U 614

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Kriegsmarine Unterseeboot U 614

Typ: VII C
Bauauftrag: 15.08.1940
Bauwerft: Blohm & Voss Hamburg
Serie: U 551 - U 650
Baunummer: 114
Kiellegung: 06.05.1941
Stapellauf: 29.01.1942
Indienststellung: 19.03.1942
Kommandant: Wolfgang Sträter
Feldpostnummer: M - 44 065

Kommandanten

19.03.1942 - 29.07.1943 Kapitänleutnant Wolfgang Sträter

Flottillen

19.03.1942 - 31.01.1943 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.02.1943 - 29.07.1943 6. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

09.01.1943 - 11.01.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

11.01.1943 - 11.01.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

12.01.1943 - 26.02.1943: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 09.01.1943 lief U 614 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Sträter von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Kristiansand sowie einer Übernachtung in Egersund operierte das Boot im Nordatlantik, westlich von Irland, dabei gehörte es zu der U-Boot-Gruppe Landsknecht. Am 17.02.1943 wurde es von U 460 mit 30 m³ Brennstoff versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 5.730 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 49 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.417,8 sm über und 585 sm unter Wasser lief das Boot am 26.02.1943 in St. Nazaire ein. → Erfolge U 614.

Original Kriegstagebuch U 614 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

12.04.1943 - 24.05.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 12.04.1943 lief U 614 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Sträter von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Specht, Fink, Elbe und Elbe 1. Am 15.05.1943 wurde es von U 119 mit 19 m³ Brennstoff versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelangten keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 43 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.875,2 sm über und 503,6 sm unter Wasser lief das Boot am 24.05.1943 wieder in St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 614 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

21.07.1943 - 25.07.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire

26.07.1943 - 29.07.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Verlust des Bootes


Am 21.07.1943 lief U 614 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Sträter von St. Nazaire zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot musste am 25.07.1943 wegen eines Dieseldefekts umkehren und lief noch am selben Tag nach einer Gesamtdauer von 5 Tagen wieder in St. Nazaire ein. Nach erfolgter Reparatur lief das Boot erneut aus, wurde jedoch am 29.07.1943, nach 9 Tagen, noch auf dem Ausmarsch westlich von Kap Finisterre, von einem britischen Flugzeug versenkt. Im Verlauf der Unternehmung gelangten keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 614 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 29.07.1943
Letzter Kommandant: Wolfgang Sträter
Ort: Nordatlantik
Position: 46° 42' Nord - 11° 03' West
Planquadrat: BF 4473
Verlust durch: Torpex-Wasserbomben
Tote: 49
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 614

Verbleib im Detail

Am 29.07.1943 wurde U 614 im Nordatlantik nordwestlich von Kap Finisterre durch Wasserbomben der Vickers Wellington G unter Wing Commander Rowland-Gascoigne Musson der britischen RAF Squadron 172 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 29.07.43 im Nordatlantik nordwestlich Kap Finisterre durch die Wellington G der britischen 172. Squadron mit sechs Wasserbomben vernichtet. Ein großer Ölteppich, in dem wenige Überlebende zu sehen waren, bewies den Untergang des U-Bootes.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 124.



Clay Blair schreibt dazu:

U 614 unter Wolfgang Sträter, 27 Jahre alt, stach am 25. Juli von St. Nazaire aus in See. Am fünften Tag der Fahrt entdeckte eine von Rowland G. Musson geflogene Wellington der britischen Squadron 172 das U-Boot noch in der Biskaya und warf sechs Torpex-Wasserbomben. Gemäß der ausgegebenen Richtlinie blieb Sträter an der Oberfläche, um mit der neuen 2-cm-Vierlingsflak und anderen Flugabwehrgeschützen den Kampf aufzunehmen, aber die Wasserbomben sprengten das Boot in Stücke. Die Besatzung der Wellington sah Überlebende im Wasser: Einige trugen Schwimmwesten und gelbe Käppchen. Alle winkten oder schüttelten trotzig die Fäuste, aber kein Deutscher überlebte.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 454.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 454.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 236.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 71, 72, 223.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 124.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 266.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 73, 275.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 600 - U 660" - Eigenverlag - S. 100 - 103.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 138.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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