U 577
Kriegsmarine Unterseeboot U 577
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 08.01.1940 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 551 - U 686 |
| Baunummer: | 77 |
| Kiellegung: | 01.08.1940 |
| Stapellauf: | 15.05.1941 |
| Indienststellung: | 03.07.1941 |
| Kommandant: | Herbert Schauenburg |
| Feldpostnummer: | M - 44 228 |
Kommandanten
| 03.07.1941 - 15.01.1942 | Kapitänleutnant - Herbert Schauenburg |
Flottillen
| 03.07.1941 - 00.10.1941 | 7. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 00.10.1941 - 31.12.1941 | 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot) |
| 01.01.1942 - 15.01.1942 | 29. U-Flottille, La Spezia (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
20.10.1941 - 26.11.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in St. Nazaire
Am 20.10.1941 lief U 577 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Herbert Schauenburg von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte nach dem Marsch über die Ostsee im Nordatlantik, östlich der Neufundlandbank, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Stosstrupp, Raubritter und Störtebecker. Nach einer Gesamtdauer von 38 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.070 sm über und 112,1 sm unter Wasser lief das Boot am 26.11.1941 in St. Nazaire ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.
Original Kriegstagebuch U 577 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
16.12.1941 - 27.12.1941: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Messina
Am 16.12.1941 lief U 577 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Herbert Schauenburg von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte, nach dem Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 23.12.1941, im Mittelmeer. Nach einer Gesamtdauer von 12 Tagen lief U 577 in Messina ein, wo nach dem Einlaufen Reparaturen am Boot durchgeführt wurden. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.
Original Kriegstagebuch U 577 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
07.01.1942 - 15.01.1942: Ausgelaufen von Messina - Verlust des Bootes
Am 07.01.1942 lief U 577 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Herbert Schauenburg von Messina zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelmeer, nordwestlich Marsa Matruh. Nach einer Gesamtdauer von 9 Tagen wurde U 577 von einem britischen Flugzeug versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.
Original Kriegstagebuch U 577 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 15.01.1942 |
| Letzter Kommandant: | Herbert Schauenburg |
| Ort: | Mittelmeer |
| Position: | 32° 40' Nord - 25° 48' Ost |
| Planquadrat: | CO 6841 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 43 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 577 |
Verbleib im Detail
Am 15.01.1942 wurde U 577 im Mittelmeer nordwestlich von Marsa Matruk durch Wasserbomben der Fairey Swordfish G unter Sub-Lieutenant E.-D. Dunkerley der britischen FAA Squadron 815 versenkt.
- Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung wurde vom FDS/NHB im November 1990 geändert. Der Angriff der Sunderland X der RAF Squadron 230. vom 09.11.1942, auf der Position 32° 22' Nord - 26° 54' Ost, dem früher die Versenkung von U 577 zugeschrieben wurde, richtete sich in Wirklichkeit gegen U 568 und verursachte nur geringe Schäden. Es ist anzumerken, dass der Angriff am 15.01.1942 keinen schlüssigen Beweis für die Zerstörung des anwesenden U-Bootes lieferte, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um U 577 handelte. In Ermangelung anderer vielversprechender Angriffe oder spekulativer Erklärungen für sein Verschwinden wurde der Verlust von U 577 mangels besserer Informationen diesem Angriff zugeschrieben. (Dr. Axel Niestlé - S. 221).
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 571.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 204.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 49, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 41.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 70, 221, 269.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 561 - U 599" - Eigenverlag - S. 207 - 209.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 137.