UIT 23

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UIT 22
   UIT 24

Kriegsmarine Unterseeboot UIT 23 (ex italienisch Reginaldo Giuliani)

Typ: Liuzzi-Klasse
Bauwerft: Franco Tosi, Tarent (Italien)
Kiellegung: 13.03.1939
Stapellauf: 03.12.1939
Indienststellung: 03.02.1940
Kommandant: Renato d'Elia
Feldpostnummer: M - 31 170

Kommandanten

03.02.1940 - 20.01.1941 Tenente di Vascello - Renato d'Elia
20.01.1941 - 21.04.1941 Capitano di Corvetta - Tullio Raccanelli
21.04.1941 - 01.06.1942 Capitano di Corvetta - Adalberto Giovannini
01.06.1942 - 15.09.1942 Capitano di Fregata - Giovanni Bruno
15.09.1942 - 20.02.1943 Capitano di Corvetta - Mario Tei
20.02.1943 - 30.04.1943 Capitano di Corvetta - Athos Fraternale
30.04.1943 - 10.09.1943 Capitano di Fregata - Giuseppe Gaito
06.12.1943 - 07.01.1944 Fregattenkapitän - Heinrich Schäfer
08.01.1944 - 13.02.1944 Unbesetzt
14.02.1944 - 15.02.1944 Oberleutnant zur See - Werner Striegler

Flottillen

03.02.1940 - 29.08.1940 IV Gruppo Sommergibili (4. U-Boot-Gruppe), Tarent (Ausbildungsboot)
30.08.1940 - 15.03.1941 Comando Gruppo Sommergibili Atlantico, Bordeaux – BETASOM (Frontboot)
16.03.1941 - 15.04.1942 Marigammasom, Gotenhafen (Ausbildungsboot)
16.04.1942 - 15.05.1943 Comando Gruppo Sommergibili Atlantico, Bordeaux – BETASOM (Frontboot)
16.05.1943 - 09.09.1943 Fernost-Transportdienst, Penang (Transportboot)
06.12.1943 - 15.02.1944 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

29.08.1940 - 06.10.1940 Ausgelaufen von Trapani - Eingelaufen in Bordeaux


Am 29.08.1940 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Tenente di Vascello Renato d' Elia von Trapani zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte, nach den Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 10.09.1940, im Mittelatlantik, bei der Insel Madeira. Es konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 39 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 06.10.1940 in Bordeaux ein.



2. Unternehmung

24.10.1940 - 11.11.1940 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Bordeaux


Am 24.10.1940 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Tenente di Vascello Renato d' Elia von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Irlands. Es konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 19 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 11.11.1940 wieder in Bordeaux ein.



3. Unternehmung

15.03.1941 - 06.04.1941 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Gotenhafen


Am 24.10.1940 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Tullio Raccanelli von Bordeaux zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Es konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 165 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 06.04.1941 in Gotenhafen ein. Dort erfolgten taktische Schulungen für italienische U-Boot Kommandanten.



4. Unternehmung

23.05.1942 - 07.06.1942 Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Bordeaux


Am 23.05.1942 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Tullio Raccanelli von Gotenhafen zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte, bei der Rückführung nach Frankreich, im Nordatlantik. Es konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 16 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 07.06.1942 in Bordeaux ein.



5. Unternehmung

24.06.1942 - 01.09.1942 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Santander

08.11.1942 - 09.11.1942 Ausgelaufen von Santander - Eingelaufen in Le Verdon


Am 24.06.1942 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Capitano die Fregata Giovanni Bruno von Bordeaux zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte bei den Bahamas, den Antillen und vor Cape Verde. Es wurde am 24.07.1942 vom italienischen U-Boot Giuseppe Finzi mit 50 t Treiböl versorgt. Auf dem Rückmarsch wurde die Reginaldo Giuliani am 01.09.1942 bei einem Fliegerangriff schwer beschädigt. Das Boot musste am in das spanische Santander einlaufen. Nach der Reparatur der meisten Schäden lief es am 08.11.1942 (um eine Internierung zu entgehen) wieder aus Santander aus. Nach einer Gesamtdauer von 138 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 08.11.1942 wieder in Bordeaux ein. Später nach Bordeaux verlegt. Reginaldo Giuliani konnte auf dieser Unternehmung 3 Schiffe mit 16.103 BRT versenken. → Erfolge.



