U 354

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Kriegsmarine Unterseeboot U 354

Typ: VII C
Bauauftrag: 23.09.1939
Bauwerft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft Flensburg
Baunummer: 473
Serie: U 351 - U 370
Kiellegung: 15.04.1940
Stapellauf: 10.01.1942
Indienststellung: 22.04.1942
Kommandant: Karl-Heinz Herbschleb
Feldpostnummer: M - 46 036

Kommandanten

22.04.1942 - 22.02.1944 Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb
22.02.1944 - 24.08.1944 Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer

Flottillen

22.04.1942 - 30.09.1942 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.10.1942 - 14.10.1942 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)
15.10.1942 - 31.05.1943 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)
01.06.1943 - 24.08.1944 13. U-Flottille, Drontheim (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

10.10.1942 - 12.10.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

12.10.1942 - 12.10.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

13.10.1942 - 13.10.1942: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Bergen

17.10.1942 - 20.10.1942: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Narvik

20.10.1942 - 20.10.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord


Am 10.10.1942 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Kiel aus. Das Boot verlegte über Kristiansand wegen eines Geleitwechsels, Egersund aufgrund der Abgabe von Brennstoff an U 624, Bergen wegen der Reparatur einer Tauchzelle sowie Narvik in den Skjomenfjord. Nach 11 Tagen lief U 354 am 20.10.1942 in den Skjomenfjord ein.



1. Unternehmung

29.10.1942 - 29.10.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

29.10.1942 - 29.10.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad

30.10.1942 - 29.11.1942: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Harstad

30.11.1942 - 30.11.1942: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Narvik


Am 29.10.1942 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb aus dem Skjomenfjord zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Befehlsempfang in Narvik und der Ergänzung von Brennstoff in Harstad operierte das Boot im Nordmeer und bei der Insel Spitzbergen. Während dieser insgesamt 33 Tage dauernden Fahrt wurden 5.188 sm über und 111 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 7.176 BRT. Am 30.11.1942 lief U 354 in Narvik ein. → Erfolge U 354

Original Kriegstagebuch U 354 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

19.12.1942 - 19.12.1942: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

20.12.1942 - 20.12.1942: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad

21.12.1942 - 14.01.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Harstad

15.01.1943 - 15.01.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Narvik


U 354, unter Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb, lief am 19.12.1942 aus dem Skjomenfjord aus. Nach Befehlsempfang in Narvik, und Proviantergänzung in Harstad operierte das Boot im Nordmeer und der Barentssee. Der Rückmarsch führte, über Harstad (Lotse an Bord), nach Narvik. Nach 27 Tagen und zurückgelegten 3.842 sm über und 98 sm unter Wasser, lief U 354 am 15.01.1943 in Narvik ein. U 354 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 354 - 2. Unternehmung



Verlegungsfahrt

18.01.1943 - 18.01.1943: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

18.01.1943 - 20.01.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Drontheim


Am 18.01.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb vom Skjomenfjord aus. Das Boot verlegte über Narvik in die Werft nach Drontheim. Nach 3 Tagen lief U 354 am 20.01.1943 in Drontheim ein.



3. Unternehmung

11.03.1943 - 03.04.1943: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Harstad

04.04.1943 - 04.04.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen

04.04.1943 - 04.04.1943: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Narvik

04.04.1943 - 04.04.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in den Skjomenfjord


Am 11.03.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Drontheim zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Eisbär. Auf dem Rückmarsch verlegte das Boot über Harstad, wo Ergänzungen stattfanden und ein Lotse an Bord genommen wurde, sowie Lødingen, wo der Lotse das Boot wieder verließ, und Narvik in den Skjomenfjord. Während dieser insgesamt 25 Tage dauernden Fahrt wurden 3.519 sm über und 36 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 04.04.1943 lief U 354 in den Skjomenfjord ein.

Original Kriegstagebuch U 354 -3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

28.04.1943 - 28.04.1943: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

28.04.1943 - 28.04.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Harstad

29.04.1943 - 30.04.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Hammerfest


Am 28.04.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb vom Skjomenfjord aus. Das Boot verlegte über Narvik nach Hammerfest. Nach 3 Tagen lief U 354 am 30.04.1943 in Hammerfest ein.



