2. Räumbootsflottille

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

2. Räumbootsflottille


Die 2. Räumbootsflottille war ein Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie wurde vor dem Zweiten Weltkrieg aufgestellt und war während des Krieges vor allem im Küstenvorfeld der Nordsee, des Ärmelkanals und der französischen Atlantikküste eingesetzt. Zu ihren Hauptaufgaben gehörten die Minenräumung, Geleitsicherung und der Schutz der Schifffahrt.

Historischer Kontext und Organisation


Die Flottille wurde 1938 aufgestellt und kam bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz. Während des Westfeldzuges und nach der Besetzung Frankreichs übernahm sie Sicherungsaufgaben im Ärmelkanal und entlang der französischen Atlantikküste. Nach der Räumung der französischen Stützpunkte wurde sie 1945 erneut in der Ostsee eingesetzt.

Die Räumboote waren aufgrund ihres geringen Tiefgangs besonders für Einsätze in küstennahen Gewässern geeignet. Zu ihren Aufgaben gehörten das Räumen von Minensperren, die Sicherung von Fahrwassern sowie Geleit- und Sicherungsdienste.

Standorte


1938 – 1940: Cuxhaven.

1940: Verlegung in den Raum der niederländischen Küste.

1940–1944: Stützpunkte im Bereich Dünkirchen sowie an der Kanalküste und der französischen Atlantikküste, insbesondere zur Sicherung der Zugänge nach Boulogne, Le Havre und Cherbourg sowie später im Raum Brest und Saint-Nazaire.

1945: Neuaufstellung und Einsatz im Ostseeraum.

Einsatz


Die Flottille war zunächst in der Nordsee eingesetzt. Ab 1940 verlagerten sich ihre Einsätze in den Ärmelkanal und an die französische Atlantikküste mit Schwerpunkten in den Bereichen Brest, Lorient und Saint-Nazaire. In den letzten Kriegsmonaten wurde sie im Ostseeraum zur Sicherung von Evakuierungs- und Geleitoperationen verwendet.

Relevanz für die U-Boot-Waffe


Die 2. Räumbootsflottille leistete einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Aus- und Einlaufwege der deutschen U-Boote. Sie räumte Minensperren in den Zufahrten zu den U-Boot-Stützpunkten, begleitete U-Boote in küstennahen Gewässern und unterstützte Sicherungsmaßnahmen gegen gegnerische See- und Luftstreitkräfte. Darüber hinaus war sie an Rettungs- und Bergungsmaßnahmen nach Angriffen auf U-Boote beteiligt.

Quellen im Bundesarchiv


BArch RM 71: Kriegstagebücher der Räumbootsflottillen.

BArch RM 61: Akten der Führer der Minensuch- und Sicherungsverbände.

BArch RM 7: Unterlagen der Seekriegsleitung zu Sicherungsoperationen.

Literatur


Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 2. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz, 1983.

Hildebrand, Hans H.: Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. 7 Bände. Biblio Verlag, Osnabrück, 2000.

Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Podzun-Verlag, Bad Nauheim, 1956–1971.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com