U 582
Kriegsmarine Unterseeboot U 582
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 08.01.1940 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 551 - U 650 |
| Baunummer: | 82 |
| Kiellegung: | 25.09.1940 |
| Stapellauf: | 12.06.1941 |
| Indienststellung: | 07.08.1941 |
| Kommandant: | Werner Schulte |
| Feldpostnummer: | M - 46 477 |
Kommandanten
| 07.08.1941 - 05.10.1942 | Kapitänleutnant - Werner Schulte |
Flottillen
| 07.08.1941 - 31.12.1941 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.01.1942 - 05.10.1942 | 1. U-Flottille, Brest (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
20.12.1941 - 20.12.1941: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
21.12.1942 - 25.12.1942: Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Drontheim
03.01.1942 - 07.02.1942: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Brest
Am 20.12.1941 lief U 582 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Werner Schulte von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und der Geleitaufnahme in Brunsbüttel wurden in Drontheim die Stiftschrauben und die Abgasklappen ausgewechselt. Das Boot operierte anschließend im Nordatlantik, bei der Neufundlandbank und südlich Nova Scotia, dabei gehörte es zu der U-Boot-Gruppe Ziethen. Nach einer Gesamtdauer von 50 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 7.000 sm lief das Boot am 07.02.1942 in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.189 BRT. → Erfolge U 582.
Original Kriegstagebuch U 582 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
19.03.1942 - 20.03.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient
20.03.1942 - 23.05.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
23.05.1942 - 24.05.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest
Am 19.03.1942 lief U 582 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Werner Schulte von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach einer Torpedoübernahme in Lorient operierte das Boot im Nordatlantik und vor der Ostküste der USA. Am 23.04.1942 wurde es von U 459 mit Proviant sowie am 24.04.1942 und 25.04.1942 mit 55 m³ Brennstoff und Proviant versorgt. Der Rückmarsch führte über Lorient nach Brest. Nach einer Gesamtdauer von 67 Tagen lief das Boot wieder in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.
Original Kriegstagebuch U 582 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
22.06.1942 - 23.06.1942: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient
24.06.1942 - 26.06.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
27.06.1942 - 11.08.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest
Am 22.06.1942 lief U 582 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Werner Schulte von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Am 23.06.1942 und am 26.06.1942 wurde in Lorient die Abgasklappe repariert. Anschließend operierte das Boot im Mittelatlantik, vor Freetown, dabei gehörte es zu der U-Boot-Gruppe Hai. Am 26.07.1942 wurde U 582 von U 116 mit 45 m³ Brennstoff und 8 Tagen Proviant versorgt. Nach einer Gesamtdauer von 51 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.815 sm über und 318 sm unter Wasser lief das Boot am 11.08.1942 wieder in Brest ein. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 4 Schiffen mit zusammen 30.644 BRT → Erfolge U 582.
Original Kriegstagebuch U 582 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
14.09.1942 - 05.10.1942: Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes
Am 14.09.1942 lief U 582 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Werner Schulte von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, östlich der Neufundlandbank und südwestlich Island, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Blitz, Tiger und Luchs. Nach einer Gesamtdauer von 22 Tagen wurde U 582 von einem amerikanischen Flugzeug versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 2.993 BRT → Erfolge U 582.
Original Kriegstagebuch U 825 - 4. Unternehmung (B.d.U.)
Verbleib
| Datum: | 05.10.1942 |
| Letzter Kommandant: | Werner Schulte |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 58° 52' Nord - 21° 42' West |
| Planquadrat: | AL 2529 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 46 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 582 |
Verbleib im Detail
Am 05.10.1942 wurde U 582 im Nordatlantik südwestlich von Island durch Wasserbomben der Consolidated PBY Catalina J unter Chief Aviation Pilot Manuel Luke der US-Navy Squadron VP-73 versenkt.
Zitate aus der Literatur
Clay Blair schreibt dazu:
[...] kein anderes Boot konnte einen weiteren Erfolg melden. Nach den Meldungen der U-Boot-Kommandanten lag dies unter anderen daran, daß ein Schwarm Seeflugzeuge über HX 209 gekreist sei und Angriffe verhindert habe. Das waren vermutlich auf Island stationierte Catalinas, die an der Grenze ihrer Reichweite operierten. Die Luftsicherung versenkte zwei U-Boote unter Verlust der gesamten Besatzung: Werner Schultes U 582 und Kurt Makowskis U 619. Damals schrieb die Admiralität einer Lockheed Hudson der britischen Squadron 269 die Versenkung von U 582 zu und dem britischen Zerstörer HMS Viscount (D.92) die Versenkung von U 619. *(Nach einer Überprüfung durch Frank (1995) nach dem Krieg gebührte jedoch der Verdienst für beide Versenkungen den Flugzeugen, wie hier geschildert.) Eine Catalina der Squadron VP 73 der US Navy versenkte U 582 *(Die Identität der Catalinas und ihres Piloten läßt sich schwer ermitteln. Bemerkenswerterweise griffen vier verschiedene Catalinas (Nr. 8, 9, 10 und 12) der Squadron VP 73 am 5. und 6. Oktober in diesem Raum U-Boote an. Die Piloten waren C.F. Swanson, M. Luke, W. Mercer und W.B. Huey jr.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 71.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 71.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 220.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 51, 52, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 59.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 251.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 71, 274.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 561 - U 599" - Eigenverlag - S. 220 - 226.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 137.