U 1274

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Kriegsmarine Unterseeboot U 1274

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 13.06.1942
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack
Baunummer: 69
Serie: U 1271 - U 1291
Kiellegung: 21.06.1943
Stapellauf: 25.01.1944
Indienststellung: 01.03.1944
Kommandant: Fedor Kuscher
Feldpostnummer: M - 50 816

Kommandanten

01.03.1944 - 00.07.1944 Oberleutnant zur See Fedor Kuscher
00.07.1944 - 16.04.1945 Oberleutnant zur See Hans-Hermann Fitting

Flottillen

01.03.1944 - 00.03.1945 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
00.03.1945 - 16.04.1945 5. U-Flottille, Kiel (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

24.03.1945 - 27.03.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten


Am 24.03.1945 lief U 1274 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Hermann Fitting von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 234, U 516 und U 1107, nach Horten. Nach einer Gesamtdauer von 4 Tagen lief U 1274 am 27.03.1945 in Horten ein. Dort führte es Schnorchelübungen im Oslofjord durch.



1. Unternehmung

01.04.1945 - 02.04.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Larvik

02.04.1945 - 03.04.1945: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Kristiansand

05.04.1945 - 16.04.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes


Am 01.04.1945 lief U 1274 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Hermann Fitting von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Einlaufen wegen Luftgefahr in Larvik, sowie Ergänzungen in Kristiansand, operierte das Boot in der Nordsee, vor dem Firth of Forth und nördlich von Newcastle. Nach einer Gesamtdauer von 16 Tagen wurde U 1274 selbst, von einem britischen Kriegsschiff versenkt. U 1274 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 8.966 BRT versenken. → Erfolge U 1274.

Original Kriegstagebuch U 1274 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 16.04.1945
Letzter Kommandant: Hans-Hermann Fitting
Ort: Nordsee
Position: 55° 36' Nord - 01° 24' West
Planquadrat: AN 5194
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 44
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 1274

Verbleib im Detail


Am 16.04.1945 wurde U 1274, in der Nordsee durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Viceroy (L.21) unter Lieutenant John Errol Manners versenkt.

Am 16.04.1945 um 19:42 Uhr torpedierte U 1274 nahen den Farne-Inseln den mit Melasse beladenen britischen Tanker Athelduke (8.966 BRT) aus dem Küstenkonvoi FS 1784. Der sichernde britische Zerstörer HMS Viceroy (L.21) unter Lieutenant John Errol Manners ortete das U-Boot sofort per Asdic und führte insgesamt vier Angriffe mit tief eingestellten Wasserbomben durch. Das U-Boot sank mit der gesamten Besatzung von 44 Mann auf eine Tiefe von rund 75 Metern. Da die Versenkung von der britischen Admiralität zunächst nicht offiziell anerkannt wurde, kehrte die HMS Viceroy am 24.04.1945 zur markierten Abwurfstelle zurück. Nach erneuten Sprengungen stiegen Dokumente, Wrackteile und eine unbeschädigte Kiste mit 72 Flaschen französischem Weinbrand an die Oberfläche. Eine dieser geborgenen Brandy-Flaschen wurde später als Souvenir an den britischen Premierminister Winston Churchill übergeben, der sich dafür schriftlich bedankte.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 16.04.45 in der Nordsee nördlich von Newcastle am Konvoi FS. 1784 durch Wasserbomben der Sicherung des britischen Zerstörers VICEROY versenkt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 341.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 66, 137.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 146, 220.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 341.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 107, 274.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - S. 78.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 207.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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