4. Unternehmung

09.05.1943 - 12.06.1943: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Harstad

12.06.1943 - 12.06.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen

12.06.1943 - 12.06.1943: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Narvik


Am 09.05.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Hammerfest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Auf dem Rückmarsch verlegte das Boot über Harstad, wo ein Lotse an Bord genommen wurde, sowie Lødingen, wo der Lotse von Bord ging, nach Narvik. Während dieser insgesamt 35 Tage dauernden Fahrt wurden 5.605 sm über und 37 sm unter Wasser zurückgelegt. Auf dieser Unternehmung wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt. Am 12.06.1943 lief U 354 in Narvik ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 4. Unternehmung



Verlegungsfahrt

13.06.1943 - 15.06.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Drontheim


Am 13.06.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Narvik aus. Das Boot verlegte in die Werft nach Drontheim. Nach 3 Tagen lief U 354 am 15.06.1943 in Drontheim ein.



Verlegungsfahrt

25.07.1943 - 27.07.1943: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Narvik


Am 25.07.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Drontheim aus. Das Boot verlegte nach Reparaturarbeiten wieder nach Narvik. Nach 3 Tagen lief U 354 am 27.07.1943 in Narvik ein.



5. Unternehmung

04.08.1943 - 04.08.1943: Ausgelaufen aus dem Skjomenfjord - Eingelaufen in Narvik

04.08.1943 - 04.08.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Lødingen

04.08.1943 - 04.08.1943: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Harstad

04.08.1943 - 21.09.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Harstad

22.09.1943 - 22.09.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen

22.09.1943 - 22.09.1943: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Narvik


Am 04.08.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb aus dem Skjomenfjord zu seiner 5. Unternehmung aus. Nach der Lotsenaufnahme in Lødingen sowie der Lotsenabgabe und der Aufnahme von Proviant und Flugzeugmotorenöl in Harstad, operierte das Boot im Nordmeer, auf dem sibirischen Seeweg und in der Vilkichij Straße. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Wiking. Der Rückmarsch führte über Harstad, wo erneut ein Lotse sowie Proviant aufgenommen wurden, und Lødingen, wo der Lotse von Bord ging, nach Narvik. Während dieser insgesamt 50 Tage dauernden Fahrt wurden 3.595 sm über und 46 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Beschädigung eines Schiffes mit 3.771 BRT. Am 22.09.1943 lief U 354 in Narvik ein. → Erfolge U 354.

Original Kriegstagebuch U 354 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

22.10.1943 - 22.10.1943: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Lødingen

22.10.1943 - 22.10.1943: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Harstad

23.10.1943 - 23.10.1943: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Tromsø

25.10.1943 - 06.12.1943: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Hammerfest


Am 22.10.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Narvik zu seiner 6. Unternehmung aus. Nach der Lotsenaufnahme in Lødingen, der Aufnahme eines zweiten Lotsen in Harstad sowie der Abgabe der Lotsen in Tromsø und der Aufnahme von Meteorologen und 3 Fliegern (Wettertrupp "Svartiesen"), operierte das Boot im Nordmeer, bei der Insel Spitzbergen und der Bäreninsel. Dabei wurde der Wettertrupp "Svartiesen" auf der Hopen Insel abgesetzt und eine Wetterstation für die Luftwaffe errichtet. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Eisenbart. Während dieser insgesamt 46 Tage dauernden Fahrt wurden 4.955 sm über und 34 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 06.12.1943 lief U 354 in Hammerfest ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 6. Unternehmung



7. Unternehmung

07.12.1943 - 31.12.1943: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Harstad

01.01.1944 - 01.01.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen

01.01.1944 - 01.01.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Narvik


Am 07.12.1943 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Hammerfest zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer und beteiligte sich auf dieser Fahrt an der Suche nach Überlebenden des deutschen Schlachtschiffes Scharnhorst. Der Rückmarsch führte über Harstad, wo ein Lotse sowie Kantinenwaren übernommen wurden, und Lødingen, wo der Lotse von Bord ging, nach Narvik. Während dieser insgesamt 26 Tage dauernden Fahrt wurden 3.697 sm über und 29 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 01.01.1944 lief U 354 in Narvik ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 7. Unternehmung



Verlegungsfahrt

03.01.1944 - 05.01.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Drontheim


Am 03.01.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Heinz Herbschleb von Narvik aus. Das Boot verlegte in die Werft nach Drontheim. Nach 3 Tagen lief U 354 am 05.01.1944 in Drontheim ein.



Verlegungsfahrt

02.03.1944 - 05.03.1944: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Ramsund

05.03.1944 - 05.03.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik


Am 02.03.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Drontheim aus. Das Boot verlegte, über den Ramsund zur Übernahme von T-V-Torpedos, nach Narvik. Nach 4 Tagen lief U 354 am 05.03.1944 in Narvik ein.