6. Unternehmung

16.05.1943 - 28.07.1943 Ausgelaufen von Bordeaux - Eingelaufen in Sabang

01.08.1943 - 01.08.1943 Ausgelaufen von Sabang - Eingelaufen in Shonan


Am 16.05.1943 lief die Reginaldo Giuliani unter dem Kommando von Capitano di Corvetta Mario Tei von Bordeaux zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, Südatlantik und im Indischen Ozean. Es transportierte 130 t inklusive Spezialstahl, Quecksilber, KG-Munition, optische und elektrische Instrumente sowie 1 Kleinstflugzeug. An Bord waren noch zwei zivile deutsche Techniker, zwei italienische Unteroffiziere, zwei italienische Marinetechniker und fünf zivile italienische Techniker. Am 27.08.1943 wurden in Sabang noch einmal Ergänzungen durchgeführt. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Nach einer Gesamtdauer von 78 Tagen lief die Reginaldo Giuliani am 01.08.1943 in Shonan ein. Nach der Kapitulation Italiens erfolgte am 08.09.1943 in Shonan (Singapur) die Übergabe des Bootes an die Japanische Marine. Diese übergab es am 23.10.1943 an die Deutsche Kriegsmarine, wo es als UIT 23 in Dienst genommen wurde.



Verlegungsfahrt

14.02.1944 - 15.02.1944 Ausgelaufen von Shonan - Verlust des Bootes


Am 14.02.1944 lief UIT 23 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Striegler von Shonan aus. Das Boot hatte schon 105,566 t Kautschuk, 91,258 t Zinn, 14,7 t Wolfram, 2 t Chinin und 2 t Opium für Deutschland an Bord, und sollte zur Restausrüstung nach Penang verlegen, und anschließend nach Deutschland auslaufen. Auf dem Weg dorthin wurde UIT 23, von einem britischen U-Boot versenkt.


Verbleib

Datum: 15.02.1944
Letzter Kommandant: Werner Striegler
Ort: Indischer Ozean
Position: 04° 27' Nord - 100° 11' Ost
Planquadrat: LF 6767
Verlust durch: Torpedo
Tote: 26 Deutsche / 5 Italiener
Überlebende: 12 Deutsche / 2 Italiener
Besatzung: Besatzungsliste UIT 23

Verbleib im Detail


Am 15.02.1944 wurde UIT 23 im Indischen Ozean durch das britische Unterseeboot HMS Tally Ho (P.317) unter Lieutenant Commander Leslie-William-Abel Bennington durch einen Torpedo versenkt.

Als die Tally Ho das gesichtete U-Boot angriff, dachte sie es wäre ein japanisches Unterseeboot. Um 05:22 Uhr wurde der Dreierfächer geschossen. Danach tauchte die Tally Ho um 05:23 Uhr. Um 05:25 Uhr traf einer der drei Torpedos. Es erfolgte eine Detonation und UIT 23 begann schnell zu sinken. Die 14 Überlebenden wurden von zwei Arado 196 Wasserflugzeugen gerettet und nach Penang geflogen.

Die Reginaldo Giuliani wurde am 09.09.1943 nach der Kapitulation Italiens erst von der Japanischen Marine (Kaigun) beschlagnahmt. Danach an die Deutschen abgegeben und von der Deutschen Kriegsmarine als UIT 23 in Dienst genommen. Bei Auslaufen aus Shonan befanden sich außer der deutschen Besatzung noch sieben Deutschlandfreundliche Italienische Marineangehörige an Bord von UIT 23 (sie gehört zum Maschinenpersonal). An Bord von UIT 23 befand sich außerdem als Matrosengefreiter, Frau Susanne Henriksen, geboren in Japan, Schwester des Peter Rudlof, der ebenfalls mit UIT 23 unter ging. Diese Frau reiste auf der Tannenfels zum Wehrdienst nach Deutschland und wurde bei der Begegnung mit dem Hilfskreuzer Thor am 25.10.1942 als Dolmetscherin von Bord geholt. Nach der Ankunft von Thor, am 09.10.1942 in Yokohama, wurde sie als temporärer Fähnrich auf dem japanischen Flugzeugträger Ziukazu, für Kapitänleutnant Hoppe, eingesetzt. Sie reiste auf der Osorno nach Shonan (Singapur) und stieg dort auf UIT 23 ein.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 203, 237.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 137, 140.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 188.

Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 184.

Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 177 - 179.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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