U 1019
Kriegsmarine Unterseeboot U 1019
| Typ: | VII C/41 |
| Bauauftrag: | 13.06.1942 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Baunummer: | 219 |
| Serie: | U 995 - U 1050 |
| Kiellegung: | 28.04.1943 |
| Stapellauf: | 22.03.1944 |
| Indienststellung: | 04.05.1944 |
| Kommandant: | Hans Rinck |
| Feldpostnummer: | M - 22 922 |
Kommandanten
| 04.05.1944 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See Hans Rinck |
Flottillen
| 04.05.1944 - 30.11.1944 | 31. U-Flottille, Hamburg (Ausbildungsboot) |
| 01.12.1944 - 08.05.1945 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
22.01.1945 - 25.01.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
Am 22.01.1945 lief U 1019 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Rinck von Kiel aus. Das Boot ankerte bis zum 24.01.1945 in der Ostsee und wartete auf ein Geleit. Anschließend verlegte es, zusammen mit U 1104, nach Horten. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1019 am 25.01.1945 in Horten ein. Dort führte es Schnorchelübungen im Oslofjord durch.
1. Unternehmung
01.02.1945 - 02.02.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
03.02.1945 - 08.04.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Kristiansund
09.04.1945 - 09.04.1945: Ausgelaufen von Kristiansund - Eingelaufen in Drontheim
Am 01.02.1945 lief U 1019 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Rinck von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, westlich des Nordkanals und in der Irischen See. Der Rückmarsch führte über Kristiansand (Geleitaufnahme) nach Drontheim. Nach insgesamt 68 Tagen und zurückgelegten 354 sm über und 3.573 sm unter Wasser lief U 1019 am 09.04.1945 in Drontheim ein. U 1019 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 1019 - 1. Unternehmung
Überführungsfahrt
29.05.1945 - 01.06.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Scapa Flow
02.06.1945 - 03.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Loch Ryan
U 1019 lief am 29.05.1945 von Drontheim aus. Das Boot überführte, über Scapa Flow nach Loch Ryan. Am 03.06.1945 lief U 1019 in Loch Ryan ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft. U 1019 wartete hier auf seine Versenkung bei der Operation Deadlight.
Operation Deadlight
06.12.1945 - 07.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Versenkt
U 1019, lief am 06.12.1945 von Loch Ryan aus. Einen Tag später erfolgte die Versenkung bei der Operation Deadlight.
Verbleib
| Datum: | 07.12.1945 |
| Letzter Kommandant: | Hans Rinck |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 55° 37' Nord - 07° 56' West |
| Planquadrat: | AM 5384 |
| Verlust durch: | Operation Deadlight |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 1019 |
Verbleib im Detail
Am 06.12.1945 wurde U 1019, vom britischen Zerstörer HMS Pytchley (L.92), auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 07.12.1945 um 16:33 Uhr im Nordatlantik nordwestlich von Irland durch Artilleriefeuer des britischen Zerstörers HMS Onslaught (G.04) unter Commander Reginald Trevor Paul und des polnischen Zerstörers ORP Piorun (G.65) unter Lieutenant Commander Tadeusz Maracewicz versenkt.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 194.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 152, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 379.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 103.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - S. 291 - 293.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 140.