U 412
Kriegsmarine Unterseeboot U 412
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 30.10.1939 |
| Bauwerft: | Danziger Werft AG Danzig |
| Serie: | U 401 - U 430 |
| Baunummer: | 113 |
| Kiellegung: | 07.03.1941 |
| Stapellauf: | 15.12.1941 |
| Indienststellung: | 29.04.1942 |
| Kommandant: | Walther Jahrmärker |
| Feldpostnummer: | M - 06 991 |
Kommandanten
| 29.04.1942 - 22.10.1942 | Kapitänleutnant Walther Jahrmärker |
Flottillen
| 29.04.1942 - 00.10.1942 | 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot) |
| 00.10.1942 - 22.10.1942 | 9. U-Flottille, Brest (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
17.10.1942 - 19.10.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
19.10.1942 - 22.10.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes
Am 17.10.1942 lief U 412 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walther Jahrmärker von Kiel zu seiner ersten und einzigen Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordmeer und nordöstlich der Färöer-Inseln. Nach 6 Tagen wurde U 412 am 22.10.1942 von einem britischen Flugzeug versenkt. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 412 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 22.10.1942 |
| Letzter Kommandant: | Walther Jahrmärker |
| Ort: | Nordmeer |
| Position: | 63° 55' Nord - 00° 24' Ost |
| Planquadrat: | AF 4869 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 47 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 412 |
Verbleib im Detail
Am 22.10.1942 wurde U 412 im Nordmeer, nordöstlich der Färöer-Inseln, durch vier Wasserbomben der Vickers Wellington B unter Flight Sergeant Arthur-Desmond-Stanley Martin der britischen RAF Squadron 179 versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 22.10.42 nordöstlich der Färöer-Inseln durch die Wellington B der britischen 179. Squadron mit Radar geortet. Aug etwa zwei Kilometer Entfernung wurde das U-Boot mit dem Leigh-Light-Scheinwerfer angestrahlt und nach Abwurf von vier Wasserbomben versenkt. Öl und Luftblasen bestätigten die Vernichtung des U-Bootes.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 62.
Clay Blair schreibt dazu:
Am 22. Oktober versenkte eine mit Leigh Light ausgerüstete Wellington aus der Squadron 179, geflogen von A.D.S. Martin, das neue VII-Boot U 412 unter Walter Jahrmärker, 25 Jahre alt. Das Boot war sechs Tage zuvor aus Kiel ausgelaufen und hatte soeben nordöstlich der Färöer-Inseln den Atlantik erreicht. Es gab keine Überlebenden.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 77.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 77.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 113.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 74, 247.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 62 - 63.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 61, 274.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 375 - U 435" - Eigenverlag - S. 254.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 172.