U 54

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U 53
   U 55

Daten des deutschen Kriegsmarine Unterseebootes U 54

Bezeichnung: U 54
Typ: VII B
Bauauftrag: 16.07.1937
Bauwerft: Friedrich Krupp Germaniawerft AG Kiel
Serie: U 45 - U 55
Baunummer: 588
Kiellegung: 13.09.1938
Stapellauf: 15.08.1939
Indienststellung: 23.09.1939
Kommandant: Georg-Heinz Michel
Feldpostnummer: M-02062

Kommandanten

23.09.1939 - 30.11.1939 Kapitänleutnant - Georg-Heinz Michel
05.12.1939 - 14.02.1940 Kapitänleutnant - Günter Kutschmann

Flottillen

23.09.1939 - 31.12.1939 U-Flottille Wegener, Kiel (Ausbildungsboot)
01.01.1940 - 14.02.1940 7. U-Flottille, Kiel (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

12.02.1940 - 14.02.1940: Ausgelaufen von Kiel - Verlust des Bootes


Unter der Führung von Kapitänleutnant Günter Kutschmann legte U 54 am 12.02.1940 von Kiel zu seiner 1. Unternehmung ab. Nach der Passage durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal sollte das Boot im Nordatlantik sowie im Seegebiet westlich von Spanien gegen den feindlichen Schiffsverkehr operieren. Noch während des Ausmarsches in das vorgesehene Einsatzgebiet sank das Boot jedoch nach wahrscheinlich 9 Tagen auf See, nach dem Auflaufen auf eine britische Minensperre in der Nordsee. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 54 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 14.02.1940
Letzter Kommandant: Günter Kutschmann
Ort: Nordsee
Position: 54° 58,3' Nord - 05° 28,4' Ost
Planquadrat: AN 6649
Verlust durch: Unbekannt / Mine
Tote: 41
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 54

Verbleib im Detail



U 54 ging wahrscheinlich, am 14.02.1940, in der Nordsee, durch Minen einen Minentreffer verloren.

Das Wrack von U 54 wurde 1989 an der angegebenen Stelle geortet. Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung wurde von FDS/NHB im Juni 1983 geändert. U 54 hatte den Befehl, von Helgoland aus gegen feindliche Schiffe zu operieren. Das Boot galt daher ab 14.02.1940 als vermisst. Teile von zwei seiner Torpedos wurden am 14.03.1940 durch das deutsche Patrouillenboot V 1101 in der ungefähren Position 54° 57' Nord - 06° 45' Ost und am 16.04.1940 durch das deutsche U-Jäger Schiff 37/Schleswig im Skagerrak geborgen. In Ermangelung alliierter Angriffe, die den Verlust des Schiffes erklären könnten, ist es wahrscheinlich, dass U 54 auf dem Weg in die Nordsee im britischen Minenfeld Nr. 4 oder Nr. 6 verlorengegangen ist. Feld Nr. 4 wurde am 02.01.1940 von den Zerstörern HMS Ivanhoe (D.16) (Comdr. Philip-Henry Hadow) und HMS Intrepid (D.10) (Comdr. Roderick-Cosmo Gordon) quer über die Auslaufroute in einem Gebiet gelegt, das zwischen den Positionen 55° 10' Nord - 05° 03,5' Ost, 55° 03' Nord - 05° 03,5' Ost, 55° 04,5' Nord - 04° 56' Ost und 55° 09' Nord - 04° 56' Ost umschlossen wurde. Das Feld Nr. 6 wurde in der Nacht vom 13. auf den 14.01.1940 von denselben beiden Zerstörern in einem Radius von fünf Meilen um die Position 55° Nord - 05° 23,5' Ost quer über die Auslaufroute gelegt. (Dr. Axel Niestlé - S. 215.)


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 181.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 137, 161.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 28, 194.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 16.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 40, 215.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - Eigenverlag ohne ISBN - S. 34.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 41.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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