U 253

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Kriegsmarine Unterseeboot U 253

Typ: VII C
Bauauftrag: 23.09.1939
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack
Serie: U 251 - U 291
Baunummer: 18
Kiellegung: 15.11.1940
Stapellauf: 30.08.1941
Indienststellung: 21.10.1941
Kommandant: Adolf Friedrichs
Feldpostnummer: M - 33 347

Kommandanten

21.10.1941 - 25.09.1942 Kapitänleutnant Adolf Friedrichs

Flottillen

21.10.1941 - 31.08.1942 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.09.1942 - 25.09.1942 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

12.09.1942 - 13.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

14.09.1942 - 25.09.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Boot verschollen


Am 12.09.1942 lief U 253 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Adolf Friedrichs von Kiel zu seiner 1. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte nach dem Marsch über die Ostsee und einer Brennstoffergänzung in Kristiansand im Nordmeer, der Dänemarkstraße sowie nordwestlich von Island. U 253 meldete sich zuletzt am 24.09.1942, seitdem gilt das Boot als verschollen. Während dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.

Original Kriegstagebuch U 253 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 25.09.1942
Letzter Kommandant: Adolf Friedrichs
Ort: Dänemark-Straße
Position: (67° 00' Nord - 23° 00' West)
Planquadrat: (AE 1725)
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 45
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 253

Verbleib im Detail


Am 24.09.1942 meldete sich U 253 zuletzt um 06:30 Uhr aus dem in der Dänemarkstraße nördlich von Island gelegenen Planquadrat AE 1586 auf der Position 67° 30' Nord - 21° 00' West. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Boot auf eine Mine der am 01.06.1942 und am 21.08.1942 an der isländischen Küste gelegten britischen U-Boot-Minenfelder N-11 oder SN-71A gelaufen und gesunken.


  • Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung wurde vom FDS/NHB im Dezember 1979 geändert. Der Angriff der Consolidated PBY Catalina U der RAF Squadron 210 am 23.09.1942 auf der Position 68° 19' Nord - 13° 50' West, der früher für die Versenkung von U 253 zugeschrieben wurde, richtete sich in Wirklichkeit gegen U 255, daß dabei mittlere Schäden erlitt. U 253 meldete sich zuletzt am 24.09.1942 ungefähren aus Position 67° 30' Nord - 21° 00' West, während es gegen den Konvoi OP-14 operierte. Am folgenden Tag wurde es in den Nordatlantik beordert. Als das Boot daraufhin wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es mit Wirkung vom 28.09.1942 als vermisst gemeldet. Eine Erklärung für sein Verschwinden ist derzeit nicht bekannt. Es besteht jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass U 253 am oder um den 25.09.1942 in der Dänemarkstraße in dem britischen Anti-U-Boot-Minenfeldern SN 11 oder SN 71A vor der isländischen Küste durch Minentreffer verloren ging. Die beiden Felder wurden am 01.06.1942 und 21.08.1942 verlegt und kreuzten den weiteren Weg von U 253 zu seinem vorgesehenen Einsatzgebiet im Nordatlantik. (Dr. Axel Niestlé - S. 217)



Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 25.09.42 im Nordatlantik nordwestlich von Island mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine britische Mine gelaufen und gesunken. Das Boot meldete sich zuletzt am 24.09.42 um 06:30 h aus AE 1586 (nördlich Island). Angaben aus der Literatur, U 253 sei am 23.09.1942 durch die Catalina U der britischen 210. Squadron versenkt worden, sind deshalb nicht zutreffend. Inzwischen ist erwiesen, daß der Angriff der Catalina dem Nordmeer-Boot U 255 (Reche) galt, daß dabei schwer beschädigt wurde und aus diesem Grunde für zwei Monate in die Werft gebracht wurde.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 69.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 69.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 73

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 58, 220.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 59.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 49, 217.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 118.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 205.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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