591, 597.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 117.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 118, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 222, 223.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 92, 226.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 -1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 208.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 139.