Marineschule

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Marineschulen


Die Marineschulen der Kriegsmarine dienten der Ausbildung des Offiziernachwuchses sowie des technischen Führungspersonals. Während die Marinekriegsschule Mürwik die seemännische und militärische Ausbildung der Seeoffiziere übernahm, erfolgte an den Ausbildungseinrichtungen in Kiel-Wik insbesondere die fachliche Ausbildung der Ingenieuroffiziere und weiterer technischer Spezialisten.

Marinekriegsschule Mürwik


Die Marineschule Mürwik wurde nach dem Ersten Weltkrieg zur zentralen Ausbildungsstätte der Seeoffiziere der Reichsmarine und später der Kriegsmarine. Zum 1. Mai 1943 erhielt sie die offizielle Bezeichnung Marinekriegsschule Mürwik.

Die Ausbildung umfasste unter anderem Navigation, Seemannschaft, Taktik, Seekriegsrecht, Militärgeschichte sowie die praktische Ausbildung an Bord von Schulschiffen. Ziel war die Vorbereitung der Offizieranwärter auf ihre spätere Verwendung in den verschiedenen Verbänden der Kriegsmarine.

Während der letzten Kriegstage im Mai 1945 befand sich die Regierung unter Großadmiral Karl Dönitz im Sonderbereich Mürwik. Die Marinekriegsschule blieb bis zum Kriegsende Ausbildungs- und Führungsstandort der Kriegsmarine.

Marineschule Kiel


Die Ausbildungseinrichtungen der Kriegsmarine in Kiel-Wik dienten vor allem der Ausbildung von Ingenieuroffizieren sowie technischem Fachpersonal. Neben dem theoretischen Unterricht standen praktische Übungen an Maschinenanlagen, Kesselanlagen und weiteren technischen Einrichtungen im Mittelpunkt.

Mit dem Ausbau der Kriegsmarine wurden die Ausbildungskapazitäten erheblich erweitert. Aufgrund des steigenden Personalbedarfs dienten zeitweise auch Unterkunftsschiffe, darunter die ehemaligen HAPAG-Dampfer Milwaukee und New York, als Unterkünfte für Lehrgangsteilnehmer.

Die Ausbildung vermittelte die technischen Kenntnisse, die für den späteren Dienst auf Überwasserschiffen und U-Booten erforderlich waren.

Bedeutung für die U-Boot-Waffe


Für die U-Boot-Waffe bildeten beide Ausbildungseinrichtungen eine wesentliche Grundlage der Offiziersausbildung. Während an der Marinekriegsschule Mürwik die seemännischen, taktischen und militärischen Grundlagen vermittelt wurden, erhielten die Ingenieuroffiziere in Kiel-Wik ihre technische Fachausbildung.

Die dort erworbenen Kenntnisse bildeten die Grundlage für den späteren Einsatz als Wachoffizier, Leitender Ingenieur oder Kommandant innerhalb der U-Boot-Waffe.

Art der Einrichtung


  • Marinekriegsschule Mürwik – Offiziersschule der Kriegsmarine
  • Marineschule Kiel – Ausbildungseinrichtung für technische Offizierslaufbahnen der Kriegsmarine
  • Kriegsmarine – Seestreitkraft der Wehrmacht

Quellen im Bundesarchiv


BArch RM 20: Unterlagen der Marinestation der Ostsee. Enthalten Organisationsunterlagen und Berichte zu den Ausbildungseinrichtungen in Mürwik und Kiel.

BArch PERS 6: Personalunterlagen der Marineoffiziere. Enthalten Nachweise über Lehrgänge, Prüfungen und Verwendungen.

BArch RM 7: Unterlagen der Seekriegsleitung zur Organisation und Ausbildung des Offiziernachwuchses der Kriegsmarine.

Literatur


Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. 3 Bände. Podzun Verlag, 1956.

Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bernard & Graefe Verlag, 1994.

Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945. Band 14. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2002.

Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Mittler Verlag, 1996.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com