Kriegsmarinewerft Kiel

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U-Boot-Reparaturwerft


Die Kriegsmarinewerft Kiel war während des Zweiten Weltkrieges keine Neubauwerft für U-Boote, sondern diente in erster Linie als Ausrüstungs-, Reparatur- und Instandsetzungswerft der Kriegsmarine. Aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zu den Kieler U-Boot-Ausbildungsflottillen wurden dort zahlreiche U-Boote nach ihrer Indienststellung sowie während und nach Abschluss der Ausbildung nochmals überholt. Häufig handelte es sich um Restarbeiten nach der Bauabnahme, den Einbau nachträglich angeordneter Ausrüstung, Gewährleistungsarbeiten sowie die Beseitigung während der Erprobung festgestellter Mängel.

Darüber hinaus führte die Werft planmäßige Werftliegezeiten, Dockungen, Maschinen- und Schnorchelarbeiten sowie Instandsetzungen nach Ausbildungs- und Fronteinsätzen durch. Auch nach leichten Havarien oder Grundberührungen wurden U-Boote häufig der Kriegsmarinewerft Kiel zugewiesen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kieler Ausrüstungs- und Erprobungsdienststellen entwickelte sich die Werft zu einem wichtigen Instandsetzungsbetrieb der deutschen U-Boot-Waffe.

Mit der Einführung neuer Ausrüstungen, insbesondere des Schnorchels und verschiedener Ortungs- und Funkanlagen, wurden zahlreiche Frontboote während ihrer Werftliegezeiten entsprechend umgerüstet. Bis Kriegsende blieb die Kriegsmarinewerft Kiel überwiegend für Reparatur-, Überholungs- und Nachrüstarbeiten an Ausbildungs- und Frontbooten eingesetzt.

Literaturverweise


Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997.

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