Flaggleutnant

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Flaggleutnant


Der Flaggleutnant war der persönliche Adjutant eines Admirals oder Flottenbefehlshabers der Kriegsmarine. Er unterstützte den Befehlshaber in dienstlichen und organisatorischen Angelegenheiten, bereitete Befehle und Besprechungen vor und stellte den reibungslosen Informationsfluss innerhalb des Stabes sicher.

Historischer Kontext und Organisation


Der Flaggleutnant gehörte zum Stab eines Admirals oder Flottenbefehlshabers. Er koordinierte den Geschäftsverkehr des Stabes, bereitete Befehle und Weisungen vor, organisierte den Dienstbetrieb und unterstützte den Befehlshaber bei repräsentativen und protokollarischen Aufgaben. Darüber hinaus wirkte er bei der Übermittlung von Befehlen sowie der Zusammenarbeit mit den Nachrichten- und Signalstellen mit.

Relevanz für die U-Boot-Waffe


Im Bereich der U-Boot-Waffe waren Flaggleutnante bei höheren Kommandobehörden, beispielsweise beim Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) oder bei regionalen Marinebefehlshabern, tätig. Sie unterstützten die Vorbereitung von Lagebesprechungen, die Weitergabe operativer Weisungen sowie die Koordination zwischen den Stäben und den unterstellten U-Boot- und Sicherungsverbänden.

Einsatz


Flaggleutnante waren jeweils am Dienstsitz ihres Admirals eingesetzt. Für die U-Boot-Waffe befanden sich entsprechende Stabsstellen unter anderem beim Befehlshaber der Unterseeboote in Kerneval bei Lorient sowie bei den Marinegruppenkommandos, Flottenkommandos und anderen höheren Kommandobehörden der Kriegsmarine.

Quellen im Bundesarchiv


BArch RM 7: Akten der Seekriegsleitung und der Admiralstäbe.

BArch RM 20: Dienstvorschriften und Organisationsunterlagen der Kriegsmarine.

BArch RM 123: Ausbildungsunterlagen der Marineschulen.

Literatur


Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 2. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz, 1983.

Hildebrand, Hans H.: Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. 7 Bände. Biblio Verlag, Osnabrück, 2000.

Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Podzun-Verlag, Bad Nauheim, 1956–1971.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com