8. Unternehmung

08.03.1944 - 08.03.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in die Bogenbucht

08.03.1944 - 12.04.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Harstad

12.04.1944 - 12.04.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Ramsund

12.04.1944 - 12.04.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik

13.04.1944 - 13.04.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in die Bogenbucht


Am 08.03.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Narvik zu seiner 8. Unternehmung aus. Nachdem in der Bogenbucht das Sehrohr repariert worden war, operierte das Boot im Nordmeer. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Hammer und Donner. Der Rückmarsch führte über Harstad, wo ein Lotse an Bord kam, und den Ramsund zur Abgabe von T-V-Torpedos sowie über Narvik in die Bogenbucht. Während dieser insgesamt 37 Tage dauernden Fahrt wurden 3.603 sm über und 625,4 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 13.04.1944 lief U 354 in der Bogenbucht ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

18.04.1944 - 03.05.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Harstad

03.05.1944 - 03.05.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Ramsund

03.05.1944 - 03.05.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Narvik


Am 18.04.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer aus der Bogenbucht zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer. Es gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Keil. Der Rückmarsch führte über Harstad, wo ein Lotse an Bord kam, und den Ramsund zur Abgabe von T-V-Torpedos nach Narvik. Während dieser insgesamt 16 Tage dauernden Fahrt wurden 2.424 sm über und 158,7 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 03.05.1944 lief U 354 in Narvik ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 9. Unternehmung



Verlegungsfahrt

06.05.1944 - 10.05.1944: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Bergen


Am 06.05.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Narvik aus. Das Boot verlegte in die Werft nach Bergen. Nach 5 Tagen lief U 354 am 10.05.1944 in Bergen ein.



Verlegungsfahrt

24.06.1944 - 25.06.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Florø

25.06.1944 - 26.06.1944 Ausgelafen aus Florø - Eingelaufen in Ålesund

26.06.1944 - 28.06.1944: Ausgelaufen von Ålesund - Eingelaufen in die Bogenbucht


Am 24.06.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Bergen aus. Das Boot verlegte, über Florø und Ålesund (jeweils Geleitwechsel), in die Bogenbucht. Nach 5 Tagen lief U 354 am 28.06.1944 in die Bogenbucht ein.



Verlegungsfahrt

30.06.1944 -30.06.1944: Ausgelaufen aus der Bogenbucht - Eingelaufen in Ramsund

30.06.1944 - 01.07.1944: Ausgelaufen von Ramsund - Eingelaufen in Lødingen

01.07.1944 - 03.07.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Tromsø


Am 30.06.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer aus der Bogenbucht aus. Das Boot verlegte, über den Ramsund zur Übernahme eines T-V Torpedo sowie über Lødingen zur Aufnahme eines Lotsen, nach Tromsø. Nach 4 Tagen lief U 354 am 03.07.1944 in Tromsø ein.



10. Unternehmung

04.07.1944 - 24.07.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Hammerfest

25.07.1944 - 26.07.1944: Ausgelaufen von Hammerfest - Eingelaufen in Tromsø

27.07.1944 - 27.07.1944: Ausgelaufen von Tromsø - Eingelaufen in Harstad

28.07.1944 - 28.07.1944: Ausgelaufen von Harstad - Eingelaufen in Lødingen

28.07.1944 - 28.07.1944: Ausgelaufen von Lødingen - Eingelaufen in Narvik


Am 04.07.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Tromsø zu seiner 10. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer und war an der Rückführung des Wettertrupps „Svartiesen“ von der Hopen Insel sowie dem Abbau der Wetterstation „Schatzgräber“ beteiligt. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Trutz. Der Rückmarsch führte über Hammerfest zur Geleitaufnahme, Tromsø, wo der Wettertrupp von Bord ging, sowie Harstad zur Aufnahme von Kantinenwaren und einem Lotsen sowie Lødingen, wo der Lotse das Boot wieder verließ, nach Narvik. Während dieser insgesamt 25 Tage dauernden Fahrt wurden 4.003 sm über und 51,6 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 28.07.1944 lief U 354 in Narvik ein.

Original Kriegstagebuch U 354 - 10. Unternehmung



11. Unternehmung

21.08.1944 - 24.08.1944: Ausgelaufen von Narvik - Verlust des Bootes


Am 21.08.1944 lief U 354 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans-Jürgen Sthamer von Narvik zu seiner 11. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordmeer und in der Barentssee. Während dieser insgesamt 4 Tage dauernden Fahrt gelang im Verlauf der Operationen die Beschädigung eines Flugzeugträgers mit 11.450 ts sowie einer Fregatte mit 1.350 ts. Nach 4 Tagen wurde U 354 durch britische Kriegsschiffe versenkt. → Erfolge U 354.

