U 1022

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Kriegsmarine Unterseeboot U 1022

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 13.06.1942
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Baunummer: 222
Serie: U 995 - U 1050
Kiellegung: 06.05.1943
Stapellauf: 13.04.1944
Indienststellung: 07.06.1944
Kommandant: Hans-Joachim Ernst
Feldpostnummer: M - 38 350

Kommandanten

07.06.1944 - 08.05.1945 Kapitänleutnant Hans-Joachim Ernst

Flottillen

07.06.1944 - 31.01.1945 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot)
01.02.1945 - 08.05.1945 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

16.01.1945 - 17.01.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kalundborg

22.01.1945 - 23.01.1945: Ausgelaufen von Kalundborg - Eingelaufen in Horten


Am 16.01.1945 lief U 1022 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Ernst von Kiel aus. Das Boot verlegte, über Kalundborg (Wegsperrung), nach Horten. Nach insgesamt 8 Tagen lief U 1022 am 23.01.1945 in Horten ein. Dort führte es Schnorchelübungen im Oslofjord durch.



1. Unternehmung

29.01.1945 - 30.01.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

30.01.1945 - 08.02.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen

12.02.1945 - 01.04.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen


Am 29.01.1945 lief U 1022 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Joachim Ernst von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Brennstoff- und Proviantergänzung in Kristiansand sowie Reparaturen am Schnorchel in Bergen operierte das Boot im Nordatlantik, bei Island, vor Reykjavik. Die Unternehmung musste nach Wasserbombenschäden vorzeitig abgebrochen werden. Nach insgesamt 62 Tagen lief U 1022 am 01.04.1945 in Bergen ein. U 1022 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 1.392 BRT und 1 U-Jäger mit 328 ts versenken. → Erfolge U 1022.

Original Kriegstagebuch U 1022 - 1. Unternehmung



Überführungsfahrt

30.05.1945 - 01.06.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Scapa Flow

02.06.1945 - 02.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Lisahally


U 1022 lief am 30.05.1945 von Bergen aus. Das Boot überführte, über Scapa Flow nach Lisahally. Am 02.06.1945 lief U 1022 in Lisahally ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.



Verlegungsfahrt / Operation Deadlight

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Lisahally - Eingelaufen in Moville

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Moville - Versenkt


U 1022, lief am 29.12.1945 von Lisahally aus. Das Boot verlegte nach Moville. Dort wartete es auf seine Versenkung bei der Operation Deadlight.


Verbleib

Datum: 29.12.1945
Letzter Kommandant: Hans-Joachim Ernst
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 40' Nord - 08° 15' West
Planquadrat: AM 5375
Verlust durch: Operation Deadlight
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 1022

Verbleib im Detail


Am 29.12.1945 wurde U 1022, vom britischen Zerstörer HMS Quantock (L.58), auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 29.12.1945 um 23:50 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland durch Artilleriefeuer des polnischen Zerstörers ORP Piorun (G.65) unter Lieutenant Commander Tadeusz Maracewicz versenkt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 60.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 155, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 388 - 389.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 316.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 103.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - S. 296 - 297.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 140.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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