U 3515
Kriegsmarine Unterseeboot U 3515
| Typ: | XXI |
| Bauauftrag: | 06.11.1943 |
| Bauwerft: | F. Schichau Werft GmbH Danzig |
| Baunummer: | 1660 |
| Serie: | U 3501 - U 3557 |
| Kiellegung: | 27.08.1944 |
| Stapellauf: | 04.11.1944 |
| Indienststellung: | 14.12.1944 |
| Kommandant: | Fedor Kuscher |
| Feldpostnummer: | M - 49 612 |
Kommandanten
| 14.12.1944 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See - Fedor Kuscher |
Flottillen
| 14.12.1944 - 15.02.1945 | 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
| 16.02.1945 - 08.05.1945 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
02.03.1945 - 00.03.1945 Ausgelaufen von Danzig - Eingelaufen in Rönne
00.03.1945 - 00.03.1945 Ausgelaufen von Rönne - Eingelaufen in Travemünde
00.03.1945 - 00.03.1945 Ausgelaufen von Travemünde - Eingelaufen in Kiel
Am 02.03.1945 lief U 3515 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Fedor Kuscher von Danzig aus. Das Boot verlegte über Rönne und Travemünde nach Kiel. Im März 1945 lief U 3515 in Kiel ein.
Verlegungsfahrt
03.05.1945 - 05.05.1945 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
Am 03.05.1945 lief U 3515 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Fedor Kuscher von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 2518, nach Horten. Nach einer Gesamtdauer von 3 Tagen lief U 3515 am 05.05.1945 in Horten ein.
Überführungsfahrt
18.05.1945 - 18.05.1945 Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Oslo
03.06.1945 - 06.06.1945 Ausgelaufen von Oslo - Eingelaufen in Scapa Flow
07.06.1945 - 09.06.1945 Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Lisahally
U 3515 lief am 18.05.1945 von Horten aus. Das Boot überführte, über Oslo und Scapa Flow, nach Lisahally. Am 09.06.1945 lief U 3515 in Lisahally ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Verlegungsfahrt / Operation Cabal
06.12.1945 - 11.12.1945 Ausgelaufen von Lisahally - Eingelaufen in Rosyth
12.12.1945 - 14.12.1945 Ausgelaufen von Rosyth - Eingelaufen in Rosyth
26.01.1946 - 00.01.1946 Ausgelaufen von Rosyth - Eingelaufen in Kopenhagen
00.06.1946 - 02.06.1946 Ausgelaufen von Kopenhagen - Eingelaufen in Libau
U 3515, lief am 06.12.1945 von Lisahally aus. Nachdem das Boot den Sowjets zugesprochen wurde, im Zuge der Operation Cabal zurück nach Libau, wo es den Sowjets als Kriegsbeute übergeben wurde.
Verbleib
| Datum: | 09.06.1945 |
| Letzter Kommandant: | Fedor Kuscher |
| Ort: | Lisahally |
| Position: | 55° 01' Nord - 07° 16' West |
| Planquadrat: | AM 5665 |
| Verlust durch: | Übergabe an Großbritannien / Operation Cabal |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 3515 |
Verbleib im Detail
U 3515 wurde nach dem Krieg britische Beute und wurde am 09.06.1945 in N 30 umbenannt. Das Boot wurde am Ende 1945 als Kriegsbeute der Sowjetunion zugesprochen. Vom 06.12.1945 bis zum 02.06.1946 wurde das Boot im Rahmen der Operation Cabal, nach Libau überführt. Am 13.02.1946 erhielt das Boot erneut die Bezeichnung N 30 (H 30). U 3515 wurde am 15.02.1946 der Südbaltischen Flotte zugeteilt. Am 12.01.1949 wurde das Boot der Klasse der großen U-Boote zugewiesen und erhielt am 09.06.1949 die Bezeichnung B 30 (Б 30). Es wurde am 29.12.1955 in die Reserve überführt und diente ab dem 18.01.1956 als abgerüstetes Schießstandboot, wo es die Bezeichnung PZS-35 ( ПЗС-35)erhielt. U 3515 wurde am 25.09.1959 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und am 30.11.1949 zum Abwracken ausgesondert.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 137, 146.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 170, 241.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 404.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 165.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - Eigenverlag - S. 163.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 171.