U 1209

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Kriegsmarine Unterseeboot U 1209

Typ: VII C
Bauauftrag: 02.04.1942
Bauwerft: F. Schichau Werft GmbH Danzig
Baunummer: 1586
Serie: U 1191 - U 1210
Kiellegung: 14.07.1943
Stapellauf: 09.02.1944
Indienststellung: 13.04.1944
Kommandant: Ewald Hülsenbeck
Feldpostnummer: M - 28 716

Kommandanten

13.04.1944 - 18.12.1944 Oberleutnant zur See Ewald Hülsenbeck

Flottillen

13.04.1944 - 31.10.1944 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.11.1944 - 18.12.1944 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

14.11.1944 - 17.11.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten


Am 14.11.1944 lief U 1209 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ewald Hülsenbeck von Kiel aus. Bis zum 15.11.1944 lag das Boot in der Strander Bucht vor Anker und verlegte anschließend, zusammen mit U 1020, nach Horten. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 1209 am 17.11.1944 in Horten ein.



1. Unternehmung

22.11.1944 - 23.11.1944: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand

24.11.1944 - 25.11.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Farsund

26.11.1944 - 18.12.1944: Ausgelaufen von Farsund - Verlust des Bootes


Am 22.11.1944 lief U 1209 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Ewald Hülsenbeck von Horten zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Ergänzungen in Kristiansand, sowie Einlaufen wegen Luftgefahr in Farsund, operierte das Boot im Nordatlantik, der Biskaya und im Ärmelkanal. Nach 26 Tagen wurde U 1209, nach einer Kollision mit einem Felsen, selbst gesprengt. U 1209 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 1209 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 18.12.1944
Letzter Kommandant: Ewald Hülsenbeck
Ort: Ärmelkanal
Position: 49° 57' Nord - 05° 47' West
Planquadrat: BF 2435
Verlust durch: Selbstsprengung
Tote: 9
Überlebende: 44
Besatzung: Besatzungsliste U 1209

Verbleib im Detail


Am 18.12.1944 lief U 1209, im Ausgang des Ärmelkanals vor Wolf Rock, nach Grundberührung durch einen Navigationsfehler und einer anschließenden Tauchpanne, auf Grund. Das Boot konnte nicht mehr gerettet werden. Es wurde von der Besatzung aufgegeben und gesprengt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 18.12.44 im englischen Kanalausgang vor den Scilly-Inseln aufgrund eines Navigationsfehlers und einer Tauchpanne nach Grundberührung vor Wolf Rock aufgelaufen, Boot aufgegeben. 44 Überlebende vom britischen Wachboot RML 542 gerettet. Die 26. Support Group mit den kanadischen U-Jägern HMCS RIBBLE (K.525) und HMCS MONTREAL (K.319) machten ebenfalls Jagd auf das U-Boot, kamen aber zur Versenkung zu spät.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 306.



Clay Blair schreibt dazu:

Das von dem 24jährigen Ewald Hülsenbeck geführte U 1209 lief am 24. November von Christiansand aus. Er hatte den Befehl, vor Cherbourg zu patrouillieren, traf jedoch nie dort ein. Als Hülsenbeck am 18. Dezember die Gewässer vor Land´s End erkundete, lief er bei Wolf Rock auf Grund und zerstörte sein Boot. Der erstaunte Leuchtturmwärter gab per Funk Alarm und gab einen unverschlüsselten laufenden Kommentar zu dem Geschehen. Die beiden kanadischen Fregatten Montreal und Ribble, die anderthalb Stunden nach dem Unglück eintrafen, und einige britische Motorbarkassen retten 44 Mann der 51köpfigen Besatzung. Unter den Überlebenden waren auch Hülsenbeck und sein Leitender Ingenieur Hans Claussen, doch der Kommandant starb noch auf der Montreal (an einem Herzanfall, wie die Briten meldeten), und Claussen starb später im Krankenhaus.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 740.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 740.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 108.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 150, 240.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 306.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 96.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - S. 44.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 170.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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