Original Kriegstagebuch U 354 - 11. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 24.08.1944
Letzter Kommandant: Hans-Jürgen Sthamer
Ort: Barentssee
Position: 72° 49' Nord - 30° 41' Ost
Planquadrat: AC 5483
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 51
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 354

Verbleib im Detail


Verlust: Am 24.08.1944 wurde U 354 in der Barentssee nordöstlich des Nordkaps durch Wasserbomben der britischen Sloop HMS Mermaid (U.30) unter Lieutenant Commander John-Pemberton Mosse und der britischen Fregatte HMS Loch Dunvegan (K.425) unter Commander Edward Wheeler versenkt.


  • Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung durch das FDS/NHB vom September 1957, wurde von Eric Zimmermann und Axel Niestlé im Juni 2011 geändert. Der Angriff der Fairey Swordfish X der FAA Squadron 825 des Geleitträgers HMS Vindex (D.15) (Capt. Horace-Temple-Taylor Bayliss), am 22.08.1944 auf der Position 74° 54' N - 15° 26' Ost, der ursprünglich für die Versenkung von U 354 verantwortlich gemacht wurde, war in Wirklichkeit für die Versenkung von U 344. Die Angriffe des Zerstörers HMS Keppel (D.84) (Comdr. Ismay-James Tyson) und der Sloop HMS Peacock (U.96) (Lt.Comdr. Richard-Been Stannard), am 25.08.1944 richteten sich gegen U 668 und U 365 und richteten keinen Schaden an. (Dr. Axel Niestlé - S. 218).



Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 24.08.44 im Barentsmeer nordöstlich des Nordkaps am Konvoi JW.59 durch Wasserbomben der britischen Sloop PEACOCK und MERMAID, der Fregatte LOCH DUNVEGAN und dem Zerstörer KEPPEL der 20. Escort Group versenkt. Am Morgen des 24.08.44 bekam U 354 Fühlung zum Geleitzug JW-59, wurde aber von der MERMAID mit Asdic geortet. Sthamer schoss zwei T-5 Zaunkönig-Torpedos, die hinter der Sloop explodierten. Inzwischen erschien die LOCH DUNVEGAN, die aber wegen des Ausfalls ihres Asdic-Gerätes in den Kampf nicht eingreifen konnte. Sthamer ließ nun mehrere Boldkanister ausstoßen, um die Asdic-Geräte des Gegners zu verwirren. Nach dem dritten Angriff der MERMAID begann Öl an der Wasseroberfläche aufzuschwimmen. Während die anderen Einheiten der 20. Escort Group, abzogen, um wieder in die Sicherung des Geleitzuges einzuscheren, blieb die MERMAID zurück. Erst zwölf Stunden später lief auch sie zum Geleitzug zurück. Inzwischen hatte sich ein etwa zehn Kilometer großer Ölteppich gebildet.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 286 - 287.



Clay Blair schreibt dazu:

Ebenfalls am 22. August lief das kampferprobte Nordmeer-Boot U 354 unter Hans-Jürgen Sthamer in Narvik aus und stieß auf einen Teil von Moores Verband. Sthamer schoß schnell einen FAT-Fächer und einen T-5, dann tauchte er. Ein FAT traf und zerstörte den kanadischen Geleitträger HMS Nabob (D.77), und der T-5 sprengte der britischen Fregatte Bickerton das Heck weg. Sthamer hätte für diese Erfolge sicher das Ritterkreuz erhalten, doch er sollte nicht lange genug leben, um seinen Kurzbericht abzusetzen.

[…] Sthamer eilte mit U 354 nach der Zerstörung der Nabob und der Bickerton weiter nach Norden, um sich an dem Angriff auf JW 59 zu beteiligen, wurde jedoch durch vier Sicherungsschiffe des Geleitzugs gestellt und unter Verlust der gesamten Besatzung versenkt. Die Admiralität rechnete die Versenkung von U 354 dem Zerstörer Keppel, den Sloops Mermaid und Peakock und der Fregatte Loch Dunvegan an.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 699- 700.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1998 - S. 699, 700.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 98, 234

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 74, 255.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 286, 287.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 174, 175.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 56, 218, 272, 281.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 301 - U 374" - Eigenverlag - S. 215 - 229.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 237